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Der '''Dom der Hll. Rupert und Virgil''' ist das zentrale kirchliche Gebäude der römisch-katholischen [[Erzdiözese Salzburg]] und damit Metropolitankirche der [[Salzburger Kirchenprovinz]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Er ist dem hl. [[Rupert von Worms|Rupert]] und dem hl. [[Virgil]] geweiht.
 
Der '''Dom der Hll. Rupert und Virgil''' ist das zentrale kirchliche Gebäude der römisch-katholischen [[Erzdiözese Salzburg]] und damit Metropolitankirche der [[Salzburger Kirchenprovinz]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Er ist dem hl. [[Rupert von Worms|Rupert]] und dem hl. [[Virgil]] geweiht.
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==Lage==
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== Lage ==
 
Der Dom befindet sich in der linksufrigen [[Altstadt]] von Salzburg, unterhalb der [[Festung Hohensalzburg]]. Er ist im Norden vom [[Residenzplatz]], im Süden vom [[Kapitelplatz]], im Osten von der [[Neue Residenz|neuen Residenz]] mit [[Glockenspiel]] und im Westen vom [[Domplatz]] umgeben. Durch die [[Dombögen]] ist er im Norden mit der [[Alte Residenz|alten Residenz]] und im Süden mit der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] verbunden.  
 
Der Dom befindet sich in der linksufrigen [[Altstadt]] von Salzburg, unterhalb der [[Festung Hohensalzburg]]. Er ist im Norden vom [[Residenzplatz]], im Süden vom [[Kapitelplatz]], im Osten von der [[Neue Residenz|neuen Residenz]] mit [[Glockenspiel]] und im Westen vom [[Domplatz]] umgeben. Durch die [[Dombögen]] ist er im Norden mit der [[Alte Residenz|alten Residenz]] und im Süden mit der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] verbunden.  
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==Geschichte==
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== Geschichte ==
 
Im Verlauf der Jahrhunderte gab es mehrere Vorläuferbauten des heutigen Doms.
 
Im Verlauf der Jahrhunderte gab es mehrere Vorläuferbauten des heutigen Doms.
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===Peterskirche===
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=== Peterskirche ===
 
Rupert von Worms ließ Anfang des [[8. Jahrhundert]]s die erste Kirche an jener Stelle errichten, an der sich der heutige Dom befindet. Es war die dem hl. Petrus geweihte ''Peterskirche'', die schon damals beachtliche Ausmaße hatte.
 
Rupert von Worms ließ Anfang des [[8. Jahrhundert]]s die erste Kirche an jener Stelle errichten, an der sich der heutige Dom befindet. Es war die dem hl. Petrus geweihte ''Peterskirche'', die schon damals beachtliche Ausmaße hatte.
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===Virgilianische Dom===
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=== Virgilianische Dom ===
 
Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes<ref>Erklärung ''Dom'', siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Dom_%28Geb%C3%A4ude%29 Wikipedia Dom]</ref>, der bereits als Dom konzipiert war, wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet und  gehörte mit seinen drei Kirchenschiffen zu den drei größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s: 66 Meter lang und 33 Meter breit, was einer Fläche von 2&nbsp;178 m² entspricht. Er war die erste Basilika<ref>ein Bautyp, siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_%28Bautyp%29 Wikipedia Basilika Bautyp]</ref> im ostfränkischen Reich. [[1139]] wurde er mit zwei hohen Kirchtürmen versehen. Anlässlich der Einweihung am [[24. September]] (dem wahrscheinlich richtigen Datum, andere Quellen berichten vom [[25. September]]) 774 ließ Virgil die Gebeine von Rupert von Worms aus der [[Stiftskirche zum hl. Petrus]] in den neuen Dom überführen.  
 
Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes<ref>Erklärung ''Dom'', siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Dom_%28Geb%C3%A4ude%29 Wikipedia Dom]</ref>, der bereits als Dom konzipiert war, wurde von [[767]] bis [[774]] unter Bischof Virgil errichtet und  gehörte mit seinen drei Kirchenschiffen zu den drei größten Kirchenbauten des [[8. Jahrhundert]]s: 66 Meter lang und 33 Meter breit, was einer Fläche von 2&nbsp;178 m² entspricht. Er war die erste Basilika<ref>ein Bautyp, siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_%28Bautyp%29 Wikipedia Basilika Bautyp]</ref> im ostfränkischen Reich. [[1139]] wurde er mit zwei hohen Kirchtürmen versehen. Anlässlich der Einweihung am [[24. September]] (dem wahrscheinlich richtigen Datum, andere Quellen berichten vom [[25. September]]) 774 ließ Virgil die Gebeine von Rupert von Worms aus der [[Stiftskirche zum hl. Petrus]] in den neuen Dom überführen.  
    
