Ausländische Herrschaften: Unterschied zwischen den Versionen

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Das [[Erzstift Salzburg]], als Inbegriff der dem [[Erzbischof]] von Salzburg bis zur [[Säkularisation]] von [[1803]] zustehenden weltlichen Herrschaftsrechte, umfasste teils das landesfürstliche Territorium, teils auch Herrschaften, die anderen Landesfürsten unterstanden.  
In  '''„Ausländischen Herrschaften“ (auch „auswärtigen Herrschaften“) des Erzstiftes Salzburg''' war der [[Erzbischof]] Grundherr, aber nicht Landesherr.


In diesen '''„Ausländischen Herrschaften“ (auch: „auswärtigen Herrschaften“) des Erzstiftes Salzburg''' war der Erzbischof Grundherr, aber nicht Landesherr.  
== Allgemeines ==
Das [[Erzstift Salzburg]], als Inbegriff der dem Erzbischof von Salzburg bis zur [[Säkularisation]] von [[1803]] zustehenden weltlichen Herrschaftsrechte, umfasste teils das landesfürstliche Territorium, teils auch Herrschaften, die anderen Landesfürsten unterstanden.  


Nicht zu den „ausländischen Herrschaften“ in diesem Sinne zählten  
Nicht zu den „ausländischen Herrschaften“ in diesem Sinne zählten  
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Dies waren  
Dies waren  
* in [[Niederösterreich]] (in der Wachau) die Orte [[Arnsdorf in der Wachau|Arnsdorf]], Wölbling und Traismauer,
* in [[Niederösterreich]] (in der Wachau) die Orte [[Arnsdorf in der Wachau|Arnsdorf]], Wölbling und Traismauer,
* in der [[Steiermark]] Haus im Ennstal]], [[Gröbming]], Baierdorf, Neumarkt, [[Deutschlandsberg]], Straßgang, [[Leibnitz]], Arnfels, [[Pettau]] und [[Rann (Brežice)|Rann]] an der Save,
* in der [[Steiermark]] [[Haus im Ennstal]], [[Gröbming]], Baierdorf, Neumarkt, [[Deutschlandsberg]], Straßgang, [[Leibnitz]], Arnfels, [[Pettau]] und [[Rann (Brežice)|Rann]] an der Save,
* in Unter[[Kärnten|kärnten]] [[Friesach]], [[Althofen]], [[Hüttenberg]], Taggenbrunn, Reisberg, Lichtenberg, Maria Saal, [[Lavant|St. Andrä im Lavanttal]], Stein, Löschental und Lavamünd,
* in Unter[[Kärnten|kärnten]] [[Friesach]], [[Althofen]], [[Hüttenberg]], Taggenbrunn, Reisberg, Lichtenberg, Maria Saal, [[Lavant|St. Andrä im Lavanttal]], Stein, Löschental und Lavamünd,
*in Oberkärnten Stall, [[Sachsenburg]], [[Feldsberg]] und [[Gmünd]],
*in Oberkärnten Stall, [[Sachsenburg]], [[Feldsberg]] und [[Gmünd]],
* in [[Osttirol]] [[Matrei|Windisch-Matrei]] und [[Lengberg]].
* in [[Osttirol]] [[Matrei|Windisch-Matrei]] und [[Lengberg]].


Einige dieser auswärtigen Besitzungen gingen im Laufe des Spätmittelalters an die [[Habsburger]] verloren, so etwa – als Folge des „[[Ungarischer Krieg|Ungarischen Krieges]]“ ([[1479]]–[[1490]]) [[Pettau]].
Einige dieser auswärtigen Besitzungen gingen im Laufe des Spätmittelalters an die [[Habsburger]] verloren, so etwa – als Folge des „[[Ungarischer Krieg|Ungarischen Krieges]]“ ([[1479]] – [[1490]]) [[Pettau]].


Es war für die Fürsterzbischöfe nicht annehmbar, Vasallen anderer Reichsfürsten zu sein – was einer der Gründe für die zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen war, die sie mit den Grafen von [[Küstenland|Görz]] (im Raum Osttirol/[[Kärnten]]), aber auch mit den Habsburgern – Herzögen von [[Steiermark]] und [[Kärnten]] – führten.
Es war für die Fürsterzbischöfe nicht annehmbar, Vasallen anderer Reichsfürsten zu sein – was einer der Gründe für die zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen war, die sie mit den Grafen von [[Küstenland|Görz]] (im Raum Osttirol/[[Kärnten]]), aber auch mit den Habsburgern – Herzögen von [[Steiermark]] und [[Kärnten]] – führten.