Monopis laevigella: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:E-MK-17546a.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1987.06.07]]
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'''Monopis laevigella''' (''Tinea laevigella'' [Denis & Schiffermüller], 1775) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Tineidae]].
'''Monopis laevigella''' (''Tinea laevigella'' [Denis & Schiffermüller], 1775: 139) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Tineidae]] (echte Motten).


Volkstümlicher Name: Fellmotte
== Volkstümlicher Name ==
Fellmotte
 
==Diagnose==
Äußerlich sehr ähnlich ist ''[[Monopis weaverella]]'' (Scott, 1858), die aber ein deutliches weißliches Fleckchen am Analwinkel des Vorderflügels aufweist, während bei ''M. laevigella'' an dieser Stelle nur die Fransen weißlich aufgehellt sind. ''[[Monopis burmanni]]'' Petersen, 1979, die an dieser Stelle ebenfalls oft ein weißliches Fleckchen aufweist ist zudem meist mehr schokoladebraun und weniger deutlich marmoriert. Habituell nicht unterscheidbar sind die erst jüngst beschriebenen Arten ''Monopis neglecta'' Šumpich & Liška, 2011 und ''Monopis jussi'' Kaila, Mutanen, Huemer, Karsholt & Autto, 2020, die selbst durch anatomische Untersuchung nur schwer von ''M. laevigella'' unterscheidbar sind, im DNA-Barcode aber deutliche Abweichungen zeigen. Die beiden letztgenannten Arten sind in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aber noch nicht gefunden worden.


==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
''M. laevigella'', die Fellmotte, ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Vertreter der [[Tineidae]] in Salzburg. Aus allen Zonen des Landes liegen bereits Nachweise vor (Kurz et al. 2010b, Embacher et al. 2011). Auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung überspannt mit 420 - 1450 m einen durchaus beachtlichen Bereich ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2011). Weniger gut dokumentiert ist allerdings der natürliche Lebensraum der Art. Die Art kommt an Waldrändern und in Gebüschen vor, wird meist aber auch in Wohnräumen gefunden. Unklar ist auch die Generationsfolge. So liegen Nachweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von Mai bis August (vermutlich nur eine Generation), in einem Fall aber auch aus dem Oktober vor (im Wohnraum, siehe [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2011).
''M. laevigella'', die Fellmotte, ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Vertreter der [[Tineidae]] in Salzburg. Aus allen Zonen des Landes liegen bereits Nachweise vor (Kurz et al. 2010b, Embacher et al. 2024). Auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung überspannt mit 390 bis 1&nbsp;500 [[m ü. A.]] (mit einem Einzelfund bei 1&nbsp;900 m ü. A.) einen sehr weiten Bereich ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024). Weniger gut dokumentiert ist allerdings der natürliche Lebensraum der Art. Die Art kommt an [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern und in Gebüschen, in gehölzassoziierten Kraut- und Hochstaudenfluren vor, wird meist aber auch in Wohnräumen und in Gärten gefunden. Unklar ist auch die Generationsfolge. So liegen Nachweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von Mai bis August (vermutlich nur eine Generation), in einem Fall aber auch aus dem Oktober vor (im Wohnraum, siehe [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024).
 
==Nachbarfaunen==
Auch in den Nachbarfaunen ist ''M. laevigella'' eine überall verbreitete Art. Huemer (2013) meldet sie aus allen österreichischen Bundesländern, Klimesch (1990) aus allen Landesteilen von Oberösterreich und Halsberger & Segerer (2016) aus allen vier Naturräumen von [[Bayern]].
 
==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==
Über die Lebensweise der Art in Salzburg ist bisher nichts bekannt. Hannemann (1977) gibt die Raupen der Art primär aus Vogelnestern, Fuchsbauten, von Gewöllen und Aas an, sekundär sollen sie aber auch an tierischen Substraten leben, wie Wolle, Pelze, Federn und dergleichen. Auf Grund ihrer weiten Verbreitung im Land ist ''M. laevigella'' ungefährdet.
Über die Lebensweise der Art in Salzburg ist bisher kaum etwas bekannt. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in der ersten Nachthälfte zwischen 21 und 23 Uhr MEZ (fünf Datensätze nach Kurz & Kurz 2024). Hannemann (1977) gibt die Raupen der Art primär aus Vogelnestern, Fuchsbauten, von Gewöllen und Aas an (siehe auch Gaedike 2019), sekundär sollen sie aber auch an tierischen Substraten leben, wie Wolle, Pelze, Federn und dergleichen. Auf Grund ihrer weiten Verbreitung im Land ist ''M. laevigella'' ungefährdet (Einstufung LC nach Embacher et al. 2024).
 
==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==
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{{NKIS | taxonid=1068}}
[[Salzburgwiki:Projekt_Fauna_und_Flora|Projekt:  Fauna und Flora von Salzburg]]
{{Fauna und Flora Projekt}}
==Quellen==
==Quellen==
*Embacher, G., P. Gros, M.E. Kurz, M.A.Kurz & C. Zeller-Lukashort 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). In Vorbereitung
*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). - In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Gaedike, R. 2019. Tineidae II (Myrmecozelinae, Perissomasticinae, Tineinae, Hieroxestinae, Teichobiinae and Stathmopolitinae). In: Karsholt, O., Mutanen, M. & M. Nuss (2019): Microlepidoptera of Europe 9, Leiden, Boston (Brill): I-XXIII, 1-248.
*Hannemann, H.-J. 1977. Kleinschmetterlinge oder Microlepidoptera III. Federmotten (Pterophoridae) Gespinstmotten (Yponomeutidae) Echte Motten (Tineidae). In: Dahl, F. 1925. Die Tierwelt Deutschlands. 63. Teil. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 275 pp., 17 Taf.
*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Klimesch, J. 1990. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 6. Microlepidoptera I. Ent. Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1–332.
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
*Kurz, M. A., M. E. Kurz & G. Embacher 2010b. Die Tineidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Beiträge zur Entomofaunistik, 11: 3-8.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 4 April 2011].
*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]] &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.11.09].
 
== Einzelnachweis ==
<references/>
 
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Fauna]]
[[Kategorie:Insekt]]
[[Kategorie:Insekt]]
[[Kategorie:Schmetterling]]
[[Kategorie:Schmetterling]]
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]
[[Kategorie:Kleinschmetterling]]