Allerdings war dieser erste Dom noch dem hl. Petrus geweiht, Rupert war nur Nebenpatron.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 3. Oktober 2009</ref> Doch schon [[845]] brannte dieser Bau nach Blitzschlag unter Erzbischof [[Liupram]] ab.  
 
Allerdings war dieser erste Dom noch dem hl. Petrus geweiht, Rupert war nur Nebenpatron.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 3. Oktober 2009</ref> Doch schon [[845]] brannte dieser Bau nach Blitzschlag unter Erzbischof [[Liupram]] ab.  
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===Hartwig-Dom===
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=== Hartwig-Dom ===
 
Unter Erzbischof [[Hartwig]] entstand wieder ein neuer Dom, auch ''Salzburger Münster'' genannt, der jedoch [[1167]] abermals zerstört wurde, diesmal von den [[Grafen von Plain]]<ref>siehe [[Konrad II. von Babenberg]]</ref>. Man vermutet, dass der romanische Löwe im Toreingang zum [[Langenhof]] in der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] noch von diesem Dom stammt. Der Neubau unter Hartwig betraf vor allem das Westwerk und den Priesterchor.
 
Unter Erzbischof [[Hartwig]] entstand wieder ein neuer Dom, auch ''Salzburger Münster'' genannt, der jedoch [[1167]] abermals zerstört wurde, diesmal von den [[Grafen von Plain]]<ref>siehe [[Konrad II. von Babenberg]]</ref>. Man vermutet, dass der romanische Löwe im Toreingang zum [[Langenhof]] in der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] noch von diesem Dom stammt. Der Neubau unter Hartwig betraf vor allem das Westwerk und den Priesterchor.
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===Konradinischer Dom===
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=== Konradinischer Dom ===
 
:''Hauptartikel: [[Konradinischer Dom]]''
 
:''Hauptartikel: [[Konradinischer Dom]]''
 
Auf den Resten es Hartwig-Doms wurde unter Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach]] [[1177]] der noch stattlichere Konradinische Dom errichtet, die damals mit 5&nbsp;200 qm größte Basilika nördlich der [[Alpen]]: 122 m Gesamtlänge, 48 m Langhausbreite und 57,5 m Querhauslänge;
 
Auf den Resten es Hartwig-Doms wurde unter Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach]] [[1177]] der noch stattlichere Konradinische Dom errichtet, die damals mit 5&nbsp;200 qm größte Basilika nördlich der [[Alpen]]: 122 m Gesamtlänge, 48 m Langhausbreite und 57,5 m Querhauslänge;
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===Neubaupläne des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich===
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=== Neubaupläne des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich ===
 
In der Nacht vom [[11. Dezember|11.]] auf [[12. Dezember]] [[1598]] brannten die Dachstühle des Domes ab. Der unglücklicherweise danach einsetzende mehrwöchige Dauerregen und anschließende Schneefälle durchnäßten die Gewölbe, sie stürtzten nach und nach ein und führten zum Totalschaden des Bauwerks. [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ließ die Ruine abreißen und begann die Planungen für einen riesigen Neubau. Um Platz zu schaffen wurden das [[Mittelalter|mittelalterliche]] Domkloster und Bürgerhäuser abgetragen sowie der [[Domfriedhof]] (heute [[Residenzplatz]]) aufgelassen. Dombaumeister [[Vincenzo Scamozzi]], den Wolf Dietrich [[1604]] engagierte, fertigte einen Plan an, den er dem Fürsterzbischof bis [[1606]]/[[1607]] lieferte und der im [[Salzburg Museum]] erhalten geblieben ist. Der Dom sollte nach Süden ausgerichtet, und durch Portale in der Nordfassade betreten werden können. Doch durch die Gefangennahme und Absetzung Wolf Dietrichs [[1612]] wurde der Bau zuerst gestoppt, dann die bereits begonnenen Fundamente eingeebnet und der von Wolf Dietrich [[1611]] gelegte Grundstein verworfen.
 
