Schlüsselblume
Die Schlüsselblume findet man im Frühjahr auf fast allen Wiesen, lichten Wäldern und entlang von Bächen.
Allgemeines
Die Schlüsselblume gehört zur Gattung der Primeln. Sie wird bis zu 30 Zentimeter hoch und hat einen kahlen Stengel. Die Blätter sitzen um den Wurzelstock und sind rosettenartig angeordnet. Sie sind oval, dünn, samtfilzig und am Rande gekerbt. Die gelben Blüten stehen in Dolden und blühen von März bis April. Der Kelch ist fünfzähnig, die fünf Staubgefäße sind der verlängerten Kronblattröhre eingefügt. Die Frucht ist eine fünfklappige Kapsel.
Von den etwa 300 bekannten Arten kommen 19 in Mitteleuropa vor.
Arten
Stengellose Schlüsselblume
Sie wird auch Erdprimel genannt und wird zwischen 5 und 10 Zentimeter hoch. Die Erdprimel wächst sowohl in ebenen Lagen als auch im Gebirge bis etwa 1000 m ü.A..
Hohe Schlüsselblume
Die hohe Schlüsselblume wird zwischen 10 und 30 Zentimeter hoch. Der Blütenkronensaum ist flach ausgebreitet und am Grunde dunkler. Man findet sie bis in eine Höhe von 2400 m ü.A..
Echte Schlüsselblume
Die Echte Schlüsselblume wird auch Petergstamm genannt, ist dunkelgelb, wohlriechend und wächst nur im Gebirge. Sie ist vielerorts bereits ausgerottet.
Heilwirkung
Die Blüten der Schlüsselblume werden in der Naturheilkunde als Tee verwendet. Die Pflanze enthält Flavonoide, Phenole, Gerbstoffe, Saponine und ätherisches Öl. Sie wird bei Bronchitis, Husten und Rheuma eingesetzt. Auch bei Schlafstörungen, Nervosität, Asthma und allergischen Erkrankungen findet die Pflanze Anwendung. Die Wurzel wird auch äußerlich als Badezusatz verwendet und wirkt gegen Prellungen, geschwollene Füße und schmerzende Gelenke.
Quellen
- Heilkräuterbuch
- Naturführer Flora und Fauna