Residenzplatz: Unterschied zwischen den Versionen

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Am [[30. April]] [[1938]], nach dem [[Anschluss]] an [[Nationalsozialismus|Nazi]]-[[Deutschland]], fand auf dem Residenzplatz einer der beiden [[Salzburger Bücherverbrennung|Bücherverbrennungen]] auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller [[Karl Springenschmid]] inszeniert. Seit dem [[25. November]] [[2011]] erinnert eine Gedenktafel an der [[Kirche zu Ehren des Erzengels Michael]] daran.
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Am [[30. April]] [[1938]], nach dem [[Anschluss]] an [[Nationalsozialismus|Nazi]] - [[Deutschland]], fand auf dem Residenzplatz einer der beiden [[Salzburger Bücherverbrennung|Bücherverbrennungen]] auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller [[Karl Springenschmid]] inszeniert. Seit dem [[25. November]] [[2011]] erinnert eine Gedenktafel an der [[Kirche zu Ehren des Erzengels Michael]] daran.
  
 
=== Kontra.com ===
 
=== Kontra.com ===

Version vom 3. Dezember 2017, 08:51 Uhr


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Karte
der Residenzplatz während der EURO 2008
der Residenzplatz mit dem renovierten Residenzbrunnen und im Hintergrund der Salzburger Dom

Der Residenzplatz in der Altstadt von Salzburg ist ein repräsentativer (Haupt-) Platz für die zwei prunkvollen fürsterzbischöflichen Residenzen. Der Residenzplatz ist auch der Standplatz der Salzburger Fiaker.

Lage

Der rechteckige Platz, dessen größte Länge in West-Ost-Richtung etwa 90 Meter und dessen größte Breite in Nord-Süd-Richtung etwa 70 Meter beträgt, umfasst eine Fläche von etwa 6 500 Quadratmetern. Architektonisch ist er als dreiseitig funktionales Bindeglied zwischen den beiden fürstlichen Residenzen und der bischöflichen Domkirche konzipiert.

Geschichte

Der Residenzplatz, früher Hauptplatz genannt, wurde erst durch Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau geschaffen. Er ließ zu diesem Zweck zahlreiche Bürgerhäuser abtragen und hat den auf diesem Platz ursprünglich vorhandenen Domfriedhof aufgelassen. Als Ersatz dafür ließ er einen neuen Friedhof neben der St.-Sebastians-Kirche anlegen.

Anstelle des Residenzplatzes befanden sich früher der kleinere Aschhof mit etwa 1 500 m², eine Zeile von Bürgerhäusern und der Domfriedhof. Am Aschhof und gegen die Bürgerhäuser zu, zog sich rund um den Domfriedhof damals eine feste Mauer, die Burgmauer, die die Grenze zwischen der Fürstenstadt und der Bürgerstadt darstellte. Wolf Dietrich versetzte diese Mauer 1593 in Richtung Dom zurück.

Alte Ansichten

Bauten um den Platz

Begrenzt wird der Platz:

Residenzbrunnen

Hauptartikel: Residenzbrunnen

Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler Brunnen, der zwischen 1656 und 1661 im Auftrag von Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein geschaffen wurde und wohl von Tommaso di Garona ausgeführt wurde. Das untere Brunnenbecken auf allseitigen stufenartigen Sockeln ist vierseitig symmetrisch und besitzt eine ausgebogene und geknickte barocke Formgebung. Ein mittiger Felsen darauf ist von vier wasserspeienden Meerrossen umgeben. Der Felsen trägt vier nackte athletische Männer mit einer weiteren flachen Wasserschale, in denen drei Delphine wiederum ein flaches Wasserbecken halten. Dieses oberste Becken trägt einen Triton, der aus einer Tritonschnecke Wasser senkrecht in die Luft stößt.

Jahrelanger Pflasterungsstreit

Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der Salzach. 2006 tauchten wieder Überlegungen auf, den Platz in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. 2008 wurde der Architektenentwurf von Andreas Knittel und Max Rieder der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am 1. März 2009 zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.[1]

2012 gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am 11. Juli 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der Leube-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (Stabilizer) dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem Rupertikirtag im Herbst wollten Baustadträtin Claudia Schmidt und Michael Handl, Leiter des Straßen- und Brückenamts, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat.

Veranstaltungen

Um den Residenzbrunnen, der sich in der Mitte des Residenzplatzes befindet, findet auch jährlich der eindrucksvolle Fackeltanz anlässlich der Eröffnung der Salzburger Festspiele statt. Weiters bildet der Platz auch Kulisse für den Rupertikirtag sowie für Teile Salzburger Christkindlmarkts. In der Nachkriegszeit bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts gab es in der Adventzeit einen großen Christbaum-Markt rund um den Residenzbrunnen. Auch einige Open-air Konzerte fanden auf dem Residenzplatz statt.

Ereignisse

Hubschrauber am Residenzplatz, 2006

Bücherverbrennung

Am 30. April 1938, nach dem Anschluss an Nazi - Deutschland, fand auf dem Residenzplatz einer der beiden Bücherverbrennungen auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller Karl Springenschmid inszeniert. Seit dem 25. November 2011 erinnert eine Gedenktafel an der Kirche zu Ehren des Erzengels Michael daran.

Kontra.com

Kontra.com war eine künstlerische Veranstaltung in der Stadt Salzburg im Mozart-Gedenkjahr 2006, die für große Aufregung sorgte. Ein Objekt der Aufregung war ein Hubschrauber, der am Residenzplatz auf den Kopf gestellt, gezeigt wurde.

Bildergalerie

Panoramabilder

Gedenktafeln, Schilder

Video

Auf den Wiedergabe-Knopf drücken, um ein kurzes Video über den Residenzbrunnen abzuspielen. <video>http://www.salzburg.com/nwas/interaktiv/videos/salzburgwiki_residenzbrunnen.wmv%7Cdownload</video>

Fußnoten

Quellen