| | Die Bauleitung übernahm der Architekt und Stadtbaumeister [[Jakob Ceconi]]. Der Elisenhof war das erste Haus in Salzburg mit eigener Stromversorgung. Unmittelbar an der Wohnhausanlage verlief die Trasse der [[Salzkammergut-Lokalbahn]]. | | Die Bauleitung übernahm der Architekt und Stadtbaumeister [[Jakob Ceconi]]. Der Elisenhof war das erste Haus in Salzburg mit eigener Stromversorgung. Unmittelbar an der Wohnhausanlage verlief die Trasse der [[Salzkammergut-Lokalbahn]]. |
| | + | Im Jahr der Eröffnung (1911) waren darin 44 Wohnungen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19111125&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 25. November 1911, Seite 7, Inserat rechts unten</ref> |
| | Am [[5. Jänner]] [[1912]] wurde das Gebäude ''"von einem römisch-katholischen Geistlichen mit Weihwasser und Weihrauch eingeweiht, um die bösen Leute, besonders die verfluchten Sozialdemokraten ferne zu halten"'' schrieb am 12. Jänner 1912 die 'Salzburger Wacht'. Weiter berichtete das Blatt: "''Am 1. Jänner war ein Familienvater gezwungen, dortselbst eine Wohnung zu nehmen und zwar um den Preis von 26 Kronen. Der Betreffende nahm die Wohnung bei Frau Girstenbrey auf. Als es aber zum Zinszahlen kam, bemerkte Herr Girstenbrey, daß die Wohnung 28 Kronen koste. Also eine Steigerung von 2 Kronen monatlich. Wie kommt nun ein Arbeiter dazu, eine Wohnung, welche in der mit Maschinschrift geschriebenen Wohnungsliste um den Preis von 26 Kronen angegeben ist 28 Kronen zu bezahlen? Müssen die Mieter auch für die Kosten der überflüssigen Hauseinweihung bezahlen? Doch Herr Girstenbrey hat trotz Weihrauch u. Weihwasser kein Glück. Der betreffende Arbeiter hat die Wohnung, ehe er sie bezogen hat, schon wieder gekündigt und bei einem anderen Hausherrn Wohnung bekommen. Es scheint überhaupt, daß Herr Girstenbrey nicht der Hausherr ist, sondern seine bessere Ehehälfte, da genannter Herr alle Parteien zu ihr schickt und mit ihr den Zins ausgemacht wird. Aber das eine Recht hat sich Herr Girstenbrey doch behalten, nämlich die Parteien zu steigern. In der Arbeiterschaft Itzling hat übrigens schon der berühmte Elisenhof den richtigen Spitznamen erhalten: das "Transporthaus"''".<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19120112&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 12. Jänner 1912, Seite 4</ref> | | Am [[5. Jänner]] [[1912]] wurde das Gebäude ''"von einem römisch-katholischen Geistlichen mit Weihwasser und Weihrauch eingeweiht, um die bösen Leute, besonders die verfluchten Sozialdemokraten ferne zu halten"'' schrieb am 12. Jänner 1912 die 'Salzburger Wacht'. Weiter berichtete das Blatt: "''Am 1. Jänner war ein Familienvater gezwungen, dortselbst eine Wohnung zu nehmen und zwar um den Preis von 26 Kronen. Der Betreffende nahm die Wohnung bei Frau Girstenbrey auf. Als es aber zum Zinszahlen kam, bemerkte Herr Girstenbrey, daß die Wohnung 28 Kronen koste. Also eine Steigerung von 2 Kronen monatlich. Wie kommt nun ein Arbeiter dazu, eine Wohnung, welche in der mit Maschinschrift geschriebenen Wohnungsliste um den Preis von 26 Kronen angegeben ist 28 Kronen zu bezahlen? Müssen die Mieter auch für die Kosten der überflüssigen Hauseinweihung bezahlen? Doch Herr Girstenbrey hat trotz Weihrauch u. Weihwasser kein Glück. Der betreffende Arbeiter hat die Wohnung, ehe er sie bezogen hat, schon wieder gekündigt und bei einem anderen Hausherrn Wohnung bekommen. Es scheint überhaupt, daß Herr Girstenbrey nicht der Hausherr ist, sondern seine bessere Ehehälfte, da genannter Herr alle Parteien zu ihr schickt und mit ihr den Zins ausgemacht wird. Aber das eine Recht hat sich Herr Girstenbrey doch behalten, nämlich die Parteien zu steigern. In der Arbeiterschaft Itzling hat übrigens schon der berühmte Elisenhof den richtigen Spitznamen erhalten: das "Transporthaus"''".<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19120112&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 12. Jänner 1912, Seite 4</ref> |
| | Der Elisenhof war das erste Haus in Salzburg mit eigener Stromversorgung. Die heutige Adresse des Elisenhofs ist [[Salzburger-Schützen-Straße]] 13. Unmittelbar an der Wohnhausanlage verlief die Trasse der [[Salzkammergut-Lokalbahn]]. Es befand sich an einer ungünstigen Stelle direkte neben dem Heizhaus.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19111216&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 16. Dezember 1911, Seite 5</ref> | | Der Elisenhof war das erste Haus in Salzburg mit eigener Stromversorgung. Die heutige Adresse des Elisenhofs ist [[Salzburger-Schützen-Straße]] 13. Unmittelbar an der Wohnhausanlage verlief die Trasse der [[Salzkammergut-Lokalbahn]]. Es befand sich an einer ungünstigen Stelle direkte neben dem Heizhaus.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19111216&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 16. Dezember 1911, Seite 5</ref> |
| − | Im Jahr der Eröffnung (1911) waren darin 44 Wohnungen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19111125&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Wacht, Ausgabe vom 25. November 1911, Seite 7, Inserat rechts unten</ref>
| + | Es muss sich auch ein Warenhaus im Elisenhof befunden haben, der Girstenbrey gehörte. Das [[Salzburger Volksblatt]] berichtete in seiner Ausgabe vom 18. Dezember 1912, von einem Einbruch in der Nacht vom 15. auf 16. November in dem "''Warenhaus "Elisenhof"''" in Itzling, Grenzstraße 1, in dem auch Girstenbrey erwähnt wird.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19121118&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe am 18. November 1912, Seite 8</ref>. |