Stadtpfarrkirche St. Andrä: Unterschied zwischen den Versionen

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===Die ursprüngliche Andräkirche===
 
===Die ursprüngliche Andräkirche===
Die alte '''Andräkirche''' oder ''Kirche des Heiligen Andreas'' stand am [[Platzl]], an der Ecke zur [[Dreifaltigkeitsgasse]] - heute das Haus [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|''Linzergasse 1'']] mit dem Fassadenschmuck von [[Karl Reisenbichler|Reisenbichler]]. Sie war von Meister ''Georg Bauer'' errichtet, und am [[29. November]] [[1418]] konsekriert worden. Laut dem erhaltenen Stifterbrief hatte der Stadtrichter ''Martin Reuter'' den Auftrag dazu gegeben, der damit dem Wunsch seines bereits verstorbenen Onkels ''Hans Reuter'' nachkam: eine Andreaskirche zu errichten und darin eine sogenannte "ewige Messe" halten zu lassen. Martin Reuters Grabmal selber, mit Stifterbild, wurde später mittig in der Kirche aufgebaut.<ref>Die Grabplatte ist an der Fassade der [[Margarethenkapelle]] erhalten. Vergl.: ''St. Andrä - Salzburg'', hg. von Herbert Berndl, Salzburg 2006 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 459), S. 2f.</ref> In der Kirche las ein angestellter Priester täglich eine Messe für die Stifter und deren Angehörige.<br/>[[1588]] installierte [[Wolf Dietrich von Raitenau]] darin eine Stadtkaplanei, [[1610]] ließ er die gotische Kirche zu einem [[Renaissance]]bau umgestalten. [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]] ordnete [[1750]] einen aufwändigen Umbau im [[Barock|barocken]] Stil an.<br/>Als man [[1811]] die Pfarre St. Andrä gründete, wurde sie Pfarrkirche (die in der Nähe stehende [[St.-Sebastians-Kirche]] war stets Filialkirche von St. Andrä gewesen und diente, wenn notwendig, als Ersatzkirche). Die Kirche wurde [[1818]] beim großen [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|Stadtbrand]] stark in Mitleidenschaft gezogen und danach nur notdürftig repariert. Da sie dem zunehmenden Verkehr im Wege stand wurde das Gotteshaus [[1861]], den Einsprüchen der Bürger zum Trotz, im Auftrag der [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] abgetragen, wobei die im westlichen Bereich der Kirche gestandenen Außenmauern in den Bau des [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Denkstein-Hauses]] einbezogen wurden. Die ''Portale'' und den ''Kreuzaltar'' der alten Andräkirche mit den Statuen des ''Mose'' (Stab mit Schlange) und des ''Aaron'' verkaufte man an die ''Pfarre St. Georgen im Attergau'', die dieselben beim Bau der Kalvarienbergkirche wiederverwendeten.<ref>Siehe AtterWiki: [http://www.atterwiki.at/index.php?title=Kalvarienbergkirche Kalvarienbergkirche].</ref><br/>[[1892]] begann man, ein neues ''St. Andrä'' zu errichten.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 149.</ref>
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Die alte Andräkirche oder ''Kirche des heiligen Andreas'' stand am [[Platzl]], an der Ecke zur [[Dreifaltigkeitsgasse]] - heute das Haus [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Linzer Gasse]] 1mit dem Fassadenschmuck von [[Karl Reisenbichler|Reisenbichler]]. Sie war von Meister Georg Bauer errichtet, und am [[29. November]] [[1418]] konsekriert worden. Laut dem erhaltenen Stifterbrief hatte der Stadtrichter [[Martin Reuter]] den Auftrag dazu gegeben, der damit dem Wunsch seines bereits verstorbenen Onkels Hans Reuter nachkam: eine Andreaskirche zu errichten und darin eine sogenannte "ewige Messe" halten zu lassen. Martin Reuters Grabmal selber, mit Stifterbild, wurde später mittig in der Kirche aufgebaut.<ref>Die Grabplatte ist an der Fassade der [[Margarethenkapelle]] erhalten. Vergl.: ''St. Andrä - Salzburg'', hg. von Herbert Berndl, Salzburg 2006 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 459), S. 2f.</ref>  
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In der Kirche las ein angestellter Priester täglich eine Messe für die Stifter und deren Angehörige.<br/>[[1588]] installierte [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] darin eine Stadtkaplanei, [[1610]] ließ er die gotische Kirche zu einem [[Renaissance]]bau umgestalten. Fürsterzbischof [[Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein]] ordnete [[1750]] einen aufwändigen Umbau im [[Barock|barocken]] Stil an.<br/>Als man [[1811]] die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä|Pfarre St. Andrä]] gründete, wurde sie Pfarrkirche (die in der Nähe stehende [[St.-Sebastians-Kirche]] war stets Filialkirche von St. Andrä gewesen und diente, wenn notwendig, als Ersatzkirche).  
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Die Kirche wurde [[1818]] beim großen [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|Stadtbrand]] stark in Mitleidenschaft gezogen und danach nur notdürftig repariert. Da sie dem zunehmenden Verkehr im Wege stand wurde das Gotteshaus [[1861]], den Einsprüchen der Bürger zum Trotz, im Auftrag des [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] abgetragen, wobei die im westlichen Bereich der Kirche gestandenen Außenmauern in den Bau des [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Denkstein-Hauses]] einbezogen wurden. Die Portale und den Kreuzaltar der alten Andräkirche mit den Statuen des Mose (Stab mit Schlange) und des Aaron verkaufte man an die Pfarre St. Georgen im Attergau, die dieselben beim Bau der Kalvarienbergkirche wiederverwendeten.<ref>Siehe AtterWiki: [http://www.atterwiki.at/index.php?title=Kalvarienbergkirche Kalvarienbergkirche].</ref>
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Datei:, Mirabellplatz, Andräkirche und Schrannengebäude (Mitte) um 1900.jpg| Mirabellplatz, Andräkirche und Schrannengebäude (Mitte) um 1900
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===Neubau und Wiederaufbau===
 