In der Nacht vom [[11. Dezember|11.]] auf [[12. Dezember]] [[1598]] brannten die Dachstühle des Domes ab. Der unglücklicherweise danach einsetzende mehrwöchige Dauerregen und anschließende Schneefälle durchnäßten die Gewölbe, sie stürtzten nach und nach ein und führten zum Totalschaden des Bauwerks. [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ließ die Ruine abreißen und begann die Planungen für einen riesigen Neubau. Um Platz zu schaffen wurden das [[Mittelalter|mittelalterliche]] Domkloster und Bürgerhäuser abgetragen sowie der [[Domfriedhof]] (heute [[Residenzplatz]]) aufgelassen. Dombaumeister [[Vincenzo Scamozzi]], den Wolf Dietrich [[1604]] engagierte, fertigte einen Plan an, den er dem Fürsterzbischof bis [[1606]]/[[1607]] lieferte und der im [[Salzburg Museum]] erhalten geblieben ist. Der Dom sollte nach Süden ausgerichtet, und durch Portale in der Nordfassade betreten werden können. Doch durch die Gefangennahme und Absetzung Wolf Dietrichs [[1612]] wurde der Bau zuerst gestoppt, dann die bereits begonnenen Fundamente eingeebnet und der von Wolf Dietrich [[1611]] gelegte Grundstein verworfen.
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===Der heutige Salzburger Dom===
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=== Der heutige Salzburger Dom ===
 
Sein Nachfolger, Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]], gab den Auftrag zur Errichtung eines kleineren, barocken Bauwerks. Dieser Dombau, der von Baumeister [[Santino Solari]] geplant und errichtet wurde, konnte am [[25. September]] [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden. Die Stadt feierte dabei eines der größten [[Domeinweihung 1628|Feste]], die es je in Salzburg gegeben hat  
 
Sein Nachfolger, Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]], gab den Auftrag zur Errichtung eines kleineren, barocken Bauwerks. Dieser Dombau, der von Baumeister [[Santino Solari]] geplant und errichtet wurde, konnte am [[25. September]] [[1628]] unter [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]] eingeweiht werden. Die Stadt feierte dabei eines der größten [[Domeinweihung 1628|Feste]], die es je in Salzburg gegeben hat  
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Beim ersten [[Bomben auf Salzburg|Luftangriff]] auf die Stadt Salzburg am [[16. Oktober]] [[1944]] stürzte die Kuppel des Domes ein. Möglicherweise nicht durch einen direkten Treffer, sondern durch die Druckwellen der in der Nähe im [[Kaiviertel]], insbesondere auf dem [[Papagenoplatz]], explodierenden Fliegerbomben.<br/>Am [[15. Juli]] [[1945]] begannen die Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten. Am [[26. Mai]] [[1949]] nahmen dann 35&nbsp;000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem, nach einem großen Festzug, das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen, und anschließend von Fürsterzbischof<ref>Rohracher trug als letzter noch den Titel ''Fürsterzbischof'', wenngleich die Erzbischöfe seit 1803 keine weltliche Macht mehr innehatten</ref> [[Andreas Rohracher]]s  gesegnet wurde. Nach nahezu 15-jähriger Wiederaufbauzeit fand am [[1. Mai]] [[1959]] der erste Gottesdienst, abgehalten von Erzbischof<ref>1951 legte Rohracher den Titel ''Fürsterzbischof'' ab und trug seit dann nur mehr den Titel ''Erzbischof''</ref> Rohracher, statt.
 
Beim ersten [[Bomben auf Salzburg|Luftangriff]] auf die Stadt Salzburg am [[16. Oktober]] [[1944]] stürzte die Kuppel des Domes ein. Möglicherweise nicht durch einen direkten Treffer, sondern durch die Druckwellen der in der Nähe im [[Kaiviertel]], insbesondere auf dem [[Papagenoplatz]], explodierenden Fliegerbomben.<br/>Am [[15. Juli]] [[1945]] begannen die Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten. Am [[26. Mai]] [[1949]] nahmen dann 35&nbsp;000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem, nach einem großen Festzug, das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen, und anschließend von Fürsterzbischof<ref>Rohracher trug als letzter noch den Titel ''Fürsterzbischof'', wenngleich die Erzbischöfe seit 1803 keine weltliche Macht mehr innehatten</ref> [[Andreas Rohracher]]s  gesegnet wurde. Nach nahezu 15-jähriger Wiederaufbauzeit fand am [[1. Mai]] [[1959]] der erste Gottesdienst, abgehalten von Erzbischof<ref>1951 legte Rohracher den Titel ''Fürsterzbischof'' ab und trug seit dann nur mehr den Titel ''Erzbischof''</ref> Rohracher, statt.
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===Renovierungen===
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=== Renovierungen ===
 
