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'''Matthäus Mauracher I.''', eigentlich Ma''thia''s (* [[20. Juli]] [[1818]] Zell am Ziller, † [[7. August]] [[1884]] Salzburg), war ein Orgelbauer aus der bedeutenden [[Zillertal]]er Künstler-, Bildhauer- und Orgelbauerfamilie [[Mauracher]].
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'''Matthäus Mauracher I.''', eigentlich Ma''thia''s (* [[20. Juli]] [[1818]] in [[Zell am Ziller]];<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1622491654421_55 TB 5 (Taufbuch Zell am Ziller 1813–1853), S. 75.]</ref> † [[7. August]] [[1884]] in  [[Aigen]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-aigen/STB3/?pg=171 STB3 (Sterbebuch Aigen 1852–1886), S. 168.]</ref>), war ein [[Orgelbauer]] aus der bedeutenden [[Zillertal]]er Künstler-, Bildhauer- und Orgelbauerfamilie [[Mauracher]].
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==Leben==
 
==Leben==
Matthäus folgte seinem Vater Mathias (I.) nach Graz, wo er nach dessen Tod die von diesem begonnene Orgel der Franziskanerkirche vollendete.
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Matthäus folgte seinem Vater [[Mathias Mauracher|Mathias]] (I.) nach Graz, wo er nach dessen Tod die von diesem begonnene Orgel der Franziskanerkirche vollendete, und bei dem er das Handwerk des [[Orgelbauer]]s erlernt hatte.
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Er wurde von dem [[Franziskanerorden|Franziskanerpater]] [[Peter Singer]], dem Erbauer des „Pansymphonikums“, nach Salzburg gebeten. 1861 verlegte er seinen Wohn- und Werkstattsitz nach Salzburg, wo der Betrieb im Gewerberegister am 6. Oktober 1863 eingetragen wurde. Von Pater Singer erhielt Mauracher eine gründliche musikalische Ausbildung.
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Bei Domchorvikar Johann Kliebenschädel<ref>Siehe: [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Kliebensch%C3%A4dl,_Johann_Joseph_%281811-%29], aufgerufen am 20. September 2015.</ref> nahm er [[1837]] und [[1838]] Unterricht im Generalbass und in der Harmonielehre. Begonnen hatte es seine solide Ausbildung als 18jähriger [[1836]] bei Pater [[Peter Singer]] in Bozen, ''bei welchem er seine musikalisch-theoretischen Studien machte''. Zeitlebens ''haben diese kongenialen Naturen in Freud und Leid sich eine feste Freundschaft gehalten, haben sich mancherlei ergänzt, maches zusammen erkämpft, errungen''.<ref>[[Salzburger Chronik]] Nr. 182 ([[1884]]), zitiert nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 192.</ref>
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Mauracher hatte sodann mit der Schaffung der neuen Orgel der „Studienkirche“ solchen Erfolg, dass ihm mehrfache Großaufträge, u.a. der Umbau der [[Salzburger Dom]]orgel und die Erneuerung der Bruckner-Orgel im Stift St. Florian, anvertraut wurden. Er machte auch die Bekanntschaft des Komponisten und Organisten Anton Bruckner, der ihn sehr schätzte.
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[[Franziskanerorden|Franziskanerpater]] Peter Singer, der Erbauer des [[Pansymphonikon]]s, lud ihn nach Salzburg ein. 1861 kaufte er den ''Bergerhof''<ref>[[Roman Schmeißner]]: ''Pfarrer Johann Ev. Hingsamer: "Übrigens hat sie alle Fehler einer schlechten Orgel."'' Aus dem Briefwechsel des [[Filialkirche zum hl. Johannes dem Täufer in Astätt|Astätter]] Pfarrers Hingsamer mit dem Dechant des Stifts Mattsee. In: ''Das Orgelforum'', Nr. 26, Wien 2021, S. 28–33; S. 29 und Anmerkung S. 33.</ref> am [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] und verlegte seine Werkstatt nach Salzburg (''Stein 42'').<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg, Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref> Am 6. Oktober 1863 wurde er als Orgelbauer ins Gewerberegister eingetragen.
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In seinem Betrieb wurde ab 1878 die von seinem ältesten Sohn Josef (*&nbsp;1845, †&nbsp;1907) verwendete Hängeventillade (Registerkanzellen mit hängenden Ventilen und horizontalem Hebelverschluss) verwendet. Etwa 120 Orgeln entstanden in dieser Generation, bevor das Unternehmen von den jüngeren Söhnen Hans (*&nbsp;1847, †&nbsp;1900) und [[Matthäus Mauracher II.|Matthäus&nbsp;II.]] (*&nbsp;1859, †&nbsp;1939) übernommen wurde.
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Mauracher hatte sodann mit der Schaffung der neuen Orgel der [[Kollegienkirche]] ("Studienkirche") solchen Erfolg, dass ihm mehrfache Großaufträge, u. a. der Umbau der [[Dom|Salzburger Domorgel]] und die Erneuerung der Bruckner-Orgel im Stift St. Florian, anvertraut wurden. Er machte auch die Bekanntschaft des Komponisten und Organisten Anton Bruckner, der ihn sehr schätzte.
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In seinem Betrieb wurde ab 1878 die von seinem ältesten Sohn [[Josef Mauracher (Orgelbauer)|Josef]] (*&nbsp;1845; †&nbsp;1907) verwendete Hängeventillade (Registerkanzellen mit hängenden Ventilen und horizontalem Hebelverschluss) verwendet. Etwa 120 Orgeln entstanden in dieser Generation, bevor das Unternehmen von den jüngeren Söhnen [[Hans Mauracher|Hans]] (*&nbsp;1847; †&nbsp;1900) und [[Matthäus Mauracher II.|Matthäus&nbsp;II.]] (*&nbsp;1859; †&nbsp;1939) übernommen wurde.
    
