Georg Stetter: Unterschied zwischen den Versionen
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==Forschungskarriere und Haltung in der Zeit des Nationalsozialismus== | ==Forschungskarriere und Haltung in der Zeit des Nationalsozialismus== | ||
Stetter galt im Kollegenkreis als fanatischer Nationalsozialist, der sich wohl aus rassistischen Gründen massiv für die Bekämpfung der „jüdischen Relativitätstheorie“ stark machte. | Stetter galt im Kollegenkreis als fanatischer Nationalsozialist, der sich wohl aus rassistischen Gründen massiv für die Bekämpfung der „jüdischen Relativitätstheorie“ stark machte. | ||
In den letzten Kriegsjahren forschte Stetter über Reaktionen von Höhenstrahlen auf Fotoplatten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse gelten als Vorläufer der modernen Hochenergiephysik. 1943 wurde er zum Direktor des Vierjahresplan-Instituts für Neutronenforschung bestellt. | In den letzten Kriegsjahren forschte Stetter über Reaktionen von Höhenstrahlen auf Fotoplatten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse gelten als Vorläufer der modernen Hochenergiephysik. 1943 wurde er zum Direktor des Vierjahresplan-Instituts für Neutronenforschung bestellt. | ||
==Flucht nach Zell am See== | ==Flucht nach Zell am See== | ||
Wie viele andere Nationalsozialisten flüchtete Stetter 1945 mit seiner Familie aus Wien in Richtung Westen und landete in [[Zell am See]]. Aller Funktionen enthoben, arbeitete Stetter jedoch schon bald – zwar ohne fixe Anstellung, dafür aber mit Unterstützung der [[Salzburger Landesregierung]] und des amerikanischen Militärs - an der Forschungsstelle für Berufskrankheiten. Er beschäftigte sich in diesem Rahmen mit Staubschutzgeräten. Im Zuge dessen entwarf er für den deutschen Steinkohlebergbauverein ein optisches Staubmessgerät, wiederum eine Pionierleistung. | Wie viele andere Nationalsozialisten flüchtete Stetter 1945 mit seiner Familie aus Wien in Richtung Westen und landete in [[Zell am See]]. Aller Funktionen enthoben, arbeitete Stetter jedoch schon bald – zwar ohne fixe Anstellung, dafür aber mit Unterstützung der [[Salzburger Landesregierung]] und des amerikanischen Militärs - an der Forschungsstelle für Berufskrankheiten. Er beschäftigte sich in diesem Rahmen mit Staubschutzgeräten. Im Zuge dessen entwarf er für den deutschen Steinkohlebergbauverein ein optisches Staubmessgerät, wiederum eine Pionierleistung. | ||