Harald Engländer
Harald Engländer (* 30. Jänner 1929 in Prag; † 9. August 2026 in der Stadt Salzburg) war Inhaber des Höllbräus, eines der ältesten Gaststättenbetriebe in der Salzburger Altstadt.
Leben
Harald Engländer war das zweite von drei Kindern von Adolf und Edith Engländer. Nachdem die Familie nach Salzburg gezogen war, maturierte er 1948 an der Salzburger Realschule und studierte im Anschluss an der Technischen Hochschule in Wien Nachrichtentechnik. 1962 übernahm er das von seinem Vater gekaufte Höllbräu, da die dafür vorgesehene Schwester nach Amerika emigrierte. 1990 verkaufte Engländer seinerseits das Höllbräu an den Freilassinger Johann Riess und den Osttiroler Hans Mitteregger, da seine Töchter das Unternehmen nicht weiterführen wollten.
Neben der Technik schlug das Herz von Harald Engländer vor allem für die Bergwelt. Er war über Jahrzehnte im Österreichischen Alpenverein engagiert, kümmerte sich um Wege und Hütten sowie den Bergwegekataster. Zudem war Engländer Ehrenmitglied des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit und trat jahrzehntelang gegen Atomkraft auf.
Seit 1959 war Engländer mit seiner Frau Roswitha verheiratet. Das Paar hatte vier Töchter. Harald Engländers Schwester Liselotte Maria Luise Lenhart (* 22. Februar 1927 in Prag; † November 1996) lebte und arbeitete als Diplomierte Krankenschwester in den USA, Christiane Adrian-Engländer (* 1935 in Prag) als Künstlerin in Wien. Von ihr besitzt auch das Museum der Moderne Werke.
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 14. August 2026, Stamm S. 24
- "Salzburger Nachrichten", 23. Oktober 2015, Lokalteil S. 21
- "Salzburger Nachrichten", 11. April 2009, Lokalteil S. 28
- "Salzburger Nachrichten", 14. Februar 1990, S. 15