Joseph Freiherr von Weiß: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Dr. jur. Joseph Freiherr von Weiß''', eigentlich Joseph Weiß, ab [[1860]] '''Ritter von Weiß''', ab [[1872]] '''Freiherr von Weiß''' (* [[12. Jänner]] [[1805]] in Zellhof bei Bad Zell, Österreich ob der Enns; † [[13. Jänner]] [[1887]] in [[Salzburg]]) war Politiker, Jurist und erster [[Landeshauptleute in Salzburg|Landeshauptmann]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. | [[Bild:Freiherr_Weiss_Grab.jpg|thumb|300px|Grab am [[Kommunalfriedhof]]]]'''Dr. jur. Joseph Freiherr von Weiß''', eigentlich Joseph Weiß, ab [[1860]] '''Ritter von Weiß''', ab [[1872]] '''Freiherr von Weiß''' (* [[12. Jänner]] [[1805]] in Zellhof bei Bad Zell, Österreich ob der Enns; † [[13. Jänner]] [[1887]] in [[Salzburg]]) war Politiker, Jurist und erster [[Landeshauptleute in Salzburg|Landeshauptmann]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. | ||
==Biographie== | ==Biographie== | ||
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In Folge des Februarpatents von [[1861]] durfte im, bis [[1849]] von Linz aus verwalteten [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]], erstmals seit der Zugehörigkeit zu Österreich, ein eigener [[Salzburger Landtag|Landtag]] gewählt werden. Dieser bestand aus 26 Abgeordneten (25 gewählte Mitglieder und dem Fürst-Erzbischof mit einer "Virilstimme"). Da das österreichische Herrscherhaus weder einen "altsalzburgischen" Adeligen noch einen Geistlichen für dieses Amt wollte, ernannte [[Kaiser Franz Joseph I.]] am [[31. März]] [[1861]] mit Joseph von Weiß den damals höchstrangigsten Beamten unter den Abgeordneten zum ersten Salzburger Landeshauptmann. | In Folge des Februarpatents von [[1861]] durfte im, bis [[1849]] von Linz aus verwalteten [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]], erstmals seit der Zugehörigkeit zu Österreich, ein eigener [[Salzburger Landtag|Landtag]] gewählt werden. Dieser bestand aus 26 Abgeordneten (25 gewählte Mitglieder und dem Fürst-Erzbischof mit einer "Virilstimme"). Da das österreichische Herrscherhaus weder einen "altsalzburgischen" Adeligen noch einen Geistlichen für dieses Amt wollte, ernannte [[Kaiser Franz Joseph I.]] am [[31. März]] [[1861]] mit Joseph von Weiß den damals höchstrangigsten Beamten unter den Abgeordneten zum ersten Salzburger Landeshauptmann. | ||
Als Hauptaufgabe hatte dieser den Aufbau einer eigenständigen, von Oberösterreich unabhängigen Landesverwaltung zu bewältigen. Der erste Landtag wurde [[1867]] auf Grund des Ausgleiches mit Ungarns und der damit notwendigen Neustrukturierung sämtlicher Teilbereiche des Kaiserstaates, vorzeitig aufgelöst. Bei der zweiten Landtagswahl ging Weiß, diesmal als Vertreter [[Radstadt]]s wiederum als Landeshauptmann hervor. Die Sitzverteilung im | Als Hauptaufgabe hatte dieser den Aufbau einer eigenständigen, von Oberösterreich unabhängigen Landesverwaltung zu bewältigen. Der erste Landtag wurde [[1867]] auf Grund des Ausgleiches mit Ungarns und der damit notwendigen Neustrukturierung sämtlicher Teilbereiche des Kaiserstaates, vorzeitig aufgelöst. Bei der zweiten Landtagswahl ging Weiß, diesmal als Vertreter [[Radstadt]]s wiederum als Landeshauptmann hervor. Die Sitzverteilung im [[Landtag]] brachte zu den 18 Liberalen nunmehr bereits sieben Konservative. Um diese politischen Verhältnisse umkehren zu können wurde[[ 1871]] wiederum gewählt. Weiß konnte sich dabei nochmals im Amt bestätigen lassen, wurde jedoch bereits im September [[1872]] zum Rücktritt gedrängt. Sein Nachfolger wurde am [[30. September]] [[1872]] [[Hugo Raimund Reichsgraf von Lamberg]]. Weiß wurde anlässlich seines Rücktritts in den Freiherrenstand erhoben und wählte sich dazu ein Wappen, das dem [[Salzburger Landeswappen]] ähnelte. Nach seinem Tode wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] begraben. | ||
==Familie== | ==Familie== | ||
Joseph Freiherr von Weiß war mit Barbara Pramberger (* [[29. November]] [[1813]]; † [[20. September]] [[1901]]) verheiratet und bewohnte in Salzburg das Haus [[Sigmund Haffner|Sigmund-Haffner]]-Gasse 18. Seine Frau schenkte ihm die gemeinsamen Kinder Robert (1842-1916) und Natalie (* 1847). | Joseph Freiherr von Weiß war mit Barbara Pramberger (* [[29. November]] [[1813]]; † [[20. September]] [[1901]]) verheiratet und bewohnte in Salzburg das Haus [[Sigmund Haffner|Sigmund-Haffner]]-Gasse 18. Seine Frau schenkte ihm die gemeinsamen Kinder Robert (1842 - 1916) und Natalie (* 1847). | ||
==Quelle== | ==Quelle== | ||
* Friederike Zaisberger, Reinhard R. Heinisch: ''Leben über den Tod hinaus... Prominente im Salzburger Kommunalfriedhof.'' Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]. 23. Ergänzungsband. Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2006 | * [[Friederike Zaisberger]], Reinhard R. Heinisch: ''Leben über den Tod hinaus... Prominente im Salzburger Kommunalfriedhof.'' Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]. 23. Ergänzungsband. Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2006 | ||
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