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Das '''Bankhaus Carl Spängler & Co''' ist das älteste noch bestehende private Bankhaus Österreichs und unterhält seinen Firmensitz seit seiner Gründung in der Landeshauptstadt [[Salzburg]]. Das Stammhaus ist seit [[1905]] im [[Bazargebäude]] in der [[Schwarzstraße]] 1 untergebracht.  
 
Das '''Bankhaus Carl Spängler & Co''' ist das älteste noch bestehende private Bankhaus Österreichs und unterhält seinen Firmensitz seit seiner Gründung in der Landeshauptstadt [[Salzburg]]. Das Stammhaus ist seit [[1905]] im [[Bazargebäude]] in der [[Schwarzstraße]] 1 untergebracht.  
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Die Bank geht auf eine erstmals [[1590]] erwähnte Faktorei und die gewerberechtliche Anmeldung des Bankgeschäfts durch Johann Alois Duregger im Jahr [[1828]] zurück. Die Geschichte der Bank und der [[Familie Spängler]] vereinte sich [[1854]] durch [[Carl Spängler]], der in das Unternehmen Dureggers einstieg und ein Jahr darauf dessen Tochter heiratete. Der Ausbau des Bankgeschäfts ging danach kontinuierlich vonstatten, während das Warengeschäft [[1870]] endgültig aufgegeben wurde.  
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==Allgemeines==
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Die Bank geht auf eine erstmals [[1590]] erwähnte Faktorei und die gewerberechtliche Anmeldung des Bankgeschäfts durch [[Johann Alois Duregger]] im Jahr [[1828]] zurück. Die Geschichte der Bank und der [[Familie Spängler]] vereinte sich [[1854]] durch [[Carl Spängler]], der in das Unternehmen Dureggers einstieg und ein Jahr darauf dessen Tochter heiratete. Der Ausbau des Bankgeschäfts ging danach kontinuierlich vonstatten, während das Warengeschäft [[1870]] endgültig aufgegeben wurde.  
    
Seit [[1855]] wird das Bankhaus nunmehr bereits in der siebten Generation von der Familie Spängler geführt.  
 
Seit [[1855]] wird das Bankhaus nunmehr bereits in der siebten Generation von der Familie Spängler geführt.  
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==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Die Vorfahren der heutigen Bankiersfamilie stammen aus [[Südtirol]] und lassen sich bis in das [[16. Jahrhundert]] zurückverfolgen. [[1677]] erhielten die Brüder Georg und Johannes Spangler, ihres Zeichens Wirtsleute und Weinhändler, im Namen Kaiser Leopold I. den Wappenbrief verliehen. Das Wappen – es zeigt zwei Löwen die in ihren Pranken eine Weinrebe halten - wurde über Generationen von allen männlichen Nachkommen der Tiroler, Venediger und Salzburger Linie der Familien Spängler (Spangler, Spangher) verwendet. In Salzburg ziert es heute noch das Bankhaus im Bazargebäude in der Schwarzstraße, eine weitere nur noch teilweise vorhandene Abbildung findet sich auch noch am [[Alter Markt|Alten Markt]] am Gebäude des ehemaligen, [[1893]] erloschen Handelshauses.  
 
Die Vorfahren der heutigen Bankiersfamilie stammen aus [[Südtirol]] und lassen sich bis in das [[16. Jahrhundert]] zurückverfolgen. [[1677]] erhielten die Brüder Georg und Johannes Spangler, ihres Zeichens Wirtsleute und Weinhändler, im Namen Kaiser Leopold I. den Wappenbrief verliehen. Das Wappen – es zeigt zwei Löwen die in ihren Pranken eine Weinrebe halten - wurde über Generationen von allen männlichen Nachkommen der Tiroler, Venediger und Salzburger Linie der Familien Spängler (Spangler, Spangher) verwendet. In Salzburg ziert es heute noch das Bankhaus im Bazargebäude in der Schwarzstraße, eine weitere nur noch teilweise vorhandene Abbildung findet sich auch noch am [[Alter Markt|Alten Markt]] am Gebäude des ehemaligen, [[1893]] erloschen Handelshauses.  
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[[1729]] wanderte [[Franz Anton Spangler]], der Sohn des Georg aus seinem Heimatort Taufers im Ahrntal aus und ließ sich in Salzburg nieder. Hier wurde er als Bürger aufgenommen und gründete den Salzburger Zweig der Familie. Sein Sohn [[Franz Josef Christian Spängler]] führte das Geschäft weiter und übergab es seinen Söhnen Alois und Josef Spängler. Die Söhne des Josef Spängler übernahmen das Geschäft und lösten es 1893 mit dem Verkauf an Max Gehmacher auf.
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[[1729]] wanderte [[Franz Anton Spangler]], der Sohn des Georg aus seinem Heimatort Taufers im Ahrntal ([[Südtirol]]) aus und ließ sich in Salzburg nieder. Hier wurde er als Bürger aufgenommen und gründete den Salzburger Zweig der Familie. Sein Sohn [[Franz Josef Christian Spängler]] führte das Geschäft weiter und übergab es seinen Söhnen Alois und Josef Spängler. Die Söhne des Josef Spängler übernahmen das Geschäft und lösten es 1893 mit dem Verkauf an Max Gehmacher auf.
    
Ihr Onkel [[Alois Spängler]], Politiker und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], war bereits 1855 aus dem Tuchhandelsgeschäft ausgestiegen und hatte den Weg eines Bankkaufmanns eingeschlagen. Er wurde somit der Begründer der Bankiersfamilie Spängler.
 
