Naßfeld: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
K Textersetzung - „Salzburgwiki“ durch „SALZBURGWIKI“ |
||
| (52 dazwischenliegende Versionen von 5 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Talschluss Naßfelder Tal vom Mallnitzer Tauern fotografiert.jpg|thumb|Das Naßfeld vom [[Mallnitzer Tauern]] aus gesehen]]{{Googlemapsort|Nassfeld}} | |||
[[Datei:Panorama HaHü 2013.jpg|thumb|Die Salzburger Seite des [[Niederer Tauern|Niederen Tauern]]: Panorama vom Naßfeld mit Blick in Richtung [[Hagener Hütte]].]] | |||
[[Datei:Nassfeld, ehemalige Bergwerkskantine.jpg|thumb| Das Bild zeigt die ehemalige Bergwerkskantine im Naßfeld, die auch von den Arbeitern im [[Imhofstollen]] genutzt wurde.]] | |||
[[Datei:Gastein Böckstein Bockhartsee Sonnblickgruppe.jpg|thumb|Die Aufnahme wurde in den [[1930er]]-Jahren über dem [[Radhausberg]] aufgenommen.]] | |||
Als '''Naßfeld''', auch ''Nassfeld'' oder ''Nassfelder Talboden''<ref>in [[Über 1000 Jahre Gastein - Gasteiner Mosaiksteine 2]], Seite 26</ref> bezeichnet, ist ein südwestliches Seitental des [[Gasteinertal]]es in der Ortschaft [[Böckstein]] der Gemeinde [[Bad Gastein]]. | |||
==Geografie== | |||
Das Naßfeld ist ein Becken in den [[Hohen Tauern]] der [[Zentralalpen]] südlich des [[Alpenhauptkamm]]es der [[Ostalpen]]. Es wird im Westen von der [[Goldberggruppe]] und im Osten von der [[Ankogelgruppe]] begrenzt. Es liegt auf einer durchschnittlichen Höhe 1 600 [[m ü. A.]] (im Bereich von [[Sportgastein]]). Die [[Naßfelder Ache]] durchfließt das Tal von Süden nach Norden (mit Zuläufen). | |||
Das Naßfeld unterteilt sich in das touristisch erschlossene "Sportgastein" im nördlichen Bereich und das bei Wanderern beliebte, größtenteils naturnah belassene hintere, südlichere Nassfeld. | |||
Ein Wanderweg führt zur [[Hagener Hütte]] unterhalb des ''Gesselkopfes'' (2 | Im lang gezogenen Becken finden sich mehrere im Sommer teils noch bewirtschaftete [[Almhütte]]n. Bekannt ist das [[Valeriehaus]], in dessen Nähe sich das [[Schaukraftwerk Nassfeld]] und das Stollenportal des [[Imhofstollen]] befinden. Ein Wanderweg führt zur [[Hagener Hütte]] unterhalb des ''Gesselkopfes'' (2 974 m ü. A.), ein anderer zur [[Niedersachsenhaus]] unterhalb des [[Hoher Sonnblick|Hohen Sonnblicks]] und ins benachbarte, bereits im [[Pinzgau]] gelegene [[Raurisertal]] nach [[Kolm-Saigurn]]. In einem Seitental liegen der [[Unterer Bockhartsee|untere]] und der [[Oberer Bockhartsee|obere Bockhartsee]]. | ||
Das Naßfeld ist über die [[Gasteiner Alpenstraße]] erreichbar. Am Beginn der Straße ist der Zugang zum [[Gasteiner Heilstollen]]. In der Nähe befinden sich das [[Siglitztal]], der [[Imhofstollen]] sowie die beiden [[Bockhartseen]]. Im Zentrum des Naßfeldes befindet sich [[Sportgastein]]. Obwohl beide Begriffe (Naßfeld und Sportgastein) heute fälschlicherweise gleichgesetzt werden, bezieht sich "Sportgastein" jedoch nur auf das "Vordere Naßfeld" mit seinen Wintersporteinrichtungen wie [[Aufstiegshilfen]] und Skipisten. | |||
[[Kategorie: | Loipen zum [[Langlaufen]], gespurte Wege für Winterwanderungen und [[Schlittenhundefahrten]] beziehen im Winter das gesamte [[lawine]]<u></u>nsichere Gebiet mit ein. | ||
Durch das Naßfeld führt auch eine Starkstromleitung über den [[Radhausberg]], die von den Wasserkraftwerken der [[Kraftwerksgruppe Gasteiner Tal]] gespeist werden. | |||
=== Fauna === | |||
Das Naßfeld ist Brutgebiet des [[Steinrötel]]s. | |||
== Geschichte == | |||
Es konnten Pollen von Pflanzen nachgewiesen werden, die die dauernde Anwesenheit von Menschen benötigen. Sie stammen aus der Zeit um das Jahr 500 vor Christus. Möglich wäre, dass um diese Zeit [[Kelten|keltische]] [[Ambisonten]] im Naßfeld siedelten. Einen nachweislichen Aufschwung einer bereits bestehenden [[Almwirtschaft]] am Naßfelder Almboden lässt sich für die Zeit um 150 vor Christus belegen. Nach einem offenbaren Siedlungsrückgang im ersten Jahrtausend nach Christus begann ein neuerlicher Aufschwung um [[900]]. Ursache dafür war eine einsetzende Wärmezeit, die bis etwa [[1200]]/[[1250]] anhielt. Siedler dürften [[Bajuwaren]] und altslowenische Bauern gewesen sein. Die nachfolgende "kleine Eiszeit" verlief ab etwa [[1300]] mäßig, dann ab etwa [[1600]] sehr stark und hielt bis um [[1800]] an. Während dieser "kleinen Eiszeit" hielt sich der [[Wacholder]] erstaunlicher Weise im Naßfeld sehr gut und das bis heute. | |||
== Bilder == | |||
{{Bildkat}} | |||
== Quellen == | |||
* SALZBURGWIKI Beiträge | |||
{{Quelle AMap}} | |||
* [[Über 1000 Jahre Gastein - Gasteiner Mosaiksteine 2]] | |||
* [[Benutzer:TriQ]] | |||
* [http://www.austrianmap.at/amap/index.php?setTo=1%7E375653%7E352661%7E382570%7E350036%7E%40379241%7C351100%7E0%7ELAM_ETRS89%7E1307%7E496 AMap] | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references/> | |||
[[Kategorie:Pongau]] | |||
[[Kategorie:Gasteinertal]] | |||
[[Kategorie:Bad Gastein]] | |||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Geografie]] | ||
[[Kategorie:Landschaft]] | |||
[[Kategorie:Tal]] | [[Kategorie:Tal]] | ||
[[Kategorie: | |||
[[Kategorie:Ostalpen]] | |||
[[Kategorie:Zentralalpen]] | [[Kategorie:Zentralalpen]] | ||
[[Kategorie:Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Tourismus]] | ||
[[Kategorie:Wintersport]] | |||