Augustiner-Chorherrenstift Höglwörth: Unterschied zwischen den Versionen

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Auch Erzbischof Konrad I. scheint in Dokumenten als Stifter auf. Dass das Kloster eine Gründung des Erzbischofs sein könnte, geht aus einem Hinweis von [[1308]] hervor, als der Konvent einen Propst aus den eigenen Reihen wählte und das [[Salzburger Domkapitel]] prompt Einspruch erhob. Nach einem verfälschten Privileg Papst Eugens III. stand dem Domkapitel von Salzburg die Aufsicht über das Kloster und die Einsetzung des Propstes zu.
Auch Erzbischof Konrad I. scheint in Dokumenten als Stifter auf. Dass das Kloster eine Gründung des Erzbischofs sein könnte, geht aus einem Hinweis von [[1308]] hervor, als der Konvent einen Propst aus den eigenen Reihen wählte und das [[Salzburger Domkapitel]] prompt Einspruch erhob. Nach einem verfälschten Privileg Papst Eugens III. stand dem Domkapitel von Salzburg die Aufsicht über das Kloster und die Einsetzung des Propstes zu.


Der vermutlich erste Propst von Höglwörth war im Jahr [[1129]] Propst Dagobert. Im [[12. Jahrhundert|12.]] und [[13. Jahrhundert]] erweiterten dann Schenkungen der Nachkommen Werigands den Besitz des Klosters. Der Grundbesitz reichte in dieser Zeit am Teisenberg bis in eine Höhe von 1 300 [[m ü. A.]], einschließlich der Stoißer Alm und bis in die Orte [[Piding]], [[Salzburghofen]] ([[Freilassing]]), [[Tengling]] am Tachinger See und [[Nußdorf am Haunsberg]] ([[Flachgau]]). [[1326]] findet sich eine urkundliche Erwähnung von Grundbesitz des Klosters in [[Arnsdorf in der Wachau]].
Der vermutlich erste Propst von Höglwörth war im Jahr [[1129]] Propst Dagobert. Im [[12. Jahrhundert|12.]] und [[13. Jahrhundert]] erweiterten dann Schenkungen der Nachkommen Werigands den Besitz des Klosters. Der Grundbesitz reichte in dieser Zeit am [[Teisenberg (Berg)|Teisenberg]] bis in eine Höhe von 1 300 [[m ü. A.]], einschließlich der Stoißer Alm und bis in die Orte [[Piding]], [[Salzburghofen]] ([[Freilassing]]), [[Tengling]] am Tachinger See und [[Nußdorf am Haunsberg]] ([[Flachgau]]). [[1326]] findet sich eine urkundliche Erwähnung von Grundbesitz des Klosters in [[Arnsdorf in der Wachau]].


[[1803]] entging das Kloster der [[Säkularisation]], da es damals unter der Regentschaft des [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürsten]] [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand (von Toskana)]] weiter zu Salzburg gehörte. [[1804]] wählte der Konvent Gilbert Grab zum neuen Propst. Dieser kam aber mit den neuen politischen Gegebenheiten nicht zurecht. Auf Antrag Grabs ([[1816]]) wurde das Kloster am [[8. Juli]] [[1817]] wegen seiner schlechten wirtschaftlichen Lage aufgelöst. Der Verkauf des Klosterbesitzes dauerte bis [[1824]]. Die Klosterkirche wurde Filialkirche der Pfarrei [[Anger]], der Wald ging in Staatsbesitz über (zum Nutzen der [[Saline Reichenhall]]), die Gebäude mit Brauerei kaufte die Brauersfamilie Wieninger.
[[1803]] entging das Kloster der [[Säkularisation]], da es damals unter der Regentschaft des [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürsten]] [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand (von Toskana)]] weiter zu Salzburg gehörte. [[1804]] wählte der Konvent Gilbert Grab zum neuen Propst. Dieser kam aber mit den neuen politischen Gegebenheiten nicht zurecht. Auf Antrag Grabs ([[1816]]) wurde das Kloster am [[8. Juli]] [[1817]] wegen seiner schlechten wirtschaftlichen Lage aufgelöst. Der Verkauf des Klosterbesitzes dauerte bis [[1824]]. Die Klosterkirche wurde Filialkirche der Pfarrei [[Anger]], der Wald ging in Staatsbesitz über (zum Nutzen der [[Saline Reichenhall]]), die Gebäude mit Brauerei kaufte die Brauersfamilie Wieninger.
Das Stift war auch an den [[Eisengewerke Achthal‎]] beteiligt gewesen.
=== Pröpste ===
:'' Hauptartikel [[Pröpste des Augustiner Chorherrenstifts Höglwörth]]
* [[Dagobert]], 1129, vermutlich der erste Propst
* [[Wolfgang Griesstaetter]] um 1553, Mitbegründer der Eisengewerke Achthal
* [[Gilbert Grab]], 1804–1816, der letzte Propst


== Heiliges Grab in Höglwörth ==
== Heiliges Grab in Höglwörth ==