In den Jahren [[1897]] bis [[1901]] wurde der Dom renoviert<ref>Quelle  Buch [[Salzburger Fotografien 1880 - 1918]], Seite 22</ref>. Von [[1995]] bis [[1998]] kam es zu einer kompletten Außenrenovierung, die offensichtlich nicht fachgerecht durchgeführt worden war, denn es kam nach Beendigung der Arbeiten zu Folgeschäden. Haftungsfragen führten daraufhin zu jahrelangen Auseinandersetzungen mit den verantwortlichen Baufirmen.  
 
In den Jahren [[1897]] bis [[1901]] wurde der Dom renoviert<ref>Quelle  Buch [[Salzburger Fotografien 1880 - 1918]], Seite 22</ref>. Von [[1995]] bis [[1998]] kam es zu einer kompletten Außenrenovierung, die offensichtlich nicht fachgerecht durchgeführt worden war, denn es kam nach Beendigung der Arbeiten zu Folgeschäden. Haftungsfragen führten daraufhin zu jahrelangen Auseinandersetzungen mit den verantwortlichen Baufirmen.  
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==Die zehn Brände im Dom==
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== Die zehn Brände im Dom ==
 
:''Hauptartikel: [[Brände Salzburger Dom]]''
 
:''Hauptartikel: [[Brände Salzburger Dom]]''
    
Der erste Dom von Bischof [[Virgil]] stand kaum 70 Jahre, als [[845]] ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Das war der erste von bis heute zehn Bränden, wovon sich der letzte nach einem amerikanischen Bombentreffer am [[16. Oktober]] [[1944]] ereignete.
 
Der erste Dom von Bischof [[Virgil]] stand kaum 70 Jahre, als [[845]] ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Das war der erste von bis heute zehn Bränden, wovon sich der letzte nach einem amerikanischen Bombentreffer am [[16. Oktober]] [[1944]] ereignete.
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==Ausstattung==
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== Ausstattung ==
===Die Fassade===
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=== Die Fassade ===
 
[[Datei:Domfassade.jpg|thumb|Domfassade]]
 
[[Datei:Domfassade.jpg|thumb|Domfassade]]
 
Die prunkvolle Fassade an der Stirnseite des Doms nach Westen blickt auf den [[Domplatz]] und besteht aus hellen weißrosa [[Untersberger Marmor]]. Dieses Baumaterial hebt sich von dem dunklen graubraunen [[Nagelfluh]] (Konglomerat), aus dem der Bau äußerlich sonst besteht, deutlich unterscheidbar ab. Das programmatische Thema der Fassade ist, dass die Menschen durch ein demütiges Leben auf Erden nach den Lehren der Bibel durch Glaube, Liebe und Hoffnung nach dem Tode eine Auferstehung und das ewige Leben in den Himmel erfahren werden.
 
Die prunkvolle Fassade an der Stirnseite des Doms nach Westen blickt auf den [[Domplatz]] und besteht aus hellen weißrosa [[Untersberger Marmor]]. Dieses Baumaterial hebt sich von dem dunklen graubraunen [[Nagelfluh]] (Konglomerat), aus dem der Bau äußerlich sonst besteht, deutlich unterscheidbar ab. Das programmatische Thema der Fassade ist, dass die Menschen durch ein demütiges Leben auf Erden nach den Lehren der Bibel durch Glaube, Liebe und Hoffnung nach dem Tode eine Auferstehung und das ewige Leben in den Himmel erfahren werden.
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Die Skulpturen verkünden die Botschaften aus der Bibel, Altes Testament und Neues Testament, insbesondere dem alten Bund und von der Auferstehung.  
 
