Betteln: Unterschied zwischen den Versionen
Hauptartikel Bettler in Salzburg eingeführt |
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Im [[Bundesland Salzburg]] geht die Namensgebung der [[Pongau]er Gemeinde [[Sankt Martin am Tennengebirge]] auf den hl. Martin zurück, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. In der [[Filialkirche zum hl. Martin in Pfongau]] in der [[Flachgau]]er Stadt [[Neumarkt am Wallersee]] schuf [[Johann Scheidl]] eindrucksvoll diese Bettlerszene. | Im [[Bundesland Salzburg]] geht die Namensgebung der [[Pongau]]er Gemeinde [[Sankt Martin am Tennengebirge]] auf den hl. Martin zurück, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. In der [[Filialkirche zum hl. Martin in Pfongau]] in der [[Flachgau]]er Stadt [[Neumarkt am Wallersee]] schuf [[Johann Scheidl]] eindrucksvoll diese Bettlerszene. | ||
Ab dem [[Mittelalter]] waren Bettler in [[Hexenprozess]]es oft Anklagte. So finden sich u.a. Berichte über Bettler, die im Zusammenhang mit Zauberei gefoltert wurden, in den Geschichtsbüchern des [[Lungau]er [[Schloss Moosham|Schlosses Moosham]]. Auch in den der [[Pest]] waren Bettler oft Leidtragende, wurden sie doch manchmal nicht mehr in Dörfer und Städte gelassen. | Ab dem [[Mittelalter]] waren Bettler in [[Hexenprozess]]es oft Anklagte. So finden sich u.a. Berichte über Bettler, die im Zusammenhang mit Zauberei gefoltert wurden, in den Geschichtsbüchern des [[Lungau]]er [[Schloss Moosham|Schlosses Moosham]]. Auch in den der [[Pest]] waren Bettler oft Leidtragende, wurden sie doch manchmal nicht mehr in Dörfer und Städte gelassen. | ||
Wer früher in einer Gemeinde einen ununterbrochenen Aufenthalt von zehn Jahren erreichte, erwarb das Heimatrecht ([[1820]] – [[1938]], einige Male novelliert) und damit den Anspruch auf das Armenhaus bzw. die [[Einliegerwesen|Einlage]]. Wer kein Heimatrecht erwerben konnte, weil man in manchen Gemeinden dem [[Dienstboten]] vor Ablauf der Zehnjahresfrist keine Arbeit mehr gab und sich dieser in einer anderen Gemeinde verdingen musste, endete oftmals als Bettler, wenn er arbeitsunfähig geworden war. | Wer früher in einer Gemeinde einen ununterbrochenen Aufenthalt von zehn Jahren erreichte, erwarb das Heimatrecht ([[1820]] – [[1938]], einige Male novelliert) und damit den Anspruch auf das Armenhaus bzw. die [[Einliegerwesen|Einlage]]. Wer kein Heimatrecht erwerben konnte, weil man in manchen Gemeinden dem [[Dienstboten]] vor Ablauf der Zehnjahresfrist keine Arbeit mehr gab und sich dieser in einer anderen Gemeinde verdingen musste, endete oftmals als Bettler, wenn er arbeitsunfähig geworden war. | ||
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Der [[Gasthof zum Noisternig]] trug im [[19. Jahrhundert]] den Namen ''„Bettelmanns Umkehr“''. Dieser etwas seltsame Name rührt von einem damals dort angebrachten und von Kontrollorganen bewachten Zollschranken her, vor dem Bettler und Walzbrüder umkehren mussten. | Der [[Gasthof zum Noisternig]] trug im [[19. Jahrhundert]] den Namen ''„Bettelmanns Umkehr“''. Dieser etwas seltsame Name rührt von einem damals dort angebrachten und von Kontrollorganen bewachten Zollschranken her, vor dem Bettler und Walzbrüder umkehren mussten. | ||
In der [[Rochuskaserne]] in [[Maxglan]] wurden Bettler, Unterstandslose und Kleinkriminelle eingesperrt und mussten sich ihre Verpflegung selbst erarbeiten. | In der [[Rochuskaserne]] in [[Maxglan]] wurden Bettler, Unterstandslose und Kleinkriminelle eingesperrt und mussten sich ihre Verpflegung selbst erarbeiten. | ||
== Sagen, Beispiele und Vorkommnisse == | == Sagen, Beispiele und Vorkommnisse == | ||