Glocknerkönig (Österreich Rundfahrt): Unterschied zwischen den Versionen
K | fehlte vor } (Tabellenende) |
aktualisiert |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Glocknerkönig Österreich Radrundfahrt 2018.jpg|mini|Glocknerkönig 2018: Pieter Weening feierte am [[Fuscher Törl]] den Etappensieg 47 Sekunden vor Alexander Foliforov (Gazprom-Rusvelo) und 1:11 Minuten vor Simone Sterbini (Bardiani-CSF) und krönte sich damit nach dem Vorjahr erneut zum Glocknerkönig.]] | |||
[[Datei:Glocknerkoenig Oesterreich Radrundfahrt 2015 01.jpg|mini|Glocknerkönig 2015]] | [[Datei:Glocknerkoenig Oesterreich Radrundfahrt 2015 01.jpg|mini|Glocknerkönig 2015]] | ||
[[Datei:Glocknerkoenig Oesterreich Radrundfahrt 2015 02.jpg|mini|Glocknerkönig 2015: Bildmitte der Glocknerkönig 2015 - Felix Großschartner, ganz links der Generaldirektor der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] Dr. [[Johannes Hörl]]]] | [[Datei:Glocknerkoenig Oesterreich Radrundfahrt 2015 02.jpg|mini|Glocknerkönig 2015: Bildmitte der Glocknerkönig 2015 - Felix Großschartner, ganz links der Generaldirektor der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] Dr. [[Johannes Hörl]]]] | ||
| Zeile 6: | Zeile 7: | ||
== Allgemeines == | == Allgemeines == | ||
Bis in die frühen [[1990er]]-Jahre wurde die | Bis in die frühen [[1990er]]-Jahre wurde die Großglocknerstraße nahezu ausnahmslos in die Streckenführung einbezogen. Seit Beginn der offenen Ära im Radsport (gemeinsames Antreten von Amateuren und Berufsfahrern) [[1996]] wurde die Glockneretappe mehrmals ausgelassen. | ||
Dafür gab es [[2000]] gleich zwei Glockner-Bergetappen, je einmal von Süden und Norden. Die häufiger gefahrene Variante ist jene von der nördlichen Seite mit dem [[Fuscher Törl]] als Bergwertung der höchsten Kategorie (Hors categorie/HC). Christian Pfannberger hat 2007 mit 47:20 Minuten die schnellste Zeit auf diesem Abschnitt markiert. | Dafür gab es [[2000]] gleich zwei Glockner-Bergetappen, je einmal von Süden und Norden. Die häufiger gefahrene Variante ist jene von der nördlichen Seite mit dem [[Fuscher Törl]] als Bergwertung der höchsten Kategorie (''Hors categorie/HC''). Christian Pfannberger hat 2007 mit 47:20 Minuten die schnellste Zeit auf diesem Abschnitt markiert. | ||
Einmal wurde | Einmal wurde die Großglocknerstraße auch beim [[Giro d'Italia]] befahren: [[1971]] gab es eine Bergankunft auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]], die der Italiener Pierfranco Vianelli für sich entschied. | ||
In der Geschichte der Österreich-Radrundfahrt konnten sich bislang erst zwei Salzburger zum Glocknerkönig krönen: [[Richard Menapace]] bei den ersten beiden Auffahrten und [[Gerrit Glomser]] 2008. | In der Geschichte der Österreich-Radrundfahrt konnten sich bislang erst zwei Salzburger zum Glocknerkönig krönen: [[Richard Menapace]] bei den ersten beiden Auffahrten und [[Gerrit Glomser]] 2008. | ||
== 2018 == | |||
Bereits zum 64. Mal stand am [[11. Juli]] [[2018]] die Etappe über die Großglockner Hochalpenstraße im Streckenplan der Österreich Rundfahrt. Gleich nach dem Start der 5. Etappe der 70. Auflage dieses Radkassikers in [[Matrei in Osttirol]] formierte sich auf der [[Felbertauernstraße]] eine erste Spitzengruppe, die aus 13 Fahrern bestand. Mit dabei auf der mit 92,2 Kilometern kürzesten Etappe der Jubiläumstour war auch der „Wiesbauer“-Bergpreisführende Aaron Gate vom ''Team Aqua Blue'' Sport sowie die Österreicher Marcel Neuhauser (Tirol Cycling Team) und Matthias Krizek (Felbermayr Simplon Wels). Die Spitze arbeitete durch den [[Pinzgau]] sehr gut zusammen und baute bei widrigen Witterungsbedingungen bis [[Zell am See]] den Vorsprung auf vier Minuten aus. Danach ging es über [[Bruck an der Glocknerstraße]] Richtung [[Kassenstelle Ferleiten]]. | |||
Auf den letzten 13 Kilometern von Ferleiten bis zum Fuscher Törl begann dann auch im Hauptfeld, das bis dahin einen ruhigeren Tag hatte, das Rennen so richtig. Noch vor der Kassenstelle setzte Pieter Weening, der Glocknerkönig des Vorjahres, alles auf eine Karte und setzte sich vom Feld ab. Während der bulgarische Meister Nikolay Mihaylov und Antonio Nibali gemeinsam dem Fuscher Törl entgegen fuhren, spannten sich im immer kleiner werdenden Hauptfeld die Bahrain-Merida-Profis Kanstantsin Siutsou und Mark Padun für Hermann Pernsteiner ein. | |||
Auf den letzten sieben Kilometern überschlugen sich die Ereignisse. ''Tour de France''-Etappensieger Pieter Weening flog förmlich an das Spitzenduo um Mihaylov und Nibali heran. Sechs Kilometer vor dem Ziel konnte Mihaylov das Tempo von Weening und Nibali nicht mehr halten. Unterdessen forcierte Ex-Toursieger Riccardo Zoidl im Feld das Temop und setzte sich bei der sieben-Kilometer-Marke ab. | |||
Pieter Weening feierte am Fuscher Törl den Etappensieg 47 Sekunden vor Alexander Foliforov (Gazprom-Rusvelo) und 1:11 Minuten vor Simone Sterbini (Bardiani-CSF) und krönte sich damit nach dem Vorjahr erneut zum Glocknerkönig.<ref>Quelle [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]], Presseaussendung am 11. Juli 2018</ref> | |||
== 2016 == | == 2016 == | ||
| Zeile 299: | Zeile 309: | ||
|- | |- | ||
|[[2017]] | |[[2017]] | ||
|Pieter Weening | |||
|Niederlande | |||
|- | |||
|[[2018]] | |||
|Pieter Weening | |Pieter Weening | ||
|Niederlande | |Niederlande | ||