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== Ausbruch der Bauernaufstände 1525 ==
 
== Ausbruch der Bauernaufstände 1525 ==
Eustachius von Heiterwang, ein Tiroler Priester, benannt nach seinem Geburtsort nahe Reutte, war von der Tiroler Regierung wegen dessen evangelischer Gesinnung dem Salzburger Fürsterzbischof überstellt worden. Lang verurteilte Eustachius zu lebenslanger Kerkerhaft im [[Schloss Mittersill]] im [[Oberpinzgau]]. Auf seinem Transport dorthin wurde er aber in [[Schellenberg]] nächst [[Grödig]] von mutigen Männern befreit. Es konnte wohl nicht alle an der Befreiungsaktion beteiligte Personen ausgeforscht werden, aber zwei wurden festgenommen: Der Bauer Hans Stöckl aus [[Bramberg]] und eine namentlich nicht bekannte Person. Ohne über sie Gericht zu halten, ließ Lang die beiden am Fuß des [[Festungsberg]]es unterhalb des inneren [[Schartentor]]s in [[Nonntal]] hinrichten. Diese außergerichtliche Strafmaßnahme verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Fürsterzbistum. Der Bruder des enthaupteten Stöckl wurde zu einem der Anführer der Aufständischen.  
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Eustachius von Heiterwang, ein Tiroler Priester, benannt nach seinem Geburtsort nahe Reutte, war von der Tiroler Regierung wegen dessen evangelischer Gesinnung dem Salzburger Fürsterzbischof überstellt worden. Lang verurteilte Eustachius zu lebenslanger Kerkerhaft im [[Schloss Mittersill]] im [[Oberpinzgau]]. Auf seinem Transport dorthin am [[8. Mai]] 1525 wurde er aber in [[Schellenberg]] nächst [[Grödig]] von mutigen Männern befreit. Es konnte wohl nicht alle an der Befreiungsaktion beteiligte Personen ausgeforscht werden, aber zwei wurden festgenommen: Der Bauer [[Matthias Stöckl]] aus [[Bramberg]] und eine namentlich nicht bekannte Person. Ohne über sie Gericht zu halten, ließ Lang die beiden am Fuß des [[Festungsberg]]es unterhalb des inneren [[Schartentor]]s in [[Nonntal]] hinrichten. Diese außergerichtliche Strafmaßnahme verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Fürsterzbistum. Der Bruder des enthaupteten Stöckl wurde zu einem der Anführer der Aufständischen.  
    
Die [[Gewerke]]n (Bergbauunternehmer) von [[Bad Gastein|Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Lage gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt.  Am [[25. Mai]] 1525 kamen im [[Gasteinertal]] Vertreter der Knappen und Gewerken  zu einem Treffen zusammen, bei dem sie über einen Aufstand gegen ihren Landesherrn, den Fürsterzbischof Kardinal Lang, berieten. Ende Mai bildete sich auch in [[Zell am See]] eine Gruppe unzufriedener Bauern. In 14 Artikeln formulierten sie ihre Forderungen. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft, jedoch die Beibehaltung des Respektes vor der von Gott eingesetzten Obrigkeit und auch die Beibehaltung des Zehents, jedoch ohne eine Erhöhung derselben. Die Bauern forderten außerdem die Allmende wieder - Gemeinschaftsbesitz abseits der parzellierten, in Fluren aufgeteilten landwirtschaftlichen Nutzfläche-  und ein freies Jagd- und Fischrecht.  
 
Die [[Gewerke]]n (Bergbauunternehmer) von [[Bad Gastein|Gastein]] und [[Rauris]], die durch eine umfassende Waldordnung und andere restriktive Gesetze des Kardinals ihre wirtschaftliche Lage gefährdet sahen, hatten sich an die Spitze der Bewegung gestellt.  Am [[25. Mai]] 1525 kamen im [[Gasteinertal]] Vertreter der Knappen und Gewerken  zu einem Treffen zusammen, bei dem sie über einen Aufstand gegen ihren Landesherrn, den Fürsterzbischof Kardinal Lang, berieten. Ende Mai bildete sich auch in [[Zell am See]] eine Gruppe unzufriedener Bauern. In 14 Artikeln formulierten sie ihre Forderungen. Die Hauptforderungen der Aufständischen galten der freien Predigt des Evangeliums, der freien Pfarrerwahl und der Abschaffung der Leibeigenschaft, jedoch die Beibehaltung des Respektes vor der von Gott eingesetzten Obrigkeit und auch die Beibehaltung des Zehents, jedoch ohne eine Erhöhung derselben. Die Bauern forderten außerdem die Allmende wieder - Gemeinschaftsbesitz abseits der parzellierten, in Fluren aufgeteilten landwirtschaftlichen Nutzfläche-  und ein freies Jagd- und Fischrecht.