==Werke==
 
==Werke==
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* Wien: Lazaristenkirche, 1862
 
* Wien: Lazaristenkirche, 1862
 
* Salzburg:
 
* Salzburg:
** Hallein, 1865 (II/27)
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** [[Wallfahrtskirche Maria Kirchental|Kirchental]], 1858 (I/11)
** Kollegienkirche, 1866-68(III/32)
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** [[Pfarrkirche Faistenau#Orgel|Vikariatskirche Faistenau]], 1863 (I/6)
** Dom, 1880-83 (IV/70)
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** [[Gruber-Orgel|Gruber-Orgel Hallein]], 1864 (III/27)
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** [[Kollegienkirche#Orgel|Kollegienkirche]], 1866-68 (III/32)
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** [[Pfarrkirche zum hl. Cyriak|Pfarrwerfen]], 1869 (II/12)
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** [[Dom]], 1880-83 (IV/70)
 
* [[Steiermark]]: Admont, 1870-71 (III/42)
 
* [[Steiermark]]: Admont, 1870-71 (III/42)
 
* [[Kärnten]]: Klagenfurt, Dom, 1872(II/22)
 
* [[Kärnten]]: Klagenfurt, Dom, 1872(II/22)
 
* [[Oberösterreich]]:
 
* [[Oberösterreich]]:
 
** St. Florian, 1871-75 (Umgestaltung der Chrismann-Orgel; IV/78)
 
** St. Florian, 1871-75 (Umgestaltung der Chrismann-Orgel; IV/78)
** Kremsmünster, Stiftskirche, 1876-78 (IV/60)
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** [[Kremsmünster]], [[Benediktinerstift Kremsmünster|Stiftskirche]], 1876-78 (IV/60)
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== Literatur ==
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Siehe Artikel "[[Mauracher]]"
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== Quellen ==
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* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Mauracherstra%DFe&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen "Info zu 'Mauracherstraße'"] auf gis.stadt-salzburg.at
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* Reichling, Alfred und Matthias: ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Matthaeus.html]
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* M. Mauracher-Orgel von [[1890]] mit Harmonikastimme im ''Kleinen Michl'' (Hamburg): [http://www.walcker.at/orgelneubauten/5884%20HH%20%28Mauracher%29.pdf], aufgerufen am 20. September 2015.
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== Einzelnachweise ==
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<references />
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==Literatur==
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Siehe Artikel „[[Mauracher]]“
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==Quellen==
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* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Mauracherstra%DFe&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen „Info zu 'Mauracherstraße'“] auf gis.stadt-salzburg.at
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* Alfred und Matthias Reichling, ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Matthaeus.html]
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[[Kategorie:Person|Mauracher, Matthäus I.]]
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{{SORTIERUNG: Mauracher, Matthäus I.}}
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Mauracher, Matthäus I.]]
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[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Künstler|Mauracher, Matthäus I.]]
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Mauracher, Matthäus I.]]
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[[Kategorie:Person (Familie)]]
[[Kategorie:Unternehmer (historisch)|Mauracher, Matthäus I.]]
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[[Kategorie:Person (Kunst)]]
[[Kategorie:Zuagroaste|Mauracher, Mauracher, Matthäus I.]]
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[[Kategorie:Zuagroaste]]
[[Kategorie:aus anderen Bundesländern|Mauracher, Matthäus I.]]
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[[Kategorie:Handwerker]]
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[[Kategorie:Orgelbauer]]
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[[Kategorie:Geboren 1818]]
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[[Kategorie:Gestorben 1884]]