Bildmitte: Gewerbegebiet am ehemaligen Brennhoflehen in Kuchl, Ansicht vom Roßfeld aus
Gewerbegebiet Brennhoflehen, östliche Ansicht, Foto von Helisky
Gewerbegebiet Brennhoflehen, südliche Ansicht, Aufn. v. Helisky

Das Gewerbegebiet Brennhoflehen ist ein ehemaliges Bauerngut in der Kellau, Hausnummer 12, nördlich des Mitterbaches (rechtes Ufer) im Gemeindegebiet von Kuchl gelegen.

Allgemeines

Der Bauernhof mit einem Flächenausmaß von ca. 12 ha wurde in ein Gewerbegebiet umgewidmet. Ziel der Befürworter war, 851 neue Arbeitsplätze anzusiedeln. Heftige juristische und politische Kontroversen begleiteten das Vorhaben. Die Gründung der lokalen Liste (Unabhängige Liste – Lebenswertes Kuchl) war ein herausragendes Ereignis dieser Auseinandersetzungen.

Die rechtliche Klärung erfolgte durch den Verfassungsgerichtshof, dieser hob die Umwidmung als rechtswidrig auf (Zahl V 16/91-13).

Das Gewerbegebiet ist teilweise bebaut, die angepeilte Zahl von 851 Arbeitsplätzen wurde nicht erreicht, kleingliedrige Bebauung und mehr Distributions- als Produktionsbetriebe prägen das Bild. Die in der örtlichen Raumordnung gemachte Festlegung, nur produzierende Betriebe haben zu wollen, wurde nicht eingehalten.

Berühmtheit erlangte im Zuge des "Kampfes ums Brennhoflehen" eine Aussage des damaligen Landeshauptmannes Dr. Hans Katschthaler anlässlich einer Demonstration im Chiemseehof 1993, als dieser den Bürgern zurief "geht zurück in die Dörfer".

Quellen

  • Verfassungsgerichtshof
    Salzburger Nachrichten
    Tennengauer Nachrichten
    Flächenwidmungsplan 1993, Gem. Kuchl