Stängelumfassende Knotenblume

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Die Gattung Knotenfuß besitzt in der asiatisch-europäischen und nordamerikanischen Gattung Knotenfuß eine einzige mitteleuropäische Art, den Stängelumfassenden Knotenfuß. Der Knotenfuß gehört systematisch wohl zu den Liliengewächsen, die systematische Stellung ist aber vielleicht nicht endgültig geklärt,

Aussehen

Der Stängelumfassende Knotenfuß besitzt typische stängelumfassende Blätter. Die Blütenstängel sind im unteren Teil mit dem jeweiligen nächststehenden Blatt verwachsen, die Blüte erscheint so aus dem Blatt hervorzuwachsen. Die Blüten sind gelblich-weiß, die Pflanze blüht von Juni bis Juli. Die Beeren sind intensiv rot. Die sommergrüne Pflanze wird 30 bis 100 cm groß. Der Wurzelstock ist schief und knotig, worauf sich der alte deutsche Name herleitet.


Vorkommen

Der Stängelumfassende Knotenfuß wächst in schattigen und feuchten Fichtenwäldern und in Schluchtwäldern, aber auch in Grünerlenbeständen und Hochstaudenfluren. Sie kommt dabei vom montanen bis in den subalpeinen Bereich vor. Im Land Salzburg ist diese Pflanze zerstreut im Bergland zu finden. . Verbreitung/Vorkommen Diese Pflanze der Alpen Süd-Bayern in den Alpen und Voralpen, selten in Ost-Bayern im Bayerischen Wald, in Süd-Baden-Württemberg im Alpenvorland und im Süd-Schwarzwald sowie in Süd-Sachsen-Anhalt im Elbsandsteingebirge und im Erzgebirge im Zechengrund vor. In Thüringen ist der Stängelumfassende Knotenfuß ausgestorben.

Literatur

Günther Nowotny, 2015: Der Europa-Knotenfuß im Bundesland Salzburg. – Zeitschrift NaturLand Salzburg des Amtes der Landesregierung 22/3: 33-39. Salzburg, 2015

  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005.
  • H. Wittmann, A. Siebenbrunner, P. Pilsl, P. Heiselmayer: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987