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Medizinalrat Dr. med. '''Leopold Kohr''' (* [[22. Jänner]] [[1874]] in Mestez-Hermanau, Kreis Chrudim (Böhmen); † 28. Dezember [[1949]]) war bis 1938 Gemeindearzt in [[Oberndorf bei Salzburg]].
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Medizinalrat Dr. med. '''Leopold Kohr''' (* [[22. Jänner]] [[1874]] in Mestez-Hermanau, Kreis Chrudim, [[Böhmen]]; † [[28. Dezember]] [[1949]]) war bis 1938 Gemeindearzt in [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorf]] im [[Flachgau]].
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Der promovierte Arzt, Sohn einer jüdischen Oberlehrerfamilie, kam Anfang des 20. Jahrhunderts, wohl auf Grund seiner Bekanntschaft zu [[Ignaz Glaser]] nach Oberndorf. Nachdem er zum Katholizismus konvertiert war, heiratete er dort 1905 die [[Gustav Müller|Apothekerstochter]] Romana Müller, die ihm sieben Kinder schenkte, darunter den Philosophen [[Leopold Kohr]] und den Arzt [[Friedrich Kohr]].
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Der promovierte Arzt, Sohn einer jüdischen Oberlehrerfamilie, kam Anfang des [[20. Jahrhundert]]s, wohl auf Grund seiner Bekanntschaft zu [[Ignaz Glaser]] nach Oberndorf. Nachdem er zum Katholizismus konvertiert war, heiratete er dort [[1905]] die [[Gustav Müller|Apothekerstochter]] Romana Müller, die ihm sieben Kinder schenkte, darunter den Philosophen [[Leopold Kohr]] und den Arzt [[Friedrich Kohr]].
    
{{PAGENAME}} war vom im Jahr 1938 von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] erlassenen Berufsverbot für jüdische Ärzte betroffen, verlor durch diese Entrechtung seine berufliche Existenz und war aus diesem Grund - und auch um sein Leben zu schützen - zur Emigration gezwungen.
 
{{PAGENAME}} war vom im Jahr 1938 von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] erlassenen Berufsverbot für jüdische Ärzte betroffen, verlor durch diese Entrechtung seine berufliche Existenz und war aus diesem Grund - und auch um sein Leben zu schützen - zur Emigration gezwungen.
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Einer Inhaftierung entging er wohl nicht zuletzt deshalb, weil er während des [[Putsch von Lamprechtshausen|Juliputsches]] 1934 in Lamprechtshausen - ungeachtet der Parteizugehörigkeit - auch verwundete Nationalsozialisten behandelt hatte.  
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Einer Inhaftierung entging er wohl nicht zuletzt deshalb, weil er während des [[Putsch von Lamprechtshausen|Juliputsches]] 1934 in [[Lamprechtshausen]] - ungeachtet der Parteizugehörigkeit - auch verwundete Nationalsozialisten behandelt hatte.  
    
Nach dem Krieg kehrte Dr. {{PAGENAME}} sehr bald nach Österreich zurück und kümmerte sich um den Aufbau des [[Krankenhaus Oberndorf|Oberndorfer Krankenhauses]].
 
Nach dem Krieg kehrte Dr. {{PAGENAME}} sehr bald nach Österreich zurück und kümmerte sich um den Aufbau des [[Krankenhaus Oberndorf|Oberndorfer Krankenhauses]].
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Am 28. Jänner 1950 wurde ihm für seine Verdienste posthum die Ehrenbürgerwürde der Marktgemeinde [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorf]] verliehen.
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Am [[28. Jänner]] [[1950]] wurde ihm für seine Verdienste posthum die [[Ehrenbürger der Stadt Oberndorf bei Salzburg|Ehrenbürgerwürde]] der Marktgemeinde Oberndorf  verliehen.
    
==Literatur==
 
==Literatur==
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==Quellen==
 
==Quellen==
* Lepperdinger, Dr. Friedrich: Oberndorf und seine Bürger. Eine soziologische Studie. Oberndorf 2012.
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* [[Friedrich Lepperdinger|Lepperdinger, Friedrich]]: ''Oberndorf und seine Bürger. Eine soziologische Studie.'' Oberndorf 2012.
    
{{SORTIERUNG: Kohr, Leopold (Arzt)}}
 
{{SORTIERUNG: Kohr, Leopold (Arzt)}}