Dr.-Franz-Rehrl-Platz: Unterschied zwischen den Versionen

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* [http://peterkrackowizer.zenfolio.com/p435101877 Bilder vom Blumenschmuck der Eder-Kreuzung und des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes]
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==

Version vom 5. November 2016, 17:26 Uhr

Dr.-Franz-Rehrl-Platz
Karte
Dr.-Franz-Rehrl-Platz, östliche Ansicht
Ausblick von der Gilbert-Schuchter-Stiege

Der Dr.-Franz-Rehrl-Platz (vormals: Karolinenplatz) befindet sich im Salzburger Stadtteil Äußerer Stein zwischen Salzach und Unfallkrankenhaus Salzburg.

Name

Der Platz ist nach dem Salzburger Politiker Franz Rehrl benannt, der von 1922 bis 1938 ein mehr als verdienstvoller Landeshauptmann für sein Bundesland war. Er gilt als Initiator der Straße auf den Gaisberg und der Großglockner-Hochalpenstraße, ließ die Tauernkraftwerke Kaprun bauen und förderte die Salzburger Festspiele. Von den Nationalsozialisten abgesetzt und ins Gefängnis verfrachtet, starb er wenige Jahre nach dem Ende des Krieges an den Folgen der Haft.

1946 wurde der ehemalige Karolinenplatz nach ihm benannt.

Lage

Der Dr.-Franz-Rehrl-Platz wird von der Imbergstraße, dem Giselakai sowie der Bürglsteinstraße und der Nonntaler Brücke begrenzt. Er liegt eingebettet zwischen der Salzach und dem Areal des Unfallkrankenhauses Salzburg. Der Platz ist verkehrstechnisch als Kreisverkehr ausgelegt, wird allerdings von mehreren Ampelanlagen geregelt.

Pläne von der Nazi-Rampe bis zum Haifischbecken

  • 1899: Im Generalverkehrsplan kam erstmals ein Tunnel durch den Kapuzinerberg vor. Endpunkt wäre der damals noch Karolinenplatz heißen­de Platz gewesen.
  • Ab 1938 wollten die Nationalsozialisten dort eine Aufmarschrampe für ein "Gau-Zentrum" auf dem Kapuzinerberg aus dem Boden stampfen. Der Krieg kam dazwischen.
  • 1946 wurde der Platz nach dem ehemaligen Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl benannt. In den Jahren darauf wurde auf dem Gelän­de eine Tankstelle errichtet.
  • 1953: Das Unfallkrankenhaus wurde eröffnet. Eigentlich hätte es auf dem Areal des heu­tigen Finanzamts stehen sollen. So baute man dann eben auf al­ten römischen Leichenfeldern.
  • 1970: "In dem Jahr wurde das im Volksmund ,Schwammerl' genannte Sparkassen-Stöckl ge­baut", erinnert sich der ehe­malige Sparkassen- Finanzchef Josef Doblinger - und sagt: "Dieser Bank- Drive-in-Schalter war von Anfang an als mög­lichst billiges Provisorium ge­plant, weil wir davon ausgin­gen, dass der Kapuzinerberg­tunnel bald kommt."
  • 1994 ging der französische Stararchitekt Dominique Per­rault als Sieger des Wettbe­werbs für ein neues Verwal­tungsgebäude der Sparkasse hervor. Das Projekt führte zu heftigem Widerstand bei den Anrainern - unter ihnen der auch heute wieder aktive Chris­tian Walderdorff.
  • 1995: Nach Protesten einig­ten sich Stadt, Sparkasse und Bürgerinitiativen auf eine mehrmonatige "Atempause" ­die nie mehr endete. Wohl auch ein Grund: Die der Stadt gehö­rende Sparkasse wurde 1996 an die Erste Bank verkauft - und diese sparte Personal ein, also war die Erweiterung obsolet.
  • 2001: Der Salzburger Immo­bilienentwickler Franz Fürst plante ein "Art- und Lifestyle­-Center" auf Basis der Pläne von Perrault. Highlight sollte ein Haifischbecken werden. Das Projekt kam aber über die Son­dierungsphase nicht hinaus.
  • 2009: Rund um die Gemein­deratswahl tauchte die Kapuzi­nerbergtunnel-Debatte wieder auf. SPÖ und Bürgerliste wollen jetzt per Verbauung die­ser Diskussion ein Ende setzen.
  • Ab Mitte 2011 brachen heftige Debatten um ein Bauvorhaben Dr.-Franz-Rehrl-Platz aus, das für die einen nicht in die Villen-Landschaft des 19. Jahrhunderts passt, für die anderen die mögliche Errichtung eines Kapuzinerbergtunnels verhindern würde.

Bildergalerie

Weblinks

Quellen