Die Skulpturen verkünden die Botschaften aus der Bibel, Altes Testament und Neues Testament, insbesondere dem alten Bund und von der Auferstehung.  
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Vor dem Portikus mit den drei großen Rundbogenportale stehen vier kolossale Statuen. Die vier Kolossalfiguren sind die ersten Repräsentanten der Kirche und führen einen Dialog miteinander. Die beiden inneren Statuen sind Petrus (Attribut: Schlüssel) und Paulus (Attribut: Schwert), die Gründerväter der römisch-katholischen Kirche. Diese Statuen werden dem Salzburger Bildhauer [[Michael Bernhard Mandl]] ([[1697]]) zugeschrieben. Die beiden äußeren Statuen stellen die Salzburger Kirchenpatrone Rupertus (Attribut: [[Salzkufe]]) und Virgil (Attribut: Dom) dar. Diese Statuen werden dem Bildhauer [[Bartlmä van Opstal]] (um 1660) zugeschrieben.  
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Vor dem Portikus mit den drei großen Rundbogen-Portalen stehen vier kolossale Statuen. Die vier Kolossalfiguren sind die ersten Repräsentanten der Kirche und führen einen Dialog miteinander. Die beiden inneren Statuen sind Petrus (Attribut: Schlüssel) und Paulus (Attribut: Schwert), die Gründerväter der römisch-katholischen Kirche. Diese Skulpturen werden dem Salzburger Bildhauer [[Michael Bernhard Mandl]] ([[1697]]) zugeschrieben. Die Sockel tragen das Wappen von Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]]. Die beiden äußeren Statuen sind die Salzburger Kirchenpatrone Rupertus (Attribut: [[Salzkufe]]) und Virgil (Attribut: Dom). Diese Skulpturen werden dem Bildhauer [[Bartlmä van Opstal]] (um 1660) zugeschrieben. Die Sockel tragen das Wappen von Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]].  
    
Im ersten Geschoss auf dem Balkon stehen die Figuren der vier Evangelisten aus dem Neuen Testament: Matthäus (Symbol: Mensch), Markus (Symbol: Löwe), Lukas (Symbol: Stier) und Johannes (Symbol: Adler).  
 
Im ersten Geschoss auf dem Balkon stehen die Figuren der vier Evangelisten aus dem Neuen Testament: Matthäus (Symbol: Mensch), Markus (Symbol: Löwe), Lukas (Symbol: Stier) und Johannes (Symbol: Adler).  
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Die beiden Wappen im Portikus über dem linken und rechten Portal weisen auf die Fürsterzbischöfe [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] und [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] hin.
 
Die beiden Wappen im Portikus über dem linken und rechten Portal weisen auf die Fürsterzbischöfe [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] und [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] hin.
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===Das Innere===
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=== Das Innere ===
 
[[Datei:Salzburger Dom, Ansicht von der Empore.jpg|thumb|Blick von der Orgelempore]]
 
[[Datei:Salzburger Dom, Ansicht von der Empore.jpg|thumb|Blick von der Orgelempore]]
 
[[Bild:Dom_2.jpg|thumb|Blick in die Kuppel des Doms]]
 
[[Bild:Dom_2.jpg|thumb|Blick in die Kuppel des Doms]]
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Die Löwen sind Werke aus dem [[12. Jahrhundert]], das Becken selber wurde [[1321]] von einem nicht näher bekannten ''Meister Heinrich'' geschaffen. Der Deckel mit einem aufklappbaren Türchen wurde [[1959]] [[Toni Schneider-Manzell]] angefertigt.
 
Die Löwen sind Werke aus dem [[12. Jahrhundert]], das Becken selber wurde [[1321]] von einem nicht näher bekannten ''Meister Heinrich'' geschaffen. Der Deckel mit einem aufklappbaren Türchen wurde [[1959]] [[Toni Schneider-Manzell]] angefertigt.
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===Die Domglocken===
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=== Die Domglocken ===
 
Das Glockengeläut besteht aus sieben Glocken. [[1942]], im Zweiten Weltkrieg, mussten bis auf zwei Glocken alle abgeliefert werden. Es blieben die ''Marienglocke'' (Frauenglocke): Gewicht 4&nbsp;008 kg, Ton B; und die ''Virgiliusglocke'': Gewicht 1&nbsp;648 kg, Ton Es; beide Glocken wurden [[1628]] von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron geweiht und von [[Wolfgang Neidhart|Wolfgang]] und [[Johann Neidhart]] gegossen.
 
