Thumersbach (Gemeinde): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. März 2018, 15:39 Uhr
Die Gemeinde Thumersbach war ehemals eine selbständige Gemeinde, bevor sich der damaligen Marktgemeinde Zell am See eingemeindet wurde.
Geschichte
- Am 24. November 1907 trafen sich rund 70 Mitglieder des Katholischen Bauernbundes im Restaurant Lohninghof zu einer Plauderstunde.[1]
- Auf der Lohinghofwiese landete am 9. Februar 1926 um 16:30 Uhr ein vom Chefpiloten Johann Guritzer, der Daimler-Motorengesellschaft in Sindelfingen bei Stuttgart, Deutschland, gelenkter Eindecker. Guritzer gab an, am nächsten weiter nach Graz fliegen zu wollen.[3]
- Im Mai 1927 rissen zwei jagender Hund 28 Schafe. Einige Bauern verloren dabei alle ihre Schafe.[4]
- Brand des Stablerdörfls an der Schwalbenwand am 11. Oktober 1927: an einem sonnigen Herbstnachmittag konnte man vom Dorf aus zunächst ein brennendes Objekt erkennen. Nach und nach ein zweites und drittes. Die Zuschauer im Tal hofften auf eine baldige Löschung. Doch wie sie später erfuhren, hatte die erst kürzlich angeschaffte Motorspritze aus Zell am See einen Defekt. Und Thumersbach besaß noch keine eigene Feuerwehr. Das aus fünf "Höfen" und zahlreichen Nebengebäude bestandene "Staberldörfl" brannte infolge mangelndem Löschwasser komplett ab. Der nächstgelegene Bach wäre der mindestens 100 Höhenmeter tiefer gelegene Thumersbach gewesen.[6] Am 1. August 1928 fand dann die Einweihung der neu errichteten Gebäude unter Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl statt. Das Festessen fand im Gasthof Lohninghof statt.[7]
- Am 9. März 1934 erteilte die Salzburger Landesregierung die Konzession zum Betrieb einer ständigen Überfuhr mittels Motorbootes auf dem Zeller See. Denn die Einwohner Thumerbach erledigten größtenteils ihre Einkäufe in Zell am See. Gegen diese Konzession hatte sich Zell am See gewehrt. Das Handelsministerium wies den dagegen ergriffenen Rekurs der Stadtgemeinde Zell am See ab. Daraufhin brachte diese eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ein. Die Gemeinde war der Auffassung, dass die Bewilligung zur Motorbootfahrt auf dem Zellersee von der Zustimmung der der Stadtgemeinde Zell am See als Eigentümerin des Sees abhängig sei. In der Gegenschaft der belangten Behörde wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei der Konzessionserteilung nur um die Berechtigung vom öffentlich-rechtlichen Standpunkt handle. Durch die Konzessionserteilung werde die Gemeinde Thumersbach nicht von der Verpflichtung des Nachweises der Berechtigung der Eigentümerin des Zeller Sees enthoben. Die Konzessionserteilung durch die politische Behörde sei eine Vorfrage, zu deren Lösung die Behörde nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet sei. Der Verwaltungsgerichtshof wies mit 9. März 1934 die Klage ab.
Bürgermeister der Gemeinde Thumersbach
- Hauptartikel Bürgermeister der Gemeinde Thumersbach
- Um 1934 - Hörl
Ehrenbürger der Gemeinde Thumersbach
- Hauptartikel Ehrenbürger der Gemeinde Thumersbach
- Simon Geisler (* 1868; † 1931), ein österreichischer Politiker der Christlichsozialen Partei (CSP), Gastwirt, Bauer und Bürgermeister von Krimml, der sich besonders für die Bauernschaft einsetzte
- Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl: die Gemeindevertretung hatte in Würdigkeit der von ihm anlässlich des Brandunglücks im Oktober 1927 erfolgten Hilfeleistung ihn im Juni 1928 zum Ehrenbürger ernannt;[8]
Töchter und Söhne der Gemeinde Thumersbach
- Hauptartikel Töchter und Söhne der Gemeinde Thumersbach
Quellen
- Salzburgwiki-Artikel Thumersbach
Fußnoten
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 25. November 1907, Seite 3
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Chronik Ausgabe vom 16. Mai 1916, Seite 7
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 11. Februar 1926, Seite 4
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. Mai 1927, Seite8
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 11. August 1927, Seite 3
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 20. Oktober 1927, Seite 10
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 3. August 1928, Seite 9
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 18. Juni 1928, Seite 3