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Platz für die vier Faschingsfotos = Fasching 1878 1 bis Fasching 1878 4 ~~~~
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''Es war schon als Mädchen immer eine L[i]eblingsidee von mir, einmal in der schönen reichen Tracht alter Salzburgerinnen / zu erscheinen, und du selbst hast manchmal gesagt, daß es eine ganz interessante Maske wäre. // Noch kann ich dir sagen, daß Fr. v. Mertens sich bei mir anziehen würde. Selbstverständlich wird nichts zerschnitten und überhaupt werden wir sorglichst auf Alles Acht geben. O, liebe Großmutter, wenn du uns eine schreckliche Freude machen willst so leihe mir die Sachen. Ich weiß, daß ich dir damit Mühe mache, aber ich weiß auch aus der Zeit, wo ich bei dir war, daß du mich lieb genug hast, mir eine Freude zu verschaffen. Ich bitte dich, schicke mir so bald als möglich die Sachen, denn wir haben doch Einiges zu richten, und meine liebe Tochter läßt uns nicht viel freie Zeit. Sonst geht es uns sehr gut, Franzi ist schon ganz abgestillt, hat / drei Zähne und ist schon sehr lieb. Das Abstillen ist sehr gut hinüber gegangen, und mir geht es sehr gut, sonst würde ich nicht solche Ideen haben. Wenn noch mein Bauernmieder da ist, welches ich als Kellnerin hatte, so lege es bei, da Maria Spängler als Bauernmädchen geht. Auch bitte ich um'' [deinen] ''feinen gelben Beutel, aus einem seidenen Strumpf gemacht, der immer in deinem großen Kasten hängt. // Verzeihe die Bitte und gewähre sie, es thäte uns gar so sehr freuen, und ich ruinire gewiß nichts. // Es ku[ü]ßt dich deine maskennarrische Enkelin.''
 
''Es war schon als Mädchen immer eine L[i]eblingsidee von mir, einmal in der schönen reichen Tracht alter Salzburgerinnen / zu erscheinen, und du selbst hast manchmal gesagt, daß es eine ganz interessante Maske wäre. // Noch kann ich dir sagen, daß Fr. v. Mertens sich bei mir anziehen würde. Selbstverständlich wird nichts zerschnitten und überhaupt werden wir sorglichst auf Alles Acht geben. O, liebe Großmutter, wenn du uns eine schreckliche Freude machen willst so leihe mir die Sachen. Ich weiß, daß ich dir damit Mühe mache, aber ich weiß auch aus der Zeit, wo ich bei dir war, daß du mich lieb genug hast, mir eine Freude zu verschaffen. Ich bitte dich, schicke mir so bald als möglich die Sachen, denn wir haben doch Einiges zu richten, und meine liebe Tochter läßt uns nicht viel freie Zeit. Sonst geht es uns sehr gut, Franzi ist schon ganz abgestillt, hat / drei Zähne und ist schon sehr lieb. Das Abstillen ist sehr gut hinüber gegangen, und mir geht es sehr gut, sonst würde ich nicht solche Ideen haben. Wenn noch mein Bauernmieder da ist, welches ich als Kellnerin hatte, so lege es bei, da Maria Spängler als Bauernmädchen geht. Auch bitte ich um'' [deinen] ''feinen gelben Beutel, aus einem seidenen Strumpf gemacht, der immer in deinem großen Kasten hängt. // Verzeihe die Bitte und gewähre sie, es thäte uns gar so sehr freuen, und ich ruinire gewiß nichts. // Es ku[ü]ßt dich deine maskennarrische Enkelin.''
 
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==== Fotos ====, Personen von links: Camilla Mertens, weißes Kleid, datierbar 1846; Goldhaube wohl vor 1837. - Fanni: grünes Kleid, offenbar datierbar vor 1837, Pelzhaube ebenso vor 1837. - Marie Spängler [sitzend]: weißes Kleid, offenbar datierbar 1837. - Gabriele Egghofer: blau-braun gestreiftes Kleid, Schürze.
    
==== Brief vom 6. März 1878 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====
 
==== Brief vom 6. März 1878 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz II. Xaver Gregor Spängler in Wien ====