Johanna Gressel

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Johanna Gressel ( 3. Juni 1925, Ach in Böhmen bis 12. April 2004, Salzburg) war Ornithologin und langjährige Leiterin der Salzburger BirdLife - Landesgruppe.

Lebenslauf

Im Dorf Asch im Böhmerwald ganz nahe dem heutigen Dreiländereck geboren, war bereits die Kindheit und Jugend von Johanna Gressel von der Verbundenheit mit der Natur geprägt. Danach folgten 1945 die Schrecken der Vertreibung und der Verlust der Heimat. In Salzburg fand sie eine neue Heimat und gründete eine Familie. Seit 1965 beschäftigtes sich Johanna Gressel mit der Vogelwelt von Obertauern, wo sie ein kleine Haus besaß. 1975 entdeckte sie dort den Brutbestand des Rotkehligen Blaukehlchens (Luscina suecica suecica) im Hundsfeldmoos auf 1750 m. Damals war die VErbauund von großen Teilen des Hundsfeldmoores geplant. Unermüdlich wies Johanna Gressel auf die Schutzwürdigkeit des Gebietes hin. Trotzdem wurde dort 1876 die Ringstraße und 1977 die Straße zum Seekarhaus gebaut bzw. erweitert. Mit Zähigkeit mahnte sie den Schutz des Moores ein und erreichte 1991 endlich die Erklärung zum Naturschutzgebiet und später auch zum Natura-2000-Schutzgebiet. Von 1982 bis 1995 leitete Johanna Gressel die Landesgruppe von BirdLife (damals Österreichische Gesellschaft für Vogelkunde). Ihre Schwiegertochter Hemma Gressel setzt ihre verdienstvolle Arbeit als Landesleiterin von BirdLife fort.

Ehrungen

  • 1981 wurde Johanna Gressel mit der Erich Kastner Medaille für Verdiene um den Vogelschutz von der Österr. Gesellschaft für Vogelkunde (heute Birdlife) ausgezeichnet
  • Im Gleichen Jahr überreichte der Präsident des WWF, Prinz Philip den Award for Conservation Merit
  • 1989 wurde ihr der Naturschutzpreis des Landes Salzburg (1. Preis für Einzelpersonen) zuerkannt
  • Auch erhielt sie das Silberne Ehrenzeichen des Landes Salzburg
  • weiters das Monticola Abzeichen in Gold für Alpenornithologie
  • und die Ehrenmitgliedschaft von BirdLife Österreich

Quellen

  • Nachruf in den Salzburger Vogelkundlichen Berichten Band 2005/Folge 10 S. 51 f