Hallein
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Hallein (HA) |
| Fläche: | 26.98 km² |
| Geografische Koordinaten: | 47° 40' N, 13° 5' O |
| Höhe: | 447 m ü. d. M. |
| Einwohner: | 18.880 (Stand 2005) |
| Postleitzahl: | 5400 |
| Vorwahl: | 06245 |
| Gemeindekennziffer: | 50205 |
| Gliederung Stadtgebiet/Gemeindegebiet: | 11 Stadtteile/ Stadtbezirke |
| Magistrat/Gemeindeamt: | Schöndorferplatz 14 5400 Hallein |
| Offizielle Website: | www.hallein.gv.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Christian Stöckl (ÖVP) |
| Gemeinderat: | 25 Mitglieder: 11 ÖVP, 10 SPÖ, 1 FPÖ, 3 Bündnis für Hallein |
Hallein ist ein Ort im Norden des Tennengaus.
Geografie
Hallein ist die Bezirkshauptstadt des Tennengaus im Bundesland Salzburg und liegt etwa 10 km südlich von Salzburg entfernt. Landschaftlich eingebettet befindet sich Hallein am Fuße des Dürrnbergs an der Salzach. Die Stadt ist vor allem für seine historischen Funde aus der Zeit der Kelten und für die historische Salzgewinnung am Dürrnberg bekannt.
=== Einwohner nach Ortschaften (Stand 2001 === Adneter Riedl: 304 Au: 1.419 Bad Dürrnberg: 746 Burgfried: 2.352 Gamp: 292 Gries: 773 Hallein: 6.552 Neualm: 2.842 Taxach: 3.119
Geologie
Wegen besonderer geologischer Verhältnisse reicht auf dem Dürrnberg das salzhaltige Gestein teilweise bis an die Oberfläche empor. Vereinzelt treten salzhaltige Quellen hervor, die schon von steinzeitlichen Jägern um 2500 bis 2000 v. Chr. genutzt wurden.
Geschichte
Bereits 600 v. Chr. begann der Abbau von Kernsalz im Untertagebau. Den Kelten am Dürrnberg verhalf der Salzhandel zu einem beachtlichem Wohlstand. Dies belegen heute die reichen Grabausstattungen der zahlreichen Funde. In prähistorischer Zeit machte der rege Salzhandel das Gebiet um den Dürrnberg und die am linken Salzachufer situierte Talsiedlung zu einem wirtschaftpolitischen Zentrum ersten Ranges. Mit Einverleibung des keltischen Königreiches Norikum um 15 v. Chr. in das römische Weltreich, wurde die Salzgewinnung auf dem Dürrnberg vermutlich als Folge der Einfuhr von Meersalz eingestellt. Urkundlich erwähnt wurde eine Salzpfanne erstmals wieder im Jahre 1198 in "muelpach", einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung. Im Laufe des 13. Jhdts. wurde diese Bezeichnung durch die Namen salina und schließlich Hallein (kleines Hall) ersetzt. Erst 1000 Jahre später wurde die Salzproduktion wieder aufgenommen. Mit einer neuen Technologie, dem sog. Laugverfahren, und einer gezielten Wirtschafts- und Preispolitik, sicherten die Salzburger Erzbischöfe dem Dürrnberg und der Salinenstadt Hallein bald eine Vormachtstellung im gesamten Ostalpenraum. Die Salzburger Erbischöfe erwirtschafteten mit dem Salzhandel, der vorwiegend über den Transportweg Salzach erfolgte, jahrhundertelang mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte. Durch die Gewinnung eines Großteils der Reichenhaller Absatzmärkte, stieg Hallein im 16. Jhd. zur leistungsfähigsten Saline im Ostalpenraum auf. Der Verlust der böhmischen Absatzmärkte an Österreich und ein verlorenen Salzkrieg gegen Bayern führte zu starken wirtschaftlichen Einbußen und zur Verarmung der Bergknappen und Salinenarbeiter. Im Verlauf der Protestantenausweisungen verließen so zwischen 1731 und 1732 780 Dürrnberger Bergknappen mit ihren Familien das Land. Als das Erzbistum Salzburg im Jahre 1816 in das Habsburgerreich eingegliedert wurde, verlor die Saline Hallein, im Verbund mit dem österreichischen Salinenwesen, an Bedeutung. 1854/62 wurde mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage eine längst überfällige Rationalisierung auf der Pernerinsel eingeleitet. In der 2. Hälfte des 19. Jhdts. versuchte man der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Daraus entstanden z.B. ein Zementwerk, eine Zigarren- und eine Papierfabrik. Einen letzten Innovationsschub erhielt der Salinenstandort Hallein 1954/55 mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage. 1989 wurde die Soleproduktion auf dem Dürrnberg eingestellt und die Saline geschlossen. Seither werden die stillgelegten Industriestätten für künstlerische und kulturelle Zwecke genutzt.
