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Die '''{{PAGENAME}}''' war der Beginn der Geschichte der [[Großglockner Hochalpenstraße]] und der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]].

==Hintergrund==
Österreich kämpfte mit den katastrophalen wirtschaftlichen Folgen der Niederlage im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. 55 Milliarden Kronen an Reparationszahlungen waren am 2. September 1919 von den Siegermächten im Vertrag von Saint Germain, Frankreich, Österreich auferlegt worden - also 8500 Kronen pro Österreicher (Österreich zählte damals 6,5 Millionen Einwohner). Das Staatsbudget 1919/1920 von 6,3 Milliarden Kronen konnte gerade einmal zwei Fünftel der Ausgaben (!) decken. Die österreichische Regierung musste immer mehr Geld drucken, als Papierfetzen und die Inflation stieg. Mit ihr auch die Zahl der Arbeitslosen.

In diesen Jahren wurden auch Grundlagen der heutigen Sozialgesetzgebung realisiert: Acht-Stunden-Arbeitstag, bezahlter Urlaub, Arbeitslosenversicherung und Überstundenschläge.

Doch man wollte auch Versuche unternehmen, die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen, den [[Fremdenverkehr]] zu intensiveren.

==Die Amtshandlung 1922==
In dem als ''Amtshandlung in Mittersill'' bekannt gewordenen Treffen vom [[30. August]] bis [[5. September]] [[1922]] wollte man die technische Machbarkeit einer befahrbaren Wegverbindung von [[Fusch an der Großglocknerstraße]] nach [[Heiligenblut]] und von [[Mittersill]] '''über''' den [[Felber Tauern]] nach [[Windisch-Matrei]] überprüfen.

Eingeladen zu diesem Treffen hatte Adolf Jahn, Leiter des ''Büros zur Förderung des Fremdenverkehres'', je vier Vertreter des Bundes und der Länder [[Tirol]], Salzburg und [[Kärnten]]. Mittersill wurde gewählt, um gleich vor Ort im Anschluss an die Sitzung die Gebiete zu besichtigen.

Jahn griff dabei eine Idee von Raimund Pierl aus dem Jahr [[1895]] auf, der die Realisierung einer Straße über das [[Hochtor]] zwar untersucht, aber wegen Unmöglichkeit wieder verworfen hatte. Jetzt war aber eine neue wirtschaftliche Komponente dazu gekommen: Am [[Alpenhauptkamm]] der [[Zentralalpen]] der [[Ostalpen]] gab es zwischen dem [[Radstädter Tauern]] und dem Brenner auf 156 km Luftlinie keinen anderen befahrbaren [[Alpenübergänge|Alpenübergang]].

Das Ministerium aber hatte erkannt, dass ein Übergang genau im Zentrum über die Tauern wahrscheinlich eine der schönsten Panoramastraßen darstellen könnte und somit besonders fremdenverkehrsfördernd wäre.

Geografisch bevorzugte man den Übergang über das Hochtor, weil kürzer als über den Felber Tauern (26,5 zu 49,6 km), mit dem Nachteil, dass zwischen Hochtor und [[Fuscher Törl]] die Straße auf 5,5 km starken Schneeverwehungen ausgesetzt sein wird.

Jahn erkannte dabei auch, dass der touristische Nutzen einer solchen Straße deutlich höher läge, als eine andere Verwendung einer solchen Straße (er meinte damit, sie sei nicht als Durchzugsstraße gedacht, die die kürzeste Verbindung zwischen Nord und Süd darstellen sollte; ähnliche Gedanken hatte später auch der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl|Dr. Franz Rehrl]]). Die Vertreter Kärntens waren begeistert von der Idee, dass [[Heiligenblut]] eine Verbindung nach [[Ferleiten]] erhalten sollte.

==Die Folgen 1924==
Überraschend machte sich Anfang [[1924]] die Tiroler Landesregierung für die Felber-Tauern-Variante stark. Es wäre die schnellste Verbindung zum getrennten [[Osttirol]]. Das wiederum rüttelte die Kärntner Landesregierung auf, die sich mit der Hochtor-Variante eine Belebung des Fremdenverkehrs nicht nur um [[Heiligenblut]], sondern auch im Seen-Gebiet erhoffte.

Also luden die Kärntner am [[3. Juni]] 1924 zu einer Sitzung nach Klagenfurt: 48 Vertreter vom Bund, der Länder Salzburg und Kärnten, sowie der Handelskammern und Fremdenverkehrsverbände - nicht aber Tirol! Die Variante über das Hochtor wurde beschlossen. Am Ende der Sitzung wurde auch der ''Ausschuss zur Erbauung einer Großglockner-Hochalpenstraße'', gegründet. Sitz des Ausschusses soll Klagenfurt in [[Kärnten]] sein und mit einem Fonds mit einer Million Schilling (1922) ausgestattet werden. Ziel des Ausschusses war die internationale Werbung und Suche nach Investoren zur Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße. Aus diesem Ausschuss ging am [[19. Februar]] [[1931]] die ''Großglockner Hochalpenstraßen AG'' hervor. Und der Salzburger Landesrat [[Otto Troyer]] kreierte die spätere Bezeichnung der Straße - ''Großglockner Hochalpenstraße''.

Nach diesem Treffen machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Fachmann, der dieses Projekt technisch verwirklichen könnte. Und man fand diesen in der Person von [[Franz Friedrich Wallack]] beim Kärntner Landesbauamt.

==Quelle==
* Buch [[Großglockner Saumpfad Römerweg Hochalpenstraße]]

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