Brief vom 13. Juli 1816
Den Brief vom 13. Juli 1816 hat der bayerische Landgerichtsarzt Dr. Mathäus Jungwirth (auch Jungwürth) verfasst und an die kaiserlich königliche Kreisdirektion in Salzburg gerichtet.
Einleitung
In diesem Brief berichtet er von einem Unglück bei der Übersiedlung nach Grieskirchen (Grieskirchen in Oberösterreich) und bittet um einen Kostenersatz für die Rückübersiedlung.
Der Brief liegt im Salzburger Landesarchiv unter der Signatur Gen Kr Kom Neumarkt Nr 24. Er wurde vom Medizinalrat Dr. Joseph von Barisani abschlägig beantwortet, da er für sein Unglück bereits eine Abfindung erhalten hatte.
Text
13. Juli 1816
Kaiserl. Königl. Kreis-Direktion in Salzburg!
Umzugskosten betreff.
Der gehorsamst Unterzeichnete wurde von der königl. baier. Regierung im 8ber (Oktober) 1815 von Neumarkt als Landgerichtsarzt nach Grieskirchen und im April d. J. wieder in gleicher Eigenschaft nach Neumarkt ohne Beförderung und Verschulden übersetzt, und dadurch in die größten Unkösten und zerrütteten Vermögens Umstände umso mehr gebracht, als ihm durch die Umwerfung eines Wagens, worauf eben die Arzneyen gehabt waren, ein sehr großer Schaden verursacht wurde. Für die erste Uebersetzung wurden ihm 99 f. allergnädigst vergütet, ein kleiner Schaden-Ersatz, aber doch etwas, und daher bittet er die höchste Stelle unterthänigst, dieselbe wolle ihm auch für die letzte Uebersiedlung zu einer gleichen Vergütung gnädigst verhelfen und in höchsten Gnaden empfohlen seyn lassen.
gehorsamst Dr. Jungwirth