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| | [[Franz Wallack]], der Erbauer der Straße, erkannte schon bald die Vorteile mechanisierter Schneeräumung und konstruierte ein Arbeitsgerät, eine Kombination aus Schneefräse und Pflug. Seit [[1953]] räumen jedes Jahr im April diese Rotationspflüge - ''System Wallack'' - und zwölf Arbeiter der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG|GROHAG]] in zirka 14 bis 21 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen. | | [[Franz Wallack]], der Erbauer der Straße, erkannte schon bald die Vorteile mechanisierter Schneeräumung und konstruierte ein Arbeitsgerät, eine Kombination aus Schneefräse und Pflug. Seit [[1953]] räumen jedes Jahr im April diese Rotationspflüge - ''System Wallack'' - und zwölf Arbeiter der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG|GROHAG]] in zirka 14 bis 21 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen. |
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| − | Diese gewaltigen Maschinen, die je drei Dieselmotoren aufweisen, schleudern jeweils 9&nbs000 Kubikmeter Schnee pro Stunde weg. Dabei sich die "''Ander''", "''Oskar''" oder der "''Eisbändiger''" Schicht um Schicht von der Schneeoberfläche bis zur Fahrbahndecke hinunter. Mitunter braucht es bis zu zehn Fahrten, um den Schnee zu beseitigen. Ortskundige Helfer signalisieren den Rotationspflug-Fahrern den anfangs ja nicht sichtbaren Fahrbahnverlauf. | + | Diese gewaltigen Maschinen, die je drei Dieselmotoren aufweisen, schleudern jeweils 9 000 Kubikmeter Schnee pro Stunde weg. Dabei sich die "''Ander''", "''Oskar''" oder der "''Eisbändiger''" Schicht um Schicht von der Schneeoberfläche bis zur Fahrbahndecke hinunter. Mitunter braucht es bis zu zehn Fahrten, um den Schnee zu beseitigen. Ortskundige Helfer signalisieren den Rotationspflug-Fahrern den anfangs ja nicht sichtbaren Fahrbahnverlauf. |
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| | Der Einsatz dieser weltweit patentierten ''Wallack-Rotationspflüge'' verlängerte die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es [[1937]] nur 132 Tage, konnte man [[1963]] sogar an 276 Tage die Glocknerstraße besuchen. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist die Großglockner Hochalpenstraße üblicherweise geöffnet. | | Der Einsatz dieser weltweit patentierten ''Wallack-Rotationspflüge'' verlängerte die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es [[1937]] nur 132 Tage, konnte man [[1963]] sogar an 276 Tage die Glocknerstraße besuchen. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist die Großglockner Hochalpenstraße üblicherweise geöffnet. |
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| | Seit Mitte der [[1990er]] Jahre übernehmen Pistenraupen das Abtragen der lockeren oberen Schneeschicht, die bis dahin immer noch händisch abgetragen werden musste. | | Seit Mitte der [[1990er]] Jahre übernehmen Pistenraupen das Abtragen der lockeren oberen Schneeschicht, die bis dahin immer noch händisch abgetragen werden musste. |
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| − | Mit 800 000 Kubikmeter Schnee, was einem Eisenbahnlastzug von 250 km Länge entspräche, hält das Frühjahr [[1975]] den Rekord. In diesem Jahr gab es "Schneeschluchten" von 21 Metern (Niveau Schneedecke-Obergrenze zu Straßenbelag). | + | Mit 800 000 Kubikmeter Schnee, was einem Eisenbahnlastzug von 250 km Länge entspräche, hält das Frühjahr [[1975]] den Rekord. In diesem Jahr gab es "Schneeschluchten" von 21 Metern (Niveau Schneedecke-Obergrenze zu Straßenbelag). |
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| | == Leistungsvergleich 2011 == | | == Leistungsvergleich 2011 == |