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Der Ruf vieler Bürger nach Neubau der Kirche wurde immer lauter. [[1892]] begann man, ein neues ''St. Andrä'' zu errichten.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 149.</ref> Nach Plänen von [[Josef Wessicken]] wurde die neue Kirche von Stadtbaumeister [[Jakob Ceconi]] im neugotischen Stil auf dem durch die Schleifung der [[Stadtbefestigungen|Basteien]] gewonnenen Platz erbaut. [[1898]] wurde die neue Kirche mit ihren 61 m hohen Türmen eingeweiht.
Nun wurde der Ruf vieler Bürger nach Neubau der Kirche immer lauter. Nach Plänen von [[Josef Wessicken]] wurde die neue Kirche von Stadtbaumeister [[Jakob Ceconi]] im neugotischen Stil auf dem durch die Schleifung der [[Stadtbefestigungen|Basteien]] gewonnenen Platz erbaut. [[1898]] wurde die neue Kirche mit ihren 61 m hohen Türmen eingeweiht.
 
  
 
Nach schweren [[Bomben auf Salzburg|Bombenschäden]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] - nur die Westfassade war einigermaßen unbeschädigt geblieben - wurde die Kirche nach Plänen des bayerischen Architekten Michael Kurz wieder aufgebaut.
 
Nach schweren [[Bomben auf Salzburg|Bombenschäden]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] - nur die Westfassade war einigermaßen unbeschädigt geblieben - wurde die Kirche nach Plänen des bayerischen Architekten Michael Kurz wieder aufgebaut.
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Das ursprüngliche Aussehen der neugotischen Kirche ging im Zuge eines Umbaus in den Jahren [[1969]] bis [[1972]] völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten [[Clemens Holzmeister]] nach Plänen von [[Franz Windhager]] - die für den (neu)gotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und sowie die Ziergiebel und andere Verzierungen entfernte.
 
