Matrei in Osttirol: Unterschied zwischen den Versionen

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Kirchlich gehörte Matrei seit der [[811]] durch Karl den Großen erfolgten Festlegung der Diözesangrenzen zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]], weltlich jedoch noch zum Herzogtum [[Kärnten]], genauer zum Lurngau.
Kirchlich gehörte Matrei seit der [[811]] durch Karl den Großen erfolgten Festlegung der Diözesangrenzen zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]], weltlich jedoch noch zum Herzogtum [[Kärnten]], genauer zum Lurngau.


Eine Tochter des Grafen Wolfrat II. von Treffen, Wilbirgis, brachte bei ihrer Heirat mit dem Grafen Heinrich von Lechsgemünd, dessen Herrschaftsbereich im [[Oberpinzgau]] lag, die Besitzungen und Burgen von [[Lengberg]] und Matrei in die Ehe ein. Nach ihrem Tod verkaufte ihr Gatte im Jahr [[1207]] all seine Besitzungen für 2850 Mark Silber dem [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]]. Nur den Ertrag der Herrschaft Lengberg behielt Heinrich bis zu seinem Tod.
Eine Tochter des Grafen Wolfrat II. von Treffen, Wilbirgis, brachte bei ihrer Heirat mit dem Grafen Heinrich von Lechsgemünd, dessen Herrschaftsbereich im [[Oberpinzgau]] lag, die Besitzungen und Burgen von [[Lengberg]] und Matrei in die Ehe ein. Nach ihrem Tod verkaufte ihr Gatte im Jahr [[1207]] all seine Besitzungen für 2850 Mark Silber dem [[Salzburger Erzbischof]] [[Eberhard II. von Regensberg]]. Nur den Ertrag der Herrschaft Lengberg behielt Heinrich bis zu seinem Tod.


Nach dem Tod Heinrichs entbrannte zwischen dem Erzbischof von Salzburg und dem Patriarchen von Aquileia ([[Friaul]]) ein Streit um den Besitz u.a. von Matrei und Lengberg. Ein Schiedsgericht legte schließlich im Jahr [[1212]] fest, dass alle Güter der Kontrahenten an den jeweiligen Inhaber des Diözesangebiets übergehen sollten. Dadurch fielen Matrei und Lengberg, weil im Salzburger Diözesangebiet gelegen, an das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]].
Nach dem Tod Heinrichs entbrannte zwischen dem Erzbischof von Salzburg und dem Patriarchen von Aquileia ([[Friaul]]) ein Streit um den Besitz u.a. von Matrei und Lengberg. Ein Schiedsgericht legte schließlich im Jahr [[1212]] fest, dass alle Güter der Kontrahenten an den jeweiligen Inhaber des Diözesangebiets übergehen sollten. Dadurch fielen Matrei und Lengberg, weil im Salzburger Diözesangebiet gelegen, an das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]].