Ihr Onkel [[Alois Spängler]], Politiker und [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]], war bereits 1855 aus dem Tuchhandelsgeschäft ausgestiegen und hatte den Weg eines Bankkaufmanns eingeschlagen. Er wurde somit der Begründer der Bankiersfamilie Spängler.
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Die Gründung des Bankhauses selbst oblag seinem Sohn [[Carl Spängler|Carl]]. Dieser stieg 1854 in das Geschäft Johann Alois Dureggers ein und heiratete ein Jahr darauf dessen Tochter Leopoldine. Johann Alois Duregger hatte seinem Speditions- und Wechselgeschäft, das wiederum auf eine bereits im Jahr 1590 urkundlich erwähnte Faktorei zurückgeht, bereits 1828 eine Bankabteilung hinzugefügt und diese gewerberechtlich angemeldet. Die Einrichtung dieser Bankabteilung in seinem Geschäft bildet somit den Gründungszeitpunkt des Bankhaus Carl Spängler & Co.  
 
Die Gründung des Bankhauses selbst oblag seinem Sohn [[Carl Spängler|Carl]]. Dieser stieg 1854 in das Geschäft Johann Alois Dureggers ein und heiratete ein Jahr darauf dessen Tochter Leopoldine. Johann Alois Duregger hatte seinem Speditions- und Wechselgeschäft, das wiederum auf eine bereits im Jahr 1590 urkundlich erwähnte Faktorei zurückgeht, bereits 1828 eine Bankabteilung hinzugefügt und diese gewerberechtlich angemeldet. Die Einrichtung dieser Bankabteilung in seinem Geschäft bildet somit den Gründungszeitpunkt des Bankhaus Carl Spängler & Co.  
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Während Duregger sein Hauptaugenmerk noch auf das Kommssions- und Speditionsgeschäft gerichtet hatte, widmete sich Carl Spängler vermehrt dem Geldgeschäft. Er erwarb mehrere Faktoreien, darunter jene von [[Sigmund Haffner]] und [[Lorenz Hagenauer]] und baute das Bankgeschäft ab 1855 unter dem Namen „Spängler & Trauner“ aus. 1870 gab er das Warengeschäft endgültig auf.  
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Während Duregger sein Hauptaugenmerk noch auf das Kommissions- und Speditionsgeschäft gerichtet hatte, widmete sich Carl Spängler vermehrt dem Geldgeschäft. Er erwarb mehrere Faktoreien, darunter jene von [[Sigmund Haffner]] und [[Lorenz Hagenauer]] und baute das Bankgeschäft ab 1855 unter dem Namen „Spängler & Trauner“ aus. 1870 gab er das Warengeschäft endgültig auf.  
    
Ursprünglich am [[Mozartplatz]] Nr. 4 untergebracht übersiedelte das damalige Bank- und Wechselgeschäft Carl Spängler [[1905]] in das [[1881]] von [[Valentin Ceconi|Valentin]] und [[Jakob Ceconi]] errichte und in den Jahren von [[1904]] bis [[1906]] nach Plänen von Jakob Ceconi und [[Karl Pirich]] umgestaltete und aufgestockte [[Bazargebäude]] in der Schwarzstraße 1, das bald darauf von den bisherigen Eigentümern Baldi und Musch in den Besitz des Bankhauses Carl Spängler & Co. überging.   
 
Ursprünglich am [[Mozartplatz]] Nr. 4 untergebracht übersiedelte das damalige Bank- und Wechselgeschäft Carl Spängler [[1905]] in das [[1881]] von [[Valentin Ceconi|Valentin]] und [[Jakob Ceconi]] errichte und in den Jahren von [[1904]] bis [[1906]] nach Plänen von Jakob Ceconi und [[Karl Pirich]] umgestaltete und aufgestockte [[Bazargebäude]] in der Schwarzstraße 1, das bald darauf von den bisherigen Eigentümern Baldi und Musch in den Besitz des Bankhauses Carl Spängler & Co. überging.   
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Durch solide Eigentumsverhältnisse überstand die älteste Privatbank Österreichs sowohl die Finanzkrise der österreichisch-ungarischen Monarchie im Jahr [[1873]] als auch die Schwierigen Jahre der Weltwirtschaftskrise in den [[1930er]]n und die beiden Weltkriege des [[20. Jahrhundert]]s und leistete einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im [[Bundesland Salzburg]]. Unter anderem beteiligte sich das Unternehmen an der Errichtung der „Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft“ (heute [[Salzburger Lokalbahn]]) und der „The Kellner Partington Paper Pulp Gesellschaft in Hallein (heute [[M-real Hallein AG]]).
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Durch solide Eigentumsverhältnisse überstand die älteste Privatbank Österreichs sowohl die Finanzkrise der österreichisch-ungarischen Monarchie im Jahr [[1873]] als auch die Schwierigen Jahre der Weltwirtschaftskrise in den [[1930er]]n und die beiden Weltkriege des [[20. Jahrhundert]]s und leistete einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im [[Bundesland Salzburg]]. Unter anderem beteiligte sich das Unternehmen an der Errichtung der „Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft“ (heute [[Salzburger Lokalbahn]]) und der „The Kellner Partington Paper Pulp Gesellschaft in Hallein (heute [[Halleiner Papierfabrik|M-real Hallein AG]]).
    
==Geschäftsfelder==
 
==Geschäftsfelder==
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[[Kategorie:Salzburg]]
 
[[Kategorie:Salzburg]]
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Unternehmen]]
 
[[Kategorie:Unternehmen]]
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[[Kategorie:Geldwesen (Geschichte)]]