Residenzplatz: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Bücherverbrennung ===
 
=== Bücherverbrennung ===
Am [[30. April]] [[1938]], nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland, fand auf dem Residenzplatz die einzige [[Salzburger Bücherverbrennung|Bücherverbrennung]] auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller [[Karl Springenschmid]] inszeniert. Seit dem [[25. November]] [[2011]] hängt eine Gedenktafel an der [[St. Michaelskirche]].
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Am [[30. April]] [[1938]], nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland, fand auf dem Residenzplatz die einzige [[Salzburger Bücherverbrennung|Bücherverbrennung]] auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller [[Karl Springenschmid]] inszeniert. Seit dem [[25. November]] [[2011]] hängt eine Gedenktafel an der [[Kirche zu Ehren des Erzengels Michael]].
  
 
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Version vom 23. Mai 2016, 08:55 Uhr


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der Residenzplatz mit dem renovierten Residenzbrunnen und im Hintergrund der Salzburger Dom
der Residenzplatz während der EURO 2008
Der Hauptplatz (Residenzplatz)
in den 1690er Jahren

Der Residenzplatz in der Altstadt von Salzburg ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der fürsterzbischöflichen Residenzen. Der Residenzplatz ist auch der Standplatz der Salzburger Fiaker.

Geschichte

Der Residenzplatz, der etwa eine Fläche von 6 500 m2 umfasst, wurde erst durch Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau geschaffen, der zu diesem Zweck zahlreiche Bürgerhäuser abtragen lies und den Domfriedhof aufgelassen hat. Als Ersatz lies er einen neuen Friedhof neben der St.-Sebastians-Kirche anlegen.
Anstelle des Residenzplatzes lagen früher der kleinere Aschhof mit etwa 1 500 m2, eine Zeile von Bürgerhäusern und der Domfriedhof. Am Aschhof und gegen die Bürgerhäuser zu zog sich rund um den Domfriedhof damals eine feste Mauer, die Burgmauer, die die Grenze zwischen der Fürstenstadt und der Bürgerstadt darstellte. Wolf Dietrich versetzte diese Mauer 1593 in Richtung Dom zurück.

Bauten um den Platz

Begrenzt wird der Platz:

Der Residenzbrunnen

Hauptartikel: Residenzbrunnen

Der Residenzbrunnen ist ein monumentaler Brunnen, der zwischen 1656 und 1661 im Auftrag von Erzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein geschaffen wurde und wohl von Tommaso di Garona ausgeführt wurde. Das untere Brunnenbecken auf allseitigen stufenartigen Sockeln ist vierseitig symmetrisch und besitzt eine ausgebogene und geknickte barocke Formgebung. Ein mittiger Felsen darauf ist von vier wasserspeienden Meerrossen umgeben. Der Felsen trägt vier nackte athletische Männer mit einer weiteren flachen Wasserschale, in denen drei Delphine wiederum ein flaches Wasserbecken halten. Dieses oberste Becken trägt einen Triton, der aus einer Tritonschnecke Wasser senkrecht in die Luft stößt.

Jahrelanger Pflasterungsstreit

Der ursprüngliche Belag des Platzes bestand aus kleinen, rund geformten Flusssteinen aus der Salzach. 2006 tauchten wieder Überlegungen auf, den Platz in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, da unter einer Schicht Sand sich dieser alte Belag noch befindet, jedoch restauriert und den modernen Gegebenheiten angepasst gehörte. 2008 wurde der Architektenentwurf von Andreas Knittel und Max Rieder der Öffentlichkeit in Form eines Probebelags präsentiert. Dieses Teilstück der Pflasterung rief eine neuerliche Debatte hervor, die nach der Gemeinderatswahl am 1. März 2009 zur Einstellung der Neupflasterung führte. Daraufhin wurde ein etwa vier Meter breiter Gürtel um den Residenzbrunnen mit der ursprünglichen Flusssteine-Pflasterung versehen. Dafür wurden rund 1,2 Mill. Euro ausgegeben.[1]

2012 gab es einen weiteren Versuch, einen geeigneten Belag für den Platz zu finden. Am 11. Juli 2012 wurden zwei Probeflächen mit je 24 Quadratmetern mit einem neuen Belag zu Testzwecken belegt. Der Quarzsand der Leube-Tochterfirma soll mit einem biologischen Bindemittel (Stabilizer) dafür sorgen, dass es im Sommer weniger staubt. Nach dem Rupertikirtag im Herbst wollten Baustadträtin Claudia Schmidt und Michael Handl, Leiter des Straßen- und Brückenamts, entscheiden, ob sich die Mixtur bewährt hat.

Veranstaltungen

Um den Residenzbrunnen, der sich in der Mitte des Residenzplatzes befindet, findet auch jährlich der eindrucksvolle Fackeltanz anlässlich der Eröffnung der Salzburger Festspiele statt. Weiters bildet der Platz auch Kulisse für den Rupertikirtag sowie für Teile Salzburger Christkindlmarkts.

Ereignisse

Hubschrauber am Residenzplatz, 2006

Bücherverbrennung

Am 30. April 1938, nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland, fand auf dem Residenzplatz die einzige Bücherverbrennung auf dem Gebiet des heutigen Österreich statt. Sie wurde vom SS-Mann, Lehrer und Schriftsteller Karl Springenschmid inszeniert. Seit dem 25. November 2011 hängt eine Gedenktafel an der Kirche zu Ehren des Erzengels Michael.

Kontra.com

Kontra.com war eine künstlerische Veranstaltung in der Stadt Salzburg im Mozart-Gedenkjahr 2006, die für große Aufregung sorgte. Ein Objekt der Aufregung war ein Hubschrauber, der am Residenzplatz auf den Kopf gestellt, gezeigt wurde.

Bildergalerie

Gedenktafeln, Schilder

Video

Auf den Wiedergabe-Knopf drücken, um ein kurzes Video über den Residenzbrunnen abzuspielen. <video>http://www.salzburg.com/nwas/interaktiv/videos/salzburgwiki_residenzbrunnen.wmv%7Cdownload</video>

Fußnote

Quellen