Das ursprüngliche Aussehen der neugotischen Kirche ging im Zuge eines Umbaus in den Jahren [[1969]] bis [[1972]] völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten [[Clemens Holzmeister]] nach Plänen von [[Franz Windhager]] - die für den (neu)gotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und sowie die Ziergiebel und andere Verzierungen entfernte.
  
Die Idee, Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur [[Dreifaltigkeitskirche]]) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die [[Franziskanerkirche]], der im Zuge der [[Barock]]isierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im [[Sattler-Panorama]] betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s im Zuge einer umfassenden Rekonstruktion des Originalturmes glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Wiederherstellung war damals ironischerweise [[Josef Wessicken|Wessicken]], dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte.
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Die Idee, Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur [[Dreifaltigkeitskirche]]) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die [[Franziskanerkirche]], der im Zuge der [[Barock]]isierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im [[Sattler-Panorama]] betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s im Zuge einer umfassenden Rekonstruktion des Originalturmes glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Wiederherstellung war damals ironischerweise Wessicken, dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte.
  
 
==Umfeld==
 
==Umfeld==
Auf den Plätzen um die Kirche herum (wo früher die [[Schranne]]nhalle stand) findet am Donnerstag der [[Schrannenmarkt]] statt, den Rest der Woche werden sie von der [[Mirabell-Congress-Garage]] als Parkflächen benutzt.
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Auf den Plätzen um die Kirche herum (wo früher die [[Schranne]]nhalle stand) findet jeden Donnerstag der [[Schrannenmarkt]] statt, den Rest der Woche werden sie von der [[Mirabell-Congress-Garage]] als Parkflächen benutzt.
  
 
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==
 
*Artikel [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä]]
 
*Artikel [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä]]
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==Bildergalerie==
 
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Bild:Andräkirche.jpg|Vorderansicht der Andräkirche
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Bild:Andräkirche.jpg|Vorderansicht der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Altar St. Andrä vor dem Bombentreffer im II. Weltkrieg.jpg| Wandbild in der Kirche vom Altar vor dem Bombentreffer im II. Weltkrieg
 
Datei:Hochalter St. Andrä 1903.jpg| Altar 1903
 
 
Datei:Franz Mauracher Orgel St. Andrä 1903.jpg|[[Franz Mauracher]]-Orgel 1903
 
Datei:Franz Mauracher Orgel St. Andrä 1903.jpg|[[Franz Mauracher]]-Orgel 1903
 
Datei:Andräkirche 024.jpg|Kircheninneres, gotische Bogenelemente
 
Datei:Andräkirche 024.jpg|Kircheninneres, gotische Bogenelemente
 
Datei:Andräkirche 025.jpg|Hauptschiff
 
Datei:Andräkirche 025.jpg|Hauptschiff
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Datei:Stadtpfarrkirche St. Andrä an einem Schrannentag im Nov. 2010.JPG|Stadtpfarrkirche St. Andrä an einem Schrannentag im Nov. 2010  
Datei:Andräkiche, nordöstliche Ansicht von der Hubert-Sattler-Gasse aus.JPG|Andräkiche, nordöstliche Ansicht von der Hubert-Sattler-Gasse aus
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Datei:Andräkiche, nordöstliche Ansicht von der Hubert-Sattler-Gasse aus.JPG|Stadtpfarrkirche St. Andrä, nordöstliche Ansicht von der Hubert-Sattler-Gasse aus
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Datei:Andräkirche, dz. eingerüstet mit Schrannenmarkt.JPG|Stadtpfarrkirche St. Andrä, mit Schrannenmarkt und Baugerüst (Mai 2010)
Datei:Andräkirche, dz. eingerüstet mit Schrannenmarkt.JPG|Andräkirche, mit Schrannenmarkt und Baugerüst (Mai 2010)
 
 
Datei:Sankt Andrä-Kirche v. Nordwest a.jpg|Stadtpfarrkirche St. Andrä in Salzburg, Dacherneuerung im November 2009
 