Religionen
Nach Stand der Volkszählung in Hallein vom 15. Mai 2001 leben in Hallein 11.224 Menschen römisch-katholischer Religion, 1.031 evangelisch, 951 orthodoxe 1.940 Islamische, 4 israelitische, 246 sonstige, 2.696 ohne Bekenntnis, 307 unbekannt. In Hallein befindet sich ein islamisches Kulturzentrum und der Salzburger Orden der Österreichischen buddhistischen Religionsgemeinschaft.
| Bevölkerungs- entwicklung | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 5.430 |
| 1880 | 5.660 |
| 1890 | 6.167 |
| 1900 | 7.557 |
| 1910 | 8.190 |
| 1923 | 8.381 |
| 1934 | 9.125 |
| 1939 | 9.895 |
| 1951 | 13.290 |
| 1961 | 13.329 |
| 1971 | 14.658 |
| 1981 | 15.377 |
| 1991 | 17.271 |
| 2001 | 18.398 |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hallein bietet eine Spielstätte der Salzburger Festspiele. Seit 1992 wird aufgelassene Sudhaus auf der Pernerinsel bei Hallein in die Festspiele einbezogen. Darüber hinaus werden die Räumlichkeiten in der Alten Saline in hallein für Kurse der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg genutzt. Das Kulturforum HalleinKulturforum Halleinwurde 1985 gegründet und ist, von der Landeshauptstadt abgesehen, der größte Veranstalter kultureller Aktivitäten. Pro Jahr werden etwa 160 kulturelle Projekte und Produktionen mit hochwertigen und vielfältigen Angeboten umgesetzt, mit dem Ziel einen möglichst großen Publikumskreis anzusprechen. Höhepunkte des vom KULTURFORUM HALLEIN organisierten kommunalen Kulturgeschehens sind die Veranstaltungsreihen: Festival "Junge Salzburger Musiker", die Stadtfestwoche Hallein, Bad Dürrnberger Konzerte und der Halleiner Kulturherbst. Für die Jugend bietet Hallein ein Zone11 Jugend- und Kulturzentrum
Theater
Museen
- Keltenmuseum Hallein
- Stille-Nacht-Museum Hallein
- Salzbergwerk - Salzwelten Salzburg
Galerien
- Galerie Pro Arte
- Einblick, Minigalerie im Vorhaus
- 'Kunstblick', Galerie im Internet Internet 'Kunstblick'
- 'ArtMode', Galerie im Internet
- KunstGemeinschaft FreiRäume
- Kunstweb Salzburg
Musik
Hallein war der langjährige Wohnort Franz Xaver Grubers, Komponist des Weihnachtslieds Stille Nacht. Sein Grab befindet sich neben der Kirche im Zentrum der Stadt. Sein Werk kann im nebengelegenen Stille-Nacht-Museum besichtigt werden.
Sport
Fußball: Seit den 1920er Jahren gibt es in Hallein einen Fußballverein. Der AC Hallein, der in den 1930er Jahren Salzburger Landesmeister und Landespokalsieger und der SK Vorwärts Hallein waren damals besonders erfolgreich. Diese Tradition wurde durch den 1. Halleiner Sportklub (Landesmeister und Landespokalsieger) und dem SK Olympia 1948 Hallein weitergeführt. Heute sind die Aushängeschilder im Halleiner Fußballgeschehen der 2004 gegründete FC Hallein 04 und Union Hallein.
