Salzburger Landesrelief Hellbrunn
Das Salzburger Landesrelief Hellbrunn war ein Werk des Salzburger Bildhauers Josef Pörnbacher.
Allgemeines
Es entstand ab 1906 in der Nähe von Hellbrunn bei Salzburg im Maßstab 1 : 3 000 und stellte das Land Salzburg und angrenzende Teile des Salzkammergautes und Berchtesgadens dar.
Es war etwa 1500 m² groß und wurde teilweise aus Natursteinen der dargestellten Regionen angefertigt. Der Rest bestand aus Zement. Dieses begehbare Relief konnte auch von zwei Tribünen aus betrachtet werden. Die Gebirgszüge hatten bis zu zwei Meter Höhe. Es handelt sich um das größte in dieser Zeit hergestellte Relief.
Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Während des Ersten Weltkriegs nutzte überdies ein Regiment aus Prag das Relief zu feldmäßigen Übungen. Trotz Restaurierungen konnten nur mehr 1 500 Quadratmeter gerettet werden, der Rest war zerstört.
Die Einnahmen deckten in der Folge bei Weitem nicht die Kosten für die Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von Stadt Salzburg und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief daher nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Frau Zell musste als Käuferin ihrerseits Liegenschaft und Relief an die Gräfin Schenk-Castell weiterverkaufen. Gräfin Schenk-Castell emigrierte 1938 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Das Haus beim Relief übernahmen darauf Offiziere der Deutschen Wehrmacht. Das Relief selbst fiel 1944 einem Bombenangriff zum Opfer.
Weblinks
Siehe auch
Quellen
- www.landesmuseum.at www.landesmuseum.at/pdf Seite 83
- Toni Mair, Riesenreliefs als Prestigeobjekte. In: Toni Mair, Susanne Grieder: Das Landschaftsrelief. Symbiose von Wissenschaft und Kunsthandwerk. 2006 hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden, und Schweizerisches Alpines Museum, Bern. S. 56 ff. (57)