Flusskraftwerk Sohlstufe Hallein

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Nach dem Hochwasser 1959 nahm die Salzacheintiefung so bedrohliche Ausmaße an, dass ein „Salzach-Stufenplan“ für den Bereich Hallein, Puch und Salzburg entworfen wurde. Statt der Sohlstufe Urstein war bereits 1971 Kraftwerk gebaut worden.

Allgemeines

Anfang der 80er Jahre plante man, die Salzach-Sohlstufe Hallein in ein Kraftwerk umzubauen. Um die erforderliche Wassergüte im Rückstauraum zu erhalten, musste ein 2,5 km langer Abwasserkanal für die Papierfabrik (wegen der damals hohen Abwasserbelastung) in den Unterwasserraum gebaut werden.

1985 wurde mit dem Umbau begonnen. Gegen die Anhebung des Grundwasserspiegels wurden beidseitig der Salzach insgesamt 9 Grundwasser-Absenkbrunnen errichtet. Mit dem Kraftwerk wurde ein Steg errichtet. Die Investitionskosten betrugen rund 42 Mio. Euro.

Das Kraftwerk holt jedes Jahr ca. 120 Tonnen Rechengut (vorwiegend Holz) und rund 30 m³ Kunststoffabfälle aus der Salzach geholt.

Das Kraftwerk wurde beim Hochwasser 2002 schwer beschädigt.

Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich (Salzburg AG).

Technische Daten

Kraftwerkstype: Laufkraftwerk
Gesamteinzugsgebiet: 3.945,3 km²
durchschnittl. Jahreserzeugung: 61.000 MWh
Engpassleistung: 11.700 kW
Staufläche: 17,73 ha
Stauziel: 440,7 m ü. N.N.
Turbinen: 2 Kaplan-Rohrturbinen mit horizontalen Wellen
Nennleistung: je 6.100 kW
Bruttofallhöhe: 6,7 m
Ausbaudurchfluss: 230 m³/s
2 Drehstrom-Synchrongeneratoren direkt gekuppelt, 7.600 kVA
Inbetriebnahme: 1987
Energieableitung direkt ins Mittelspannungsnetz (10/30 kV) der Salzburg AG

Quelle

Salzburg AG, Kraftwerksgruppe Flachgau/Tennengau