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, 07:53, 10. Jul. 2009
Das '''Tauernkirchlein''' befindet sich in den [[Radstädter Tauern]] etwas unterhalb des [[Radstädter Tauernpass]]es auf [[Pongau]]er Seite neben dem [[Tauernhaus Wisenegg]].
==Geschichte==
Schon [[1124]] befand sich eine kleine Kirche, das '''Peterskirchlein''', auf der Passhöhe neben dem heutigen [[Tauernfriedhof]]. [[Berthold Pürstinger]], [[Bischöfe von Chiemsee|Bischof von Chiemsee]] und Salzburger [[Weihbischof]], kam ''unter großer Kälte, Schnee und Winden'' im Winter [[1515]] zu diesem Peterskirchlein herauf, um es zu rekonzilieren (wiederweihen). Man weiß zwar den Grund dafür nicht, nimmt aber an, dass aufgrund eines Kirchenfrevels diese Neuweihe notwendig wurde.
Zweimal, [[1597]] und [[1616]] mussten sich die Bewohner des Gebiets beim [[Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] und [[Markus Sittikus von Hohenems]] beschweren bevor [[1620]] dann endlich Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] einem Neubau an der heutigen Stelle errichten ließ.
Diese Bau wurde nach Plänen des Dombaumeisters [[Santino Solari]] ausgeführt.
Zur Abhaltung einer Heiligen Messe musste mehrmals im Jahr der Kooperator aus [[Altenmarkt]] den beschwerlichen Weg auf die Passhöhe machen. Die beiden Wirte Wisenegger vom Tauernhaus Wisenegg und Tauernhaus Schaidberg bemühten sich daher um 1700, einen ständigen Geistlichen, genannt ''Benefizianten'' auf die Passhöhe zu bekommen. [[1722]] errichteten die beiden das Vikarhaus neben dem Tauernhaus Wisenegg, unterstützt mit 4000 [[Gulden]] ihres Freundes und Förderes, dem Dechant Pyth von [[Werfen]]. Auch das Brennholz stellten die Wirte zur Verfügung und freuten sich, dann endlich einen Vikar, den ''Tauern Vikari'', beherbergen zu können.
Erzbischof [[Franz Anton Harrach]] bestätigte dann am [[30. Mai]] [[1721]] die Stiftung eines Benefiziums auf dem Tauern. Diesem Stiftsbrief kann entnommen werden, dass zu damaliger Zeit 40 Personen im Bereich der Passhöhe lebten.
Im [[19. Jahrhundert]] wurde der ''Tauern Vikari'' durch einen ''Tauern Pater'' aus dem [[Kapuzinerorden]] abgelöst. So betreute dann u. a. der Kapuziner [[Josef Hackl]] vom [[10. Oktober]] [[1830]] über 27 Jahre das Tauernkirchlein.
==Ausstattung==
Bemerkenswert das Altarbild von [[Arsenio Mascagni]], das auch von [[Ignaz Kürsinger]] in seinem Buch über den Lungau beschrieben wurde. [[1905]] entfernte man aus unbekannten Gründen Kanzel und Empore. Beide Glocken, eine sogar mit 150 kg, wurden dann im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingeschmolzen.
==Umbauarbeiten==
[[1962]]/[[1963|63]] baute man das Tauernkirchlein nach Plänen von Architekt [[Helmut Gasteiner]] um. Dabei musste man aus finanziellen Überlegungen die Innenausstattung unvollendet lassen. Auch der Zusammenbau des alten Kirchenraumes mit dem nun neu erweiteten fiel unglücklich aus. [[1993]] kam es zu einer Generalsanierung, die von Prälat Lüftenegger stark betrieben wurde.
==Quelle==
* ''Obertauern einst und jetzt'', Herausgeber und Verleger: Liftgemeinschaft Obertauern, 1994, [[Salzburger Druckerei]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirche (Bau)]]
[[Kategorie:Niedere Tauern]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Untertauern]]