Seraphin Kobler

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Seraphin Kobler (* Raab im Innviertel 1770, † Salzburg 30. Jänner 1841) war Bierbrauer in Salzburg (Höllbräu).

Der Vater Valentin Kobler ist Brauer in Raab im Innviertel, Oberösterreich, um 1750; seine Frau heißt Theresia Schlager und stammt möglicherweise aus Bad Reichenhall in Bayern (bei der Hochzeit des Sohnes ist ein Zeuge Kajetan Schlager, bürgerlicher Bräuer in Reichenhall). Sie haben mehrere Kinder; ein Sohn Franz Seraphin (Serafin) ist 1770 in Raab geboren[1] und heiratet am 25. August 1794 in Salzburg die Franziska Anna Hofmann (* Salzburg 13. September 1762, † Salzburg 17. April 1837 „am Nervenfieber“; begraben auf dem Sebastiansfriedhof). Der Vater, Jakob Hofmann (* Salzburg 1719, † Salzburg 13. Jänner 1804) ist Lederermeister; er heiratet in Salzburg am 23. November 1761 Gertraud Track (auch: Maria Gertrudia / Gertrudis Drackin; * Salzburg 16. März 1739, Salzburg, † 22. Februar 1779). Deren Vater ist Johann Drack (oder Track bzw. bei der Hochzeit seiner Tochter „Johann Trakh, bürgerlicher Schmiedemeister“ in Salzburg), verheiratet mit Dorothea Haselbock (auch: Haselbökh).

Wie sein Vater ist Seraphin Kobler Brauer. 1794 wird er „angehender Höllbräuer“ und 1796 „bürgerlicher Bierbräuer in der Höll“ genannt. Ein Brunnen im Innenhof hat die Inschrift „ZK 1682“, am Portal steht „SK 1815“; das letztere Datum steht wohl für „Seraphin Kobler“ (1815 wurde die „Hölle“ renoviert). Er stirbt in Salzburg am 30. Jänner 1841 und wird auf St. Sebastian begraben. Nach dem verstorbenen Gatten seiner Frau, Franz de Paul Elixhauser (* 20. Januar 1764, † Salzburg 3. April 1793), übernimmt Seraphin Kobler in Salzburg die Brauerei und das Gasthaus „Zur Hölle“. Der Bierbrauer Franz Elixhauser hatte die Höllbräu (Radisson Altstadthotel) von seinem Vater, Johann Ambros Elixhauser (* 1737, † 28.3.1793), „Bierbräu am Stiegl“, übernommen, und beim Ehevertrag für die Hochzeit mit Franziska Hofmann am 13. Jänner 1792, also wenig mehr als ein Jahr vorher, war bestimmt worden, dass Gasthaus und Brauerei beim Tode eines Gatten dem Ehepartner überlassen bleiben sollte. Es gibt Erbstreitigkeiten mit den Geschwistern des Franz Elixhauser; doch vergeblich, die Hochzeit mit Kobler ist 1794, und Franziska bleibt Alleineigentümerin, das Braugewerbe übt der Ehegatte aus.

Von dem gemeinsamen Sohn der Franziska „Hofmannin“ (auch: Hostmannin) und Koblers, wie sein Vater Seraphin oder „Serafin Kobler junior“ (* Salzburg 14. Oktober 1795, † Salzburg 14. Mai 1842, begraben ebenfalls auf St. Sebastian) wissen wir wenig. Seine etwas jüngere Schwester Franziska Kobler oder „Fanny“ (* Salzburg 25. September 1796, † Salzburg 12. Juli 1886, also in hohem Alter, und begraben ebenfalls auf dem Sebastiansfriedhof im Familiengrab der Elixhauser), bleibt Besitzerin der „Hölle“ in der Judengasse 15 (bzw. 1837 „No. 67“) und trägt ein Leben lang als Respektsperson den Titel einer „Höllbräuin“ (auf dem Grab „gewesene Höllbräuerin“).

  1. Auf dem Grab steht „gest. am 30 Jänner 1841 im 71. Lebensjahre“