Salzburger Haifisch im Schatz-Durchhaus

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Der Salzburger Haifisch im Schatz-Durchhaus wurde 2022 restauriert.

Der Salzburger Haifisch.

Über den Salzburger Haifisch

Der Haifisch hing zusammen mit einer Walrippe in einem Fischernetz an der Decke des Gewölbes im Schatz-Durchhaus auf der Seite zur Getreidegasse. Ursprünglich diente die bei Einheimischen wie Besuchern beliebte Sehenswürdigkeit den Passanten als Hinweis auf das dort früher untergebrachte Großhandelshaus samt Kolonialwarenhandel. Haifisch und Walrippe waren sozusagen die Vorläufer eines Werbeschilds. Hausherr Andrä Mayr dürfte die zwei tierischen Blickfänge im Zuge eines Umbaus zwischen 1730 und 1760 am Gewölbe angebracht haben.

Einen großen Auftritt bei den Salzburger Festspielen hatte der Haifisch zudem in den 1930er-Jahren in Max Reinhardts Inszenierung von Goethes "Faust" in der Felsenreitschule, wo er als Requisite verwendet wurde.

2022 wurde der Haifisch n der Werkstatt Neubauer in Bad Endorf in Bayern restauriert. Vor allem Staub und Vogelkot haben ihm über Jahrzehnte zugesetzt. An sich beschädigt sei er aber nicht und im Übrigen ist er geruchlos. Mit einem Ziegenhaarpinsel und einem Spezialstaubsauger hat Restauratorin Stephanie Fabian den Haifisch bereits vom gröbsten Dreck und Staub befreit. Mit Ethanollösung und Wattestäbchen macht sie sich an den Taubenkot, der den getrockneten Fisch an einigen Stellen bedeckt. Auch eine umfangreiche Mundhygiene steht dem Haifisch bevor: Weil er mit dem offenen Maul nach oben aufgehängt war, landete viel Vogelkot in der Öffnung. Den hat Stephanie Fabian großteils schon entfernt, aber die Detailreinigung muss erst noch gemacht werden. Die unter der zum Teil abblätternden Farbschicht sichtbaren Hautstellen des Fischs werden sorgsam retuschiert und erhalten so eine Schutzschicht gegen äußere Einflüsse. Sprünge und Risse in der Farbschicht werden gekittet.

Neben dem Haifisch widmet sich die Werkstätte von Reiner Neubauer zwei weiteren Salzburger Projekten: In der Kajetanerkirche wird von ihm und seinem Team gerade die ganze Raumschale restauriert und auch das zur Andräkirche gehörende Pfarrhaus ist eine Neubauer-Baustelle.

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