Das Glockengeläut besteht aus sieben Glocken. [[1942]], im Zweiten Weltkrieg, mussten bis auf zwei Glocken alle abgeliefert werden. Es blieben die ''Marienglocke'' (Frauenglocke): Gewicht 4&nbsp;008 kg, Ton B; und die ''Virgiliusglocke'': Gewicht 1&nbsp;648 kg, Ton Es; beide Glocken wurden [[1628]] von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron geweiht und von [[Wolfgang Neidhart|Wolfgang]] und [[Johann Neidhart]] gegossen.
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Die Krypta in der heutigen Form besteht erst seit der Wiedereröffnung des Domes im Jahr 1959.  
 
Die Krypta in der heutigen Form besteht erst seit der Wiedereröffnung des Domes im Jahr 1959.  
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==Daten des Doms==
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== Daten des Doms ==
 
:Länge: 101 m
 
:Länge: 101 m
 
:Querschiff: 68 m
 
:Querschiff: 68 m
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:Platz für 10&nbsp;000 Menschen
 
:Platz für 10&nbsp;000 Menschen
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==Bilder==
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== Bilder ==
 
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Datei:Erzbistum Salzburg.jpg|die erste Kuppel links im Vordergrund gehört zur [[Kollegienkirche]], die beiden dahinter ebenso wie jene ganz rechts und die Figur in der Mitte zum Salzburger Dom, im Hintergrund das [[Benediktinenstift Nonnberg]]
 
Datei:Erzbistum Salzburg.jpg|die erste Kuppel links im Vordergrund gehört zur [[Kollegienkirche]], die beiden dahinter ebenso wie jene ganz rechts und die Figur in der Mitte zum Salzburger Dom, im Hintergrund das [[Benediktinenstift Nonnberg]]
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Datei:Collage mit den Statuen an der Domfassade v. li. Rupertus, Petrus, Paulus, Virgil.jpg|Collage mit den Statuen an der Domfassade v. li. Rupertus, Petrus, Paulus, Virgil
 
Datei:Collage mit den Statuen an der Domfassade v. li. Rupertus, Petrus, Paulus, Virgil.jpg|Collage mit den Statuen an der Domfassade v. li. Rupertus, Petrus, Paulus, Virgil
 
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=== weitere Bilder ===
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=== Bilder ===
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
{{Quelle Salzburgs Synchronik}}
 
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==Weblinks==
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== Weblinks ==
 
* [http://www.salzburger-dom.at Offizielle Website des Domes]
 
* [http://www.salzburger-dom.at Offizielle Website des Domes]
 
* [http://www.meindeindom.at/ www.meindeindom.at eine Seite von Schülern der neuen Mittelschule Nonntal, 2011]
 
* [http://www.meindeindom.at/ www.meindeindom.at eine Seite von Schülern der neuen Mittelschule Nonntal, 2011]
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Kirche/Salzburger-Dom Infos und Fotos zum Salzburger Dom auf dem online Stadtführer cityful.com]  
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Kirche/Salzburger-Dom Infos und Fotos zum Salzburger Dom auf dem online Stadtführer cityful.com]  
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Museum/Haus-der-Natur Infos und Fotos zum Haus der Natur auf dem online Stadtführer cityful.com]
 
* [http://salzburg.cityful.com/de/Sehenswuerdigkeiten/Museum/Haus-der-Natur Infos und Fotos zum Haus der Natur auf dem online Stadtführer cityful.com]
*[http://www.salzburg-city.com/history/1wigeb/1644_05.htm Stich des Domes von Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden(1644)]
+
* [http://www.salzburg-city.com/history/1wigeb/1644_05.htm Stich des Domes von Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden(1644)]
*[http://www.salzburg-city.com/history/1wigeb/1644_05a.htm Grundriss Virgildom Solaribau Vergleich]
+
* [http://www.salzburg-city.com/history/1wigeb/1644_05a.htm Grundriss Virgildom Solaribau Vergleich]
*[http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/dom/allgemein Salzburger Dom]
+
* [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/dom/allgemein Salzburger Dom]
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==Fußnoten==
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== Fußnoten ==
 
<references/>
 
<references/>
  

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