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| − | + | : ''5620 Schwarzach im Pongau'' | |
| − | + | : ''Telefon: (0 64 15) 42 36-0'' | |
| − | + | : ''Telefax: (0 64 15) 42 36-39'' | |
==Quellen== | ==Quellen== | ||
Version vom 26. November 2017, 13:41 Uhr
Die Brauerei Schwarzach ist eine Privatbrauerei in Schwarzach im Pongau. Sie wurde 1847 von Erzbischof Kardinal Schwarzenberg gegründet und befindet sich seit elf Generationen im Besitz der Brauerfamilie Seeber.
Allgemeines
Mit einer Jahresproduktion von 26 000 Hektolitern gehört sie zu den kleinen Brauerein Österreichs, weist mit ihrer Marke "Tauerngold" aber vor allem in West- und Südwestösterreich einen hohen Bekanntheitsgrad auf. Hergestellt wird das Bier ausschließlich auf traditionelle Weise, wozu auch die Lagerung und Reifung in Naturkellern gehört.
Am 28. Jänner 2008 wurde bekannt, dass die Brauerei und der angeschlossene Gastbetrieb mit Ende Jänner zusperren.
Geschichte
Die von Erzbischof Kardinal Schwarzenberg auf dem hoch gelegenen Schloss Schernberg gegründete Brauerei wurde erstmals im Jahre 1847 urkundlich erwähnt. Damit das Bier schneller vertrieben werden konnte, wurde sie 1859 auf den zentral gelegenen Urfahrgrund in der Gemeinde Schwarzach im Pongau verlegt. Zur selben zeit gelangte die aus Südtirol stammende Brauerfamilie Seeber in den Besitz der bischöflichen Bierbrauerei und führt sie bis heute in der elften Generation. 1972 ließ die Familie Seeber ein neues Sudhaus erbauen und reagierte damit auf den wachsenden Bierkonsum. Einhergehend mit der dadurch ermöglichten Produktionssteigerung weitete der kleine Betrieb den Verkauf seiner Marke "Tauerngold" über die Regionalgrenzen hinaus auf das Gebiet Westösterreichs aus.
Herstellung
Als Basisprodukt dient ausschließlich frisches Quellwasser aus der Tauernregion. Das Wasser aus dem Heukareck wird unaufbereitet der Sudpfanne zugeführt und mit Hopfen, Malz und Hefe gebraut. Die den Geschmack prägende Hefe wird im Betrieb selbst gezüchtet. Als Rohstoffe werden Qualitätsprodukte aus Österreich, z. B. heimischer Hopfen und Malz aus dem oberösterreichischen Mühlviertel verwendet.
Nach dem Brauvorgang wird das Bier in Fässer gefüllt und in Naturkellern im Inneren des Berges vierzehn Wochen gelagert. Durch die klassische Gärung und die lange, kalte Lagerzeit entwickelt sich der für das Tauerngold charakteristische Geschmack. Die natürliche Kühlung in den Felskellern des Heukareck wird von der Brauerei seit über 140 Jahren angewandt und stellt heute ein besonderes Qualitätsmerkmal des Schwarzacher Bieres dar.
Produkte
Der Jahresausstoß der Privatbrauerei beträgt bei einem Fassbieranteil von 72 % heute etwa 26 000 Hektoliter. Die Produkte der Brauerei Schwarzach werden unter den Markennamen "TauernGold" und "cools" vertrieben. Neben nachstehenden Bier- und Radlervariationen produziert die Brauerei unter der Marke "Claro" noch sechs Limonadesorten. Aus Umweltgründen verzichtet der Betrieb gänzlich auf das Abfüllen der Produkte in Dosen und PET-Flaschen.
Bier- und Radlersorten:
(Die Zahlen in der Klammer bezeichnen die Stammwürze und den Alkoholgehalt)
- TauernGold Meisterbräu (12,2° / 5,2%)
- TauernGold Urgold (12,3° / 5,4%)
- TauernGold Meisterpils (12,1° / 5,2%)
- TauernGold Keltenbier dunkel (13,3° / 5,4%)
- TauernGold Festbock hell (16,2° / 7,1%)
- TauernGold Festbock dunkel (16,2° / 7,1%)
- cool beer virgo (12,2° / 5,2%)
- cools beer capricorn (12,2°/ 5,2%)
- cools beer sagittarius (12,2° / 5,2%)
- TauernGold Radler (6° / 2,5%)
- TauernGold Kräuterradler (6° / 2,5%)
Auszeichnungen
Die Tauerngold-Biere wurden bisher von der "Monde Selection", einer weltweit anerkannten Prüfinstitution, mit 19 Goldmedaillen ausgezeichnet. Die letzte Medaille wurde der Brauerei Schwarzach im Jahr 2006 verliehen, wobei die Marke Tauerngold als einzige von sechs eingereichten Biersorten aus namhaften österreichischen Brauerein prämiert wurde.
Gastwirtschaft
An die Brauerei angeschlossen ist ein, in einem architektonisch interessantem Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert untergebrachter, Braugasthof, in der das nebenan gebraute Bier mit weiteren Produkten der Region konsumiert werden kann.
Beliebt ist der von wildem Wein überwachsenen Gastgarten, der vor allem in den Frühjahrs- und Sommermonaten gerne von vorbeikommenden Spaziergängern und Sportlern besucht wird.
Schließung der Brauerei
Am 28. Jänner 2008 gab Firmenchefin Eva-Maria Seeber bekannt, dass die Brauerei mit Ende des Monats ihren Betrieb einstellt. Die Liegenschaft mit rund 12000 m2 Gewerbefläche im Ortsteil Urfahr soll verkauft werden, eine Fortführung des Betriebes und der Marke "Tauerngold" durch einen Brauereikonzern wird nicht erfolgen. Die bisherigen Gastronomiekunden werden künftig von der Brau Union beliefert.
Bereits im Dezember 2007 wurde den Pächtern des angeschlossenen Braugasthofes, Isabella und Peter Steiner, die Kündigung ihres Pachtvertrages mitgeteilt. Die Gastwirtschaft wird mit Ende März 2008 geschlossen.
Kontakt
- Brauerei Schwarzach
- Walter Seeber
- Brauhausgasse 28
- 5620 Schwarzach im Pongau
- Telefon: (0 64 15) 42 36-0
- Telefax: (0 64 15) 42 36-39
Quellen
- "Eine Frage der Familie"; Artikel in den Salzburger Nachrichten vom 24. Mai 2002
- "Auf traditionelle Weise gebraut"; Artikel im St. Johanner "StadtimSpiegel", Ausgabe 9, März 2006, Seite 28-29
- "Brauerei Schwarzach sperrt zu"; Artikel auf salzburg.orf.at