Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde

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Vorlage:Salzburger Pfingstgemeinde

Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)" ist eine Bekenntnisgemeinschaft mit Sitz in der Vogelweiderstraße 78 in Salzburg/ Schallmoos sowie etlichen lokalen Pfingstgemeinden im Land Salzburg.

Pfingstgemeinde

Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)" ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom 20. Juli 1998 gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom 11. Juli 1998 erworben. In Salzburg (Schallmoos/Vogelweiderstraße 78) ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt. Vor Ort trifft sich die Salzburger Pfingstgemeinde sonntags um 09:30 Uhr zum wöchentlichem Hauptgottesdienst mit 100-150 Teilnehmern in der Vogelweiderstraße 78. Die Vision der Pfingstgemeinde ist in lebendig gestalteten Gottesdiensten und im Rahmen eines zeitgemäßen Christentums Jesus Christus zu begegnen und mit der Kraft Gottes und den Gaben des Heiligen Geistes zu rechnen, um so lebensverändernde Berühungen und ganzheitliche Heilung durch den Glauben an Jesus Christus zu erfahren! Zudem ist in Schallmoos das Nehemia Hilfswerk mit einer Altkleidersammelstelle für bedürftige Menschen, ein Jugendzentrum und ein Seniorentreffpunkt. Zudem gibt es in der Stadt Salzburg schätzungsweise zehn weitere pfingstliche Gemeinden unterschiedlicher ethnischer Herkünfte, was die hohen Angehörigenzahlen in Nord- und Südamerika sowie großen Teilen Afrikas und Asiens am Migrantenanteil in Salzburg wiederspiegelt. African indigenous pentecostals/charismatics hatten beispielsweise laut World Christian Encyclopedia im Jahr 2000 65.310.530 Anhänger in 60 Ländern und 9.300 Denominationen. So sind beispielsweise in Schallmoos drei ethnisch-pfingstliche Gemeinden (Rumänen, Ghanesen und Philippinen). Übergemeindliche Arbeitsbereiche der FCGÖ sind Teen Challenge (Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen, das Jugend- und Kinderwerk, Arte con Brio (Künstlerwerk), Royal Ranger (christliche Pfadfinder), Begegnung in der Ehe (Eheseminar), etc.) Öfters im Jahr finden in Salzburg Stadt besondere Konferenzen statt, wo sich umliegenden lokale Pfingstgemeinden aus Salzburg Land (Bürmoos, Schwarzach, Schladming, etc.) treffen.

Geschichte

  • Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen.
  • Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in Fuschl am See, St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. Im von den Christlichsozialen lange Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876-1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18.11.1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932-1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934-1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem 2. Weltkrieg verschwanden.
  • Erst am 14.12.1946 wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde von Salzburg aus inetwa zehn weiter lokale Pfingstgemeinden in anderen Städten Österreichs.
  • 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft). Quelle: Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit. (Weblink unten).

Struktur

  • Eine kongregationalistischer Verfassung, die in einem Gemeindeverband (Bund) zusammengeschlossen ist und sich in Distrikte und Regionen gliedert ist die Struktur der Bekenntnisgemeinschaft.

Veranstaltungen und Aktivitäten

  • Gottesdienst: jeden Sonntag um 09:30 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 mit Kinderbetreuung und anschließendem Gemeindecafé.
  • Seniorentreff: jeden Mittwoch um 15:00 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 (Bibelstunden, Ausflüge, Besichtigungen, Konzerte und Seniorengottesdienste)
  • Jugendtreff: jeden Samstag von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr in den Jugendräumlichkeiten der Vogelweiderstraße 78
  • Konferenzangebot: vierteljährlich
  • Altkleidersammelstelle für Bedürftige: zur Abgabe im Büro leuten

Kontakt

  • Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde, Vogelweiderstr. 78, A-5020 Salzburg

Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft

  • Büro: Di-Fr 9:00-12:00 + Di-Do 14:00-17:00
  • Tel./Fax.: +43-(0)662-871244
  • e-mail: Pfingstgemeinde.Sbg@utanet.at

Quellen

  • Barrett, David B. (Hg.) (1982): World Christian Encyclopedia. A comparative study of churches and religions in the modern world. AD 1900-2000. Nairobi/ Oxford/ New York: Oxford University Press)
  • Burgess, Stanley M./ Maas, E.M. van der (Hg.) (2002): The New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements. Rev. u. erw. Aufl. Grand Rapids: Zondervan Publishing House.

Weblinks