Tauernkraftwerke Kaprun: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 23. März 2009, 20:46 Uhr
Die Tauernkraftwerke Kaprun in den Hohen Tauern symbolisieren auch noch heute das moderne Österreich im Sinne des Wiederaufbaus Österreich nach der nationalen Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg. Sie wurden bis 1999 von der Tauernkraftwerke AG betrieben und gingen dann in den Besitz des Verbundes über.
Über 200.000 Besucher kommen jährlich nach Kaprun, um die Stauseen und Tauernkraftwerke zu besichtigen.
Allgemeines
Der Speicher Mooserboden wird durch die 107 m hohe und 494 m lange Moosersperre sowie durch die 112 m hohe und 357 m lange Drossensperre gestaut. Der Stausee liegt auf 2040 m Höhe. Der Speicher Wasserfallboden liegt auf 1670 m und wird durch die, 120 m hohe bzw. 357 m lange, Limbergsperre getragen.
Das Wasser, das in den Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden gespeichert wird, ist großteils Schmelzwasser vom Pasterzengletscher des Großglockners. Es wird in den Kraftwerken Oberstufe und Haupstufe mit einer Gesamtleistung von 333.000 Kilowatt, zur Stromerzeugung von rund 700 Millionen Kilowattstunden pro Jahr genutzt und ist dadurch ein wichtiger Energielieferant im Kraftwerkspark des Verbunds.
Ausstellungen
Der Ausflug zu den Stauseen rundet ein Besuch im Museum Erlebniswelt Strom & Eis am Mooserboden ab. Hier werden zwei Ausstellungen, Tauernstrom und Gletschereis, präsentiert. Die informativen Schau Tauernstrom bietet einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Tauernkraftwerks, von den ersten Ideen in den 1930er Jahren bis zur Fertigstellung in den 1950er Jahren.
Die, von Experten ausgearbeitete Ausstellung Gletschereis führt die Besucher in die Welt der Alpengletscher und berichtet über deren Geheimnisse.
Im Informationszentrum in Kaprun erfahren Interessierte alles Wissenswerte über die österreichische Elektrizitätswirtschaft und über das Zusammenspiel von Natur und Technik, am Beispiel der Kraftwerksgruppe Glockner-Kaprun. Von einer Galerie aus kann man den Betrieb in der Maschinenhalle des Kraftwerkes Kaprun-Hauptstufe vor Ort mitverfolgen.
Das Informationszentrum ist von Ende Jänner bis Mitte Dezember täglich von 8 bis 18 Uhr, bei freiem Eintritt, geöffnet.
Geschichte Speicherkraftwerke Kaprun
Die Tauernkraftwerke Kaprun wurden mit Mitteln des Marshall Plans erbaut. Am 16. Mai 1938 erfolgte von Hermann Göring[1] der Spatenstich im Beisein des Salzburger Erzbischofs Ignaz Rieder. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Bau fortwährend vorangetrieben, wodurch die Arbeiter im September 1944 mit dem erste Maschinensatz im Kraftwerk Kaprun-Hauptstufe und dem Hilfsspeicher am Stausee Wasserfallboden, den Betrieb aufnehmen konnten. 1946 war Leopold Müller-Salzburg Oberbauleiter.
1947 wurde der Bau des Großkraftwerkes wieder aufgenommen. 1951 war der Bau der 120 m hohe Gewölbemauer Limberg beendet worden, wodurch 1952 das Kraftwerk Kaprun-Hauptstufe eröffnet werden konnte. Mit dem Bau des Kraftwerkes Kaprun-Oberstufe wurde 1950 begonnen. Bis 1955 konnten die Mooser- und Drossensperre des Speichers Mooserboden, die beiden Sperren des Speichers Margaritze, das Oberstufenkraftwerk sowie der 12 km lange Möllüberleitungsstollen, fertiggestellt werden.
Weblinks
Fußnote
Quellen
- Website Oberpinzgau Salzburger Land
- Homepage Tauerntouristik
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