Roman Egger: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Roman Egger''' (* [[1974]]) wohnt in [[Bergheim]] und ist promovierter Kommunikationswissenschafter und seit 13 Jahren [[Professor]] am Studiengang ''Innovation und Management im Tourismus'' an der [[Fachhochschule Salzburg]]; an diesem Studiengang fungiert er auch als Fachbereichsleiter ''Research'' und Fachbereichsleiter für ''eTourism''.
'''Roman Egger''' (* [[1974]]) lehrt und forscht an der Modul Universität in [[Wien]].


== Egger zu ''Overtourism'' ==
== Leben ==
Roman Eggerwohnt in [[Bergheim]] und promovierte in den Kommunikationswissenschaften zum Thema eTourism ([[2004]]) und Soziologie zu Methoden der ''Data-Science'' in der Tourismussoziologie ([[2023]]). Er war 20 Jahre [[Professor]] am Studiengang "Innovation und Management im Tourismus" an der [[Fachhochschule Salzburg]]. An diesem Studiengang fungiert er auch als Fachbereichsleiter ''Research'' und Fachbereichsleiter für ''eTourism''. Aktuell ([[2025]]) lehrt und forscht Roman Egger an der Modul Universität in Wien. Seine Forschungsinteressen sind die Themen Digitalisierung, ''Data Science'', Künstliche Intelligenz und Forschungsmethoden im Tourismus.
 
== Egger zum Thema ''Overtourism'' ==
Er fordert, dass die Politik die ersten Anzeichen von Unmut der Wohnbevölkerung über den [[Fremdenverkehr]] sehr ernst nehmen sollte. Gut wäre, den Fremdenverkehr besser zu steuern und die Bevölkerung in entsprechende Entscheidungen auch besser einzubeziehen. In letzter Konsequenz seien aber auch Eintrittsgebühren bei bisherigen Gratis-Sehenswürdigkeiten, die überfüllt seien, legitim.  
Er fordert, dass die Politik die ersten Anzeichen von Unmut der Wohnbevölkerung über den [[Fremdenverkehr]] sehr ernst nehmen sollte. Gut wäre, den Fremdenverkehr besser zu steuern und die Bevölkerung in entsprechende Entscheidungen auch besser einzubeziehen. In letzter Konsequenz seien aber auch Eintrittsgebühren bei bisherigen Gratis-Sehenswürdigkeiten, die überfüllt seien, legitim.  


== Sollten notfalls Eintritt bei überfüllten Gratis-Indoor-Sehenswürdigkeiten verlangen ==
==== Sollten notfalls Eintritt bei überfüllten Gratis-Indoor-Sehenswürdigkeiten verlangen ====
Ein Interview von [[Stefan Veigl]] von den [[Salzburger Nachrichten]] mit Roman Egger:
Ein Interview [[2019]] von [[Stefan Veigl]] von den "[[Salzburger Nachrichten]]" mit Roman Egger:


:'''SN''': Wird die Stadt Salzburg bereits von zu viel Touristen besucht - oder ist die Schwelle zum [[Auswirkungen des Overtourism in der Stadt Salzburg|Overtourism]] ohnehin noch nicht überschritten?
:'''SN''': Wird die Stadt Salzburg bereits von zu viel Touristen besucht - oder ist die Schwelle zum [[Auswirkungen des Overtourism in der Stadt Salzburg|Overtourism]] ohnehin noch nicht überschritten?


'''Roman Egger''': ''Es gibt natürlich keine absolute Obergrenze an Nächtigungen oder Tagesgästen. Das einzige, was man festmachen könnte, wäre, das Gefühl der Bewohner zu untersuchen, wann die Schwelle überschritten ist. Aus meiner Sicht könnten wir sehr viel von Amsterdam, Dubrovnik, Barcelona und Venedig lernen. Denn die leiden alle unter ''Overtourism'' - und haben das latente Unwohlsein der Bevölkerung bereits übersehen. Schon 2017 ist das Thema weltweit aufgepoppt. Seit dem Zeitraum gibt es auch entsprechende Berichte aus diesen Städten. Denn für die Menschen wird sichtbar, wohin ''Overtourism'' führen kann. Da kommen natürlich Ängste auf. Daher gibt es auch die Bilder von Schmieraktionen aus Amsterdam wo es etwa heißt: "''Tourists, go home!''". Denn am Ende muss da ein Dreieck in Einklang gebracht werden: Die Lebensqualität der Bewohner; die ökonomischen Möglichkeiten der Tourismuswirtschaft und zum dritten die Erlebnisqualität der Besucher.
'''Roman Egger''': ''Es gibt natürlich keine absolute Obergrenze an Nächtigungen oder Tagesgästen. Das einzige, was man festmachen könnte, wäre, das Gefühl der Bewohner zu untersuchen, wann die Schwelle überschritten ist. Aus meiner Sicht könnten wir sehr viel von Amsterdam, Dubrovnik, Barcelona und Venedig lernen. Denn die leiden alle unter ''Overtourism'' - und haben das latente Unwohlsein der Bevölkerung bereits übersehen. Schon 2017 ist das Thema weltweit aufgepoppt. Seit dem Zeitraum gibt es auch entsprechende Berichte aus diesen Städten. Denn für die Menschen wird sichtbar, wohin ''Overtourism'' führen kann. Da kommen natürlich Ängste auf. Daher gibt es auch die Bilder von Schmieraktionen aus Amsterdam wo es etwa heißt: ''Tourists, go home!''. Denn am Ende muss da ein Dreieck in Einklang gebracht werden: Die Lebensqualität der Bewohner; die ökonomischen Möglichkeiten der Tourismuswirtschaft und zum dritten die Erlebnisqualität der Besucher.


:'''SN''':  Welche Folgen hat ''Overtourism'' konkret?
:'''SN''':  Welche Folgen hat ''Overtourism'' konkret?
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''Ich wünsche mir, dass wir den Balanceakt auf allen drei Ebenen - Lebensqualität der Bewohner, ökonomische Bedürfnisse der Wirtschaft und Erlebnisqualität für die Gäste - hinbekommen.
''Ich wünsche mir, dass wir den Balanceakt auf allen drei Ebenen - Lebensqualität der Bewohner, ökonomische Bedürfnisse der Wirtschaft und Erlebnisqualität für die Gäste - hinbekommen.


== Quelle ==
== Quellen ==
* [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/sollten-notfalls-eintritt-bei-ueberfuellten-gratis-indoor-sehenswuerdigkeiten-verlangen-78080056 22. Oktober 2019]
* "Salzburger Nachrichten" vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/sollten-notfalls-eintritt-bei-ueberfuellten-gratis-indoor-sehenswuerdigkeiten-verlangen-78080056 22. Oktober 2019]
* Ergänzungen durch Roman Egger (Jänner 2025)


{{SORTIERUNG: Egger, Roman}}
{{SORTIERUNG: Egger, Roman}}
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[[Kategorie:Person (Wissenschaft)]]
[[Kategorie:Person (Wissenschaft)]]
[[Kategorie:Person (Tourismus)]]
[[Kategorie:Person (Tourismus)]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Bildung]]
[[Kategorie:Universitätsprofessor]]
[[Kategorie:Universitätsprofessor]]
[[Kategorie:Flachgau]]
[[Kategorie:Bergheim]]
[[Kategorie:Geboren 1974]]