Seuchenspital St. Rochus
Die Rochuskaserne war eine ehemalige Kaserne in Maxglan im Bereich Rochushof - Stieglbrauerei.
Das Pestlazarett
1637 übersiedelte das Pestlazarett vom Raum vor dem Linzertor an die Glan. Eine neue Seuchenwelle machte die Maßnahme notwendig. Das neue Latzarett sollte fernab vom Siedlungsraum liegen und die Ansteckungsgefahr damit vermindert werden. Das Pestlazarett besaß ein Lazarettbad an der Glan, seit 1640 einen Pestffriedhof und seit 1649 eine den Pestheiligen Rochus und Sebastian geweihte Kapelle. Der heutige klassizistische Altar der Kapelle im Innenhof des Lazarettes wurde 1781 von Wolfgang Hagenauer entworfen. Das hochbarocke Altarblatt wurde aber bereits 1670 von Franz de Neve angefertigt. Es stellt die beiden Pestheiligen dar. Mit dem langsamen Erlöschen der Pestseuchen im 18. Jahrhundert wurde nach einer neuen Bestimmung für das Gebäude gesucht.
Das Zucht- und Arbeitshaus
Das Zucht- und Arbeitshaus wurde 1755 eingerichtet und hatte bis etwa 1815 Bestand. Hier wurden Bettler, Unterstandslose und Kleinkriminelle eingesperrt und mussten sich ihre Verpflegung selbst erarbeiten. Eine marmorne Tafel mit der Inschrift „ABSTINE AUT SUSTINE“ (Meide oder leide, genauer: meide das Böse oder erleide die Folgen) erinnert das einstige Zucht- und Arbeitshaus.
Die Roschuskaserne
Seit 1816 wird das Gebäude als Kaserne genutzt, kurzzeitig war es auch Notlazarett. Von 1887 bis 1898 diente es als Kaserne für die k.k. Landwehr. 1901 wurde das Gebäude an die Stieglbrauerei verkauft. Nunmehr waren in dem "Ökonomiegebäude" zahlreiche Stallungen für Ochsen und Rösser untergebracht.