Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg): Unterschied zwischen den Versionen
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Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören. | Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören. | ||
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Version vom 2. März 2018, 11:53 Uhr
Die Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg) ist die Kirche des Benediktinenstifts Nonnberg in Salzburg, dem ältesten Frauenkloster im deutschsprachigen Raum, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.
Geschichte
Um 715 gründete Hruodpert (Rupert von Worms) am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg. Erentrudis, Ruperts Nichte, war die erste Äbtissin.
Heinrichsbasilika
Nachdem die erste Klosterkirche 1006 abgebrannt war, unterstützte der Baiernherzog (deutscher König) Heinrich II. den Wiederaufbau großzügig. Heinrich II. kam im Jahr 1009 mit seiner Gemahlin Kunigunde zu Weihnachten zur Einweihung, die er vornahm.
Aus romanischer Zeit sind erhalten: der mächtige Kirchturm, das Tympanon im gotischen Portal, das Säulen-„Paradies“ aus Adneter Marmorunter dem Chor, sowie die dahinter liegenden romanischen Fresken (um 1140). Ebenso romanisch ist die Säulen-Krypta mit dem Grab der Heiligen Erentrudis.
1041 erfolgte die Weihe des Hochaltars, 1043 die Weihe der Krypta.
Die Heinrichsbasilika wurde 1423 durch einen Brand, der durch Blitzschlag ausgelöst worden war, zum Großteil zerstört.
Gotische Kirche
In den Jahren 1464 bis 1509 wurde die Klosterkirche als spätgotischer Bau auf den alten Gebäuderesten fußend neu aufgebaut. Der Neubau erfolgte unter den Äbtissinnen Agatha von Haunsperg (1446 – 1484), Daria Panichner (1484 – 1505), Regina Pfaffinger von Slabernkirchen (1505 – 1514) und Ursula von Trauner Thrauner (1514 – 1519) [1].
Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Klaner-Fenster" hinter dem Altar eine besondere künstlerische Bedeutung besitzt. Es wurde 1473 von spätgotischen Glasmaler Hemmel von Andlau in Straßburg geschaffen und vom Salzburger Bürger und Ratsherrn Augustin Klaner gestiftet.
Barockisierung
Mit der Barockisierung der Kirche wurde 1624 unter Dombaumeister Santino Solari begonnen. 1628/29 entstand der der neue barocke Hochaltar von Hans Waldburger. Die Zwiebelhaube auf den 1711 erhöhten Turm wurde nach Plänen von Sebastian Stumpfegger ausgeführt.
Regotisierung
1853 wurde mit der Regotisierung der Kirche begonnen, man tauschte den barocken Hochaltar auf Anregung des Salzburger Maler, Architekt und ersten ehrenamtliche Denkmalpfleger der Stadt Salzburg, Georg Pezolt, gegen den spätgotischen Flügelaltar aus der Filialkirche Scheffau am Tennengebirge.
Die letzte umfassende Kirchenrenovierung fand von 1951 bis 1955 statt, die romanischen Wandmalereien wurden beginnend 1987 restauriert und 1991/91 folgte die Restaurierung des Klaner-Fensters.
Kirchenrundgang
Äbtissinnenkapelle
Die Äbtissin Maria Magdalena I. von Schneeweiß (1620 – 1625) wurde in der zweiten Kapelle an der Südseite bestattet. Ihr Wappen befindet sich im Kreuzgewölbe. Seither werden die Grabtafeln aller Äbtissinnen dort angebracht.
Grabmäler
Sonstiges
Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören.
Bildergalerie
- Nonnberg Stiftskirche Innen 01.jpg
Kreuzrippengewölbe, Säulengang, Apsis; Ansicht: West nach Ost
- Nonnberg Stiftskirche Innen 02.jpg
Kreuzrippengewölbe; Ansicht: West (links) nach Ost
- Nonnberg Stiftskirche Innen 03.jpg
Kreuzrippengewölbe; Jahreszahl: 1503, Ansicht: West (links) nach Ost (rechts)
- Nonnberg Stiftskirche Innen 04.jpg
Chorgestühl; Ansicht: Ost nach West
- Nonnberg Stiftskirche Innen 05.jpg
Krypta (Unterkirche); Ansicht: West nach Ost
- Nonnberg Stiftskirche Innen 06.jpg
Apsis; Ansicht: West nach Ost
- Nonnberg Stiftskirche Außen 01.jpg
Zugang; Ansicht: Ost nach West
- Nonnberg Stiftskirche Außen 02.jpg
gotisches Portal
- Nonnberg Kirche Fresco Hl Benedikt.jpg
Stiftskirche Nonnberg, Fresko hl Benedikt
- Nonnberg Kirche Fresco Papst Gregor.jpg
Stiftskirche Nonnberg, Fresko Papst Gregor
- Nonnberg Kirche Hl Erentrudis.jpg
Stiftskirche Nonnberg, hl Erentrudis
Quelle
- Abteikirche Nonnberg, Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. Adolf Hahnl, Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz
Fußnoten
- ↑ die hier angeführten Zeiten der Äbtissinnen weichen von jenen Daten auf der Liste der Äbtissinnen im Salzburgwiki erheblich ab; diese Daten wurden aus der Quelle Abteikirche Nonnberg, Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. Adolf Hahnl, Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz, verfasst; in dieser Quelle gibt es eine umfangreichen Quellenverweis, u.a. auf das Dehio Salzburg