| − | Joseph Wölfl (später nannte er sich "Woelfl") wurde am 24. Dezember 1773 in Salzburg im Wohnhaus von [[Johann Michael Haydn]] geboren. Sein Vater war der Verwaltungsjurist Johann Paul Wölfl. Er gehörte dem einfachen Adel an, stand im Dienste des Fürstbischofs, galt als der fähigste Beamte des [[Salzburger Hofstaat]]s<ref>Extrakt aus der Leutbeschreibung de anno 1773, geheimes Archiv (Hofangestellte) XXVII, 2. Kayviertl, Beschreibung No 105</ref> und war zuletzt Direktor der [[Landeskrankenhaus Salzburg|Krankenanstalten St. Johann]] in [[Mülln]]. | + | Joseph Wölfl (später nannte er sich "Woelfl") wurde am 24. Dezember 1773 in Salzburg im Wohnhaus von [[Johann Michael Haydn]] geboren. Sein Vater war der Verwaltungsjurist Johann Paul Wölfl. Er gehörte dem einfachen Adel an, stand im Dienste des Fürstbischofs, galt als der fähigste Beamte des [[Salzburger Hofstaat]]s<ref>Extrakt aus der Leutbeschreibung de anno 1773, geheimes Archiv (Hofangestellte) XXVII, 2. Kayviertl, Beschreibung No 105</ref> und war zuletzt Direktor der [[Landeskrankenhaus Salzburg|St. Johanns Spital]] in [[Mülln]]. |
| | Bereits im Kindesalter genoss Joseph Wölfl (spätere Schreibweise Woelfl) Violin- und Klavierunterricht bei [[Leopold Mozart]] dann bei [[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart|Nannerl]] und [[Wolfgang Amadé Mozart]]. Er wurde im Hause der [[Mozart]]s wie ein Familienmitglied gehalten.<ref>Mozart,Briefe 748-1028; Joseph Woelfl (Wölfl) wird darin möglicherweise deshalb abwertend als „Verwalterseppl“ bezeichnet, weil die Mozarts es nicht verwinden konnten, dass sein Vater als leitender Beamter an der Offizierstafel speisen durfte, während sie selbst als Angehörige der Hofmusik mit der Bediententafel vorlieb nehmen mussten.Zum weiteren Unterricht vgl. auch die Tagebücher von Nannerl Mozart.</ref>. Siebenjährig gab er sein Debut als Solist eines Violinkonzerts. Nach der Grundschule kam Woelfl (Wölfl) 1783 an das [[ Kapellhaus]] des [[Salzburger Dom]]s, wo ihn neben Leopold Mozart und Michael Haydn eine Reihe weiterer hervorragender Musiker unterrichteten. Zusätzlich wurden die Klavierlektionen bei Nannerl Mozart beibehalten. Von 1786 bis 1788 studierte Wölfl (Woelfl) an der [[Alte Universität|Benediktineruniversität Salzburg]]. Über die nächsten beiden Lebensjahre gibt es keine Informationen. Wahrscheinlich ist, dass Wölfl (Woelfl) sich in dieser Zeit selbständig zum Pianisten ausbildete; denn 1790 erschien er in Wien bei W. A. Mozart als fertiger Klaviervirtuose. Erhaltene Werke aus der Salzburger Zeit (Kirchenmusik, Harmoniemusiken, Tänze für Orchester, Kanons)belegen, dass er zudem ein Kompositionsstudium durchlaufen haben muss. | | Bereits im Kindesalter genoss Joseph Wölfl (spätere Schreibweise Woelfl) Violin- und Klavierunterricht bei [[Leopold Mozart]] dann bei [[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart|Nannerl]] und [[Wolfgang Amadé Mozart]]. Er wurde im Hause der [[Mozart]]s wie ein Familienmitglied gehalten.<ref>Mozart,Briefe 748-1028; Joseph Woelfl (Wölfl) wird darin möglicherweise deshalb abwertend als „Verwalterseppl“ bezeichnet, weil die Mozarts es nicht verwinden konnten, dass sein Vater als leitender Beamter an der Offizierstafel speisen durfte, während sie selbst als Angehörige der Hofmusik mit der Bediententafel vorlieb nehmen mussten.Zum weiteren Unterricht vgl. auch die Tagebücher von Nannerl Mozart.</ref>. Siebenjährig gab er sein Debut als Solist eines Violinkonzerts. Nach der Grundschule kam Woelfl (Wölfl) 1783 an das [[ Kapellhaus]] des [[Salzburger Dom]]s, wo ihn neben Leopold Mozart und Michael Haydn eine Reihe weiterer hervorragender Musiker unterrichteten. Zusätzlich wurden die Klavierlektionen bei Nannerl Mozart beibehalten. Von 1786 bis 1788 studierte Wölfl (Woelfl) an der [[Alte Universität|Benediktineruniversität Salzburg]]. Über die nächsten beiden Lebensjahre gibt es keine Informationen. Wahrscheinlich ist, dass Wölfl (Woelfl) sich in dieser Zeit selbständig zum Pianisten ausbildete; denn 1790 erschien er in Wien bei W. A. Mozart als fertiger Klaviervirtuose. Erhaltene Werke aus der Salzburger Zeit (Kirchenmusik, Harmoniemusiken, Tänze für Orchester, Kanons)belegen, dass er zudem ein Kompositionsstudium durchlaufen haben muss. |