Turnvereine:
- ATSV Hallein
- TV Hallein
Sonstige Sportvereine:
- 1. KBC Hallein (Kickboxen)
- 1. Halleiner Schachklub
- 1. Halleiner Tennisclub
- 1. Pool-Billard-Club Hallein
- Golfclub Salzburg Anlage Rif
Quelle:Wikipedia
Wirtschaft und Infrastruktur
Betriebe
- M-real Hallein AG
- Robert Bosch AG Hallein
- [www.erdal.at/ Erdal]
- Johnson & Johnson
Öffentliche Einrichtungen
- 4 Kindergärten: KG Burgfried, KG Dürrnberg, KG Neualm, KG Rif-Rehhof
- 2 Tagesbetreuungsstätten: TB Nidertorplatz (Hort), TB Rif
- [www.kh-hallein.at/ Krankenhaus der Stadt Hallein]
- Freibad
- Sommerrodelbahn
- [www.stadt-hallein.at/buecherei/ Stadtbücherei Hallein]
- Stadtkino Hallein
- Familienskigebiet Dürrnberg
Bildung
- VS-Stadt
- VS-Burgfried
- VS-Neualm
- VS-Dürrnberg
- VS-Rif
- HS-Stadt
- HS-Burgfried
- HS-Neualm
- Bundesgymnasium/Bundesrealgymnasium Hallein
- Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Hallein
- Höhere Technische Bundeslehranstalt Hallein
- Höhere Lehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik
- Private Höhere Lehranstalt und Fachschule für Wirtschaftliche Berufe
- Landesberufsschule Hallein
- Polytechnische Schule
- Sonderpädadogisches Zentrum
- Krankenpflegerschule
- [www.musikum-salzburg.at/pages/kontakt_tennengau.php Musikschule Tennengau]
- Volkshochschule Hallein
Politik
Mit Bürgermeister Dr. Christian Stöckl sind im Stadtrat 11 ÖVP Mandate vertreten. Die SPÖ hält 10 Mandate, die FPÖ 1 Mandat und das Bündnis für Hallein ist mit 3 Mandaten vertreten.
Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt
Jakob Adlhart (*1898 in München; † 1985 in Hallein), Bildhauer Gottfried Bär (*1952 in Hallein), ehem. Tischtennisspieler Max Domenig (*1986 in Obervellach bei Hermagor; † 1952 in Hallein), Bildhauer Herbert Fux (* 1927 in Hallein), Volksschauspieler und Politiker Moriz Gelinek (* 1887 in Hallein; † 1979 in Salzburg), Eisenbahn-Pionier und Unternehmer Franz Xaver Gruber (* 1787 in Unterweitzberg; † 1863 in Hallein), Komponist "Stille Nacht, Heilige Nacht" Clemens Holzmeister (* 1886 in Fulpmes; † 1983 in Hallein), Architekt und Ehrenbürger Salzburgs Herbert Ilsanker (* 1967 in Hallein), ehem. Fußballspieler Sanel Kuljic (* 1977 in Salzburg; Kindheit in Hallein), Fußball-Nationalspieler Johann Georg Mohr (* um 1656; † 1726 in Hallein), Barock-Bildhauer, "Halleiner Meister" Anton Neumayr (* 1887 in Salzburg; † 1954 ebenda), Bürgermeister von Hallein und Salzburg Ernst Penninger (* 1919 in Hallein; † 1995 ebenda), Heimatforscher und Archäologe Agnes Primocic (* 1905 in Hallein), Politikerin und Widerstandskämpferin Joseph Schaitberger (* 1658 in Dürrnberg bei Hallein; † 1733 in Nürnberg); evangelischer Glaubenskämpfer August Joseph Schenk (* 1815 in Hallein; † 1891 in München), Botaniker Otto Strohmayr, (* 1900 in Hallein, † 1945 in Hallein-Kaltenhausen), Architekt Erhard Riedlsperger (* 1960 in Hallein), Drehbuchautor und Regisseur Thomas Stangassinger (* 1965 in Hallein), ehem. Skirennläufer Adolf Ritter von Steinhauser (*1825 in Hallein; † 1888 in Salzburg), Regierungsrat und Ehrenbürger Salzburgs Judith Wiesner (*1966 in Hallein), ehem. Tennisspielerin Michael Wildner (* 1970 in Hallein), ehem. Leichtathlet
Quelle: Wikipedia