Wolfgang Vetters: Unterschied zwischen den Versionen
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Reisebeispiele: | Reisebeispiele: | ||
Version vom 12. Januar 2018, 20:27 Uhr
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Vetters (* 25. Jänner 1944 in Wien; † 31. Dezember 2017) war Professor an der Universität Salzburg am Institut für Geologie und Paläontologie.
Leben
Er kam als zweites Kind des Dr. Hermann Vetters und der Dr. M. Vetters (geb. Hierath), Professorin für Latein und Geschichte, in Wien zur Welt. Sein Vater, Hermann Vetters[1], war Archäologe, hatte in Salzburg mit den Ausgrabungen am Salzburger Dom, die er allein durchgeführt hatte, einen neuen Zweig der Archäologie begründet: Die Mittelalter-Archäologie. Sein Großvater, Hermann Vetters[2] (* 1880; † 1941) war Geologe.
Am 10. Juni 1962 maturierte Wolfgang Vetters in Wien XVI und inskripierte im selben Jahr an der Universität Wien Geologie, Mineralogie und Paläontologie. Promotion Jänner 1968 zum Dr. phil. Thema der Dissertation „Zur Geologie des SW Teils des Wechselgebiets zwischen Rettenegg und Feistritzsattel.“
Von 1968 bis 1971 war er als Geologe bei der Rohöl Aufsuchungs Ges.m.b.H. in Oberösterreich tätig. Am 1. Juni 1971 wurde er Assistent an der Universität Salzburg, wo er bis zu seiner Pensionierung 2007 blieb.
Er beschäftigte sich mit Forschung im Bereich der Kulturgeologie - Beispiele aus Antike und Neuzeit; Kapitel 8, Postscriptum.
Wolfgang Vetters war Korrespondent der Geologischen Versuchsanstalt.
Dr. Vetters war so etwas wie der Begründer der Archäologie des Mittelalters. Er hatte die Gabe, komplizierte Angelegenheiten mit einfachen Worten anschaulich erklären zu können[3]
Privat
1970 heiratete er in Wien seine Frau Mag.a Herlinde. Gemeinsam hatten sie vier Kinder.
In seinem gekonnten Wortwitz merkte man seine fundierte humanistische Ausbildung. Stets hatte er Gleichnisse oder Zitate zur Hand. Er besaß die Kunst der Reflexion, oder wie es bei einem echten Wiener heißt, er war ein guter Schmähführer. Wozu es allerdings auch viel Wissen und Intelligenz bedarf, damit dieser Humor auch gut ankommt, führte der Redner aus[3]. Neugierde war die Triebfeder seiner Forschungen. Noch zuletzt arbeitete er an einem Forschungsprojekt "Tunnels unter dem Festungsberg aus der Römerzeit". Nicht vergessen werden sollte auch seine Liebe zur Kunst, insbesondere zur Musik.
Seine Verabschiedung fand am 12. Jänner 2018 am Salzburger Kommunalfriedhof statt. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt in Wien statt.
Reisen
Wolfgang Vetters war nicht nur mit Studenten auf Reisen gegangen, sondern er organisierte auch für Freunde Reisen. Da sein Vater an Ausgrabungen in Ephesos in der Westtürkei teilgenommen hatte, führten ihn diese Reisen natürlich auch dorthin. Aber auch nach Jordanien oder Italien brachte er seine Freunde.
Reisebeispiele:
- Königreich Jordanien 26. März - 6. April 1999
- Mit Dr. Wolfgang Vetters zu den „Wind – Inseln“ - Erleben Sie die Osterwoche auf Lipari und Stromboli, 15. – 25. April 2000
- Die Reise des „Club der Vetters Geschädigten Reiseteilnehmer“ 2002
- Kennen Sie Italien?... ich glaube, da gibt es noch... Eine abwechslungsreiche Reise durch Mittel- und Oberitalien in der Karwoche vom 23. März bis 2. April 2002
(Originaltitel, Programme im Archiv Krackowizer)
Publikationen
zum Thema Kulturgeologie:
- 1985: Die Küstenverschiebung Westkleinasiens – Konsequenz tektonischer Ursachen, Festschrift Hermann Vetters zum 70. Geburtstag, Holzhausen Wien
- 1990: Ancient quarries around Ephesus and examples of ancient stone-technologies in The Engineering Geology of Ancient Works, Monuments and Historical Sites, Proc. Intern. Symp. IAEG, Athens 1988, Vol. 4 , p. 2067-2078. Balkema Rotterdam/Brookfield/1990. Hier ist auch die Methodik zur Gewinnung der altägyptischen Obelisken publ.
- 2000: Kulturgeologie - Beispiele aus Antike und Neuzeit; Kapitel 8, Postscriptum (Wikipedia – Kulturgeologie))
- 2003: Vetters, Wolfgang & Zabehlicky, H. Der lange Winter der Römer. Die Eruption des Taupo (NZ) 180 A. D. und ihre archäologische Nachweisbarkeit. Terra Nostra, 6. Deutsche Klimatagung – Klimavariabilität. GFZ Potsdam 2003
- 2004: Ephesus: In Geology and Settlement; Greco-Roman Patterns (ed. Dora P. Crouch with scientific contr.) p. 215 -241
- 2004: Vetters, Wolfgang & Zabehlicky, H.: A Climatic Disaster Around 200 A.D. and ist Archeological Evidence. Proc. ISES, Istanbul, p. 151-157
- 2004: Cultural Geology – A New View of Earth Science? Proc. ISES,Istanbul, p. 169-173
- 2004: The Extraction of an Obelisk in Ancient Egypt. Proc. ISES,Istanbul, p. 181-191
- 2008: Vetters, W.: Kulturgeologische Wanderung durch die Altstadt Salzburgs. In: Salzburg und Umgebung – Neun Geologische Wanderungen. Kiebitz Verl. Vilsbiburg.
- 2009: C. F. Uhlir & W. Vetters: Die Salzburger Stadtberge – Eine kulturgeologische Exkursion (Ex A, 14. 4. 2009). In: Geologische Exkursionen in Salzburg. Jber. Mitt. oberrhein. Geol. Ver. N. F. 91, S 115-164.
- 2010: Wo lag das Gold der Norischen Taurisker? – Eine Neuinterpretation eines antiken Textes aus geologischer Sicht. Römisches Österreich, 33, S 123-141
- - Slupetzky, Heinz & Vetters, Wolfgang, 1994: Libays Kunst naturwissenschaftlich gesehen. Ausstellungskatalog 1994
- - Vetters, Wolfgang, 1997: Montanhistorisches in Bildern des Malers Karl Ludwig von Libay (1814 – 1888). 2. Erbe Symposium, Leoben 1995. Berichte der GBA, Bd. 41, Wien 1997
- Die Lungauer Bergbau-Geschichte online
Quellen
- Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Vetters via E-Mail an Benutzer:Peter Krackowizer
- → sowie www.geologie.ac.at Nachruf
- → Reiseerinnerungen von Peter Krackowizer
- → siehe auch Kurioses zum Thema "Meter über Adria", von Wolfgang Vetters
Weblinks
- www.zobodat.at Vortrag von Dr. Vetters über "Das Salzkammergut in Skizzen von Karl Ludwig Libay"