Die Holztrift war eine anstrengende und kalte Arbeit. Im Wasser stehend, musste das Holz an zähen Fließstrecken weiterbewegt werden. Die Trift war auch ein Kampf gegen die Zeit: Das Wasser lief dem eingeworfenen Brennholz buchstäblich davon und erforderte Nachschub. Das kam vom aufgestauten Wasser in den errichteten Klausen. Nach Öffnung der Klausentore schoss es aus den Nebenbächen und verstärkte die Saalach im richtigen Moment. Ein großes Auffangsystem sammelte in Reichenhall die ankommende Fracht. Der Hauptrechen samt den Holzhöfen hatte Mitte des [[14. Jahrhundert]]s eine Ausdehnung von rund 1,5 Kilometern Länge und 300 Metern Breite und entsprach der doppelten Ausdehnung des damaligen Reichenhalls. Ab 1500 wurden für die Trift entlang der Saalach jährlich im Durchschnitt 120 000 Festmeter Holz geschlägert, wobei es große Schwankungen etwa durch Krieg oder Seuchenzüge gab. Das Spitzenjahr des Holzverbrauchs der Saline Reichenhall war [[1611]] mit rund 250 000 Festmetern Holz<ref>Quelle: [[Chronik Unken]]</ref>. Weil die Wälder im Saalachtal immer mehr ausgeplündert wurden, musste man weitere Ressourcen anzapfen. | Die Holztrift war eine anstrengende und kalte Arbeit. Im Wasser stehend, musste das Holz an zähen Fließstrecken weiterbewegt werden. Die Trift war auch ein Kampf gegen die Zeit: Das Wasser lief dem eingeworfenen Brennholz buchstäblich davon und erforderte Nachschub. Das kam vom aufgestauten Wasser in den errichteten Klausen. Nach Öffnung der Klausentore schoss es aus den Nebenbächen und verstärkte die Saalach im richtigen Moment. Ein großes Auffangsystem sammelte in Reichenhall die ankommende Fracht. Der Hauptrechen samt den Holzhöfen hatte Mitte des [[14. Jahrhundert]]s eine Ausdehnung von rund 1,5 Kilometern Länge und 300 Metern Breite und entsprach der doppelten Ausdehnung des damaligen Reichenhalls. Ab 1500 wurden für die Trift entlang der Saalach jährlich im Durchschnitt 120 000 Festmeter Holz geschlägert, wobei es große Schwankungen etwa durch Krieg oder Seuchenzüge gab. Das Spitzenjahr des Holzverbrauchs der Saline Reichenhall war [[1611]] mit rund 250 000 Festmetern Holz<ref>Quelle: [[Chronik Unken]]</ref>. Weil die Wälder im Saalachtal immer mehr ausgeplündert wurden, musste man weitere Ressourcen anzapfen. |