Privatklinik Dr. Wehrle: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Privatklinik '''Sanatorium Wehrle''' in der [[Haydnstraße]]  wurde im Jahr 1926 nach Plänen des Architekten [[Wunibald Deininger]] errichtet und 1930 vom selben Architekten erweitert.  
 
Die Privatklinik '''Sanatorium Wehrle''' in der [[Haydnstraße]]  wurde im Jahr 1926 nach Plänen des Architekten [[Wunibald Deininger]] errichtet und 1930 vom selben Architekten erweitert.  
 
==Geschichte==
 
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Im Ersten Weltkrieg kam Dr. Viktor Wehrle Senior, selbst verwundet, als Leiter des damaligen Truppenspitals, nach Salzburg. Nach Ende des Krieges war er als Oberarzt im Landeskrankenhaus tätig, in den 20er Jahren auch in eigener Praxis.
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Im Ersten Weltkrieg kam Dr. Viktor Wehrle Senior als Leiter des damaligen Truppenspitals, nach Salzburg. Er war selbst kriegsverwundet. Nach Ende des Krieges war er als Oberarzt im Salzburger Landeskrankenhaus tätig, dann in den 20er Jahren auch in eigener Praxis.
  
Bald enschloss er sich, ein eigenes Sanatorium zu gründen, wozu er mit der Planung den Architekten Deininger beauftragte und bereits im Jahre 1926 wurde mit  dem Bau des damaligen Sanatoriums Wehrle begonnen. Im Jahr 1927 konnte das Sanatorium, das damals nur aus dem vorderen, villenartigen Trakt bestand, eröffnet werden. Drei Jahre später erfolgte der Zubau hinaus zur [[Lasserstraße]], um ein Verbindungsstück zwischen dieser und der Haydnstraße zu schaffen.
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Bald enschloss er sich, ein eigenes Sanatorium zu gründen, wozu er mit der Planung den Architekten Deininger beauftragte und bereits im Jahre 1926 wurde mit  dem Bau des damaligen Sanatoriums Wehrle begonnen. Im Jahr 1927 konnte das Sanatorium, das damals nur aus dem vorderen, villenartigen Trakt bestand, eröffnet werden. Drei Jahre später erfolgte der Zubau hinaus zur [[Lasserstraße]], um ein Verbindungsstück zwischen dieser und der Haydnstraße zu schaffen.
  
 
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Privatklinik Wehrle zwar nicht direkt von Bomben zerstört, aber auf Grund der zerstörten Umgebung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb musste die Klinik 1944 geschlossen werden und ging erst wieder 1948 in voller Kapazität in Betrieb.
 
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Privatklinik Wehrle zwar nicht direkt von Bomben zerstört, aber auf Grund der zerstörten Umgebung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb musste die Klinik 1944 geschlossen werden und ging erst wieder 1948 in voller Kapazität in Betrieb.

Version vom 4. April 2017, 12:36 Uhr

Die Privatklinik Sanatorium Wehrle in der Haydnstraße wurde im Jahr 1926 nach Plänen des Architekten Wunibald Deininger errichtet und 1930 vom selben Architekten erweitert.

Geschichte

Im Ersten Weltkrieg kam Dr. Viktor Wehrle Senior als Leiter des damaligen Truppenspitals, nach Salzburg. Er war selbst kriegsverwundet. Nach Ende des Krieges war er als Oberarzt im Salzburger Landeskrankenhaus tätig, dann in den 20er Jahren auch in eigener Praxis.

Bald enschloss er sich, ein eigenes Sanatorium zu gründen, wozu er mit der Planung den Architekten Deininger beauftragte und bereits im Jahre 1926 wurde mit dem Bau des damaligen Sanatoriums Wehrle begonnen. Im Jahr 1927 konnte das Sanatorium, das damals nur aus dem vorderen, villenartigen Trakt bestand, eröffnet werden. Drei Jahre später erfolgte der Zubau hinaus zur Lasserstraße, um ein Verbindungsstück zwischen dieser und der Haydnstraße zu schaffen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Privatklinik Wehrle zwar nicht direkt von Bomben zerstört, aber auf Grund der zerstörten Umgebung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb musste die Klinik 1944 geschlossen werden und ging erst wieder 1948 in voller Kapazität in Betrieb.

Im Jahr 1960 verstarb Dr. Viktor Wehrle Senior und was für die Klinik einen schweren Verlust bedeutete. Erst als 1967 der Sohn, Dr. Wehrle Junior als Facharzt für Chirurgie seinem Vater als neuer Leiter der Klinik nachfolgte, konnte der erfolgreiche Klinikbetrieb weitergeführt werden.

Später hatte die Klinik so großen Zuspruch, dass auch der 3.Stock, der bis bisher nur zur Hälfte ausgebaut war, fertig gestellt wurde. Mit dem Ausbau des OP-Traktes in den 70er Jahren hat die Privatklinik Wehrle schließlich ihre derzeitige (2015) Größe (am Standort Andräviertel) erreicht.

2015 Fusionierung mit der Diakonie Salzburg

Der Zusammenschluss der Privatklinik Wehrle mit der Klinik Diakonissen Salzburg zur neuen Privatklinik Wehrle-Diakonissen erfolgte am 1. Jänner 2015.

Weblink

Quellen