Datei:Sankt Andrä-Kirche v. Nordwest a.jpg|Stadtpfarrkirche St. Andrä in Salzburg, Dacherneuerung im November 2009
Datei:Foto053.jpg|Eine Tafel am "Platzl" erinnert noch an den Standort der ersten Andräkirche  
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Datei:Foto053.jpg|Eine Tafel am [[Platzl]] erinnert noch an den Standort der ersten Andräkirche  
Datei:Denkmal_Marktfrau_Schranne.jpg|Denkmal einer Marktfrau am Brunnen an der Nordseite der Andräkirche
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Datei:Denkmal_Marktfrau_Schranne.jpg|Denkmal einer Marktfrau am Brunnen an der Nordseite der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Stolperstein_Franz_Zeiss.jpg|Stolperstein für [[Franz Zeiss]]; vor der Andräkirche
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Datei:Stolperstein_Franz_Zeiss.jpg|Stolperstein für [[Franz Zeiss]]; vor der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Andräkirche_innen.jpg|Eine Innenaufnahme der Andräkirche
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Datei:Andräkirche_innen.jpg|Innenaufnahme der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Heiliger_Christopherus_Andr%C3%A4kirche.jpg|Das Bild des Heiligen Christophorus in der Andräkirche
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Datei:Heiliger_Christopherus_Andr%C3%A4kirche.jpg|Das Bild des heiligen Christophorus in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Madonna_der_Erwartung_Andr%C3%A4kirche.jpg|"Madonna der Erwartung" von Joseph Bachlechner; in der Andräkirche
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Datei:Madonna_der_Erwartung_Andr%C3%A4kirche.jpg|"Madonna der Erwartung" von [[Joseph Bachlechner]]; in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Heiliger_Andreas_Andräkirche.jpg|Statue des Heiligen Andreas in der Andräkirche
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Datei:Heiliger_Andreas_Andräkirche.jpg|Statue des heiligen Andreas in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Dornengekröntes_Christushaupt_Andräkirche.jpg|Das dornengekrönte Christushaupt an der Altarwand der Andreaskapelle in der Andräkirche
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Datei:Dornengekröntes_Christushaupt_Andräkirche.jpg|Das dornengekrönte Christushaupt an der Altarwand der Andreaskapelle in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Volksaltar_Andräkirche.jpg|Der Volksaltar in der Andreaskapelle in der Andräkirche
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Datei:Volksaltar_Andräkirche.jpg|Der Volksaltar in der Andreaskapelle in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Ambo_Andräkirche.jpg|Das Ambo in der Andreaskapelle in der Andräkirche
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Datei:Ambo_Andräkirche.jpg|Das Ambo in der Andreaskapelle in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
Datei:Auferstandener_Christus_Andräkirche.jpg|"Der auferstandene Christus", gemalt in Emailtechnik auf Kupfer von [[Eva Mazzucco]] in der Andräkirche
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Datei:Auferstandener_Christus_Andräkirche.jpg|"Der auferstandene Christus", gemalt in Emailtechnik auf Kupfer von [[Eva Mazzucco]] in der Stadtpfarrkirche St. Andrä
 
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==Quellen==
 
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* Salzburgwiki-Beitrag [[Neustadt]]
 
* Salzburgwiki-Beitrag [[Neustadt]]
 
 
== Fußnoten ==
 
== Fußnoten ==
 
<references />
 
<references />

Version vom 6. Mai 2016, 09:01 Uhr

Die Stadtpfarrkirche St. Andrä
Stadtpfarrkirche St. Andrä, Ansicht vom Schloss Mirabell
Stadtpfarrkirche St. Andrä, innen

Die Stadtpfarrkirche St. Andrä befindet sich in der Neustadt von Salzburg im gleichnamigen Andräviertel gegenüber dem Schloss Mirabell.

Geschichte

Die ursprüngliche Andräkirche

Die alte Andräkirche oder Kirche des heiligen Andreas stand am Platzl, an der Ecke zur Dreifaltigkeitsgasse - heute das Haus Linzer Gasse 1mit dem Fassadenschmuck von Reisenbichler. Sie war von Meister Georg Bauer errichtet, und am 29. November 1418 konsekriert worden. Laut dem erhaltenen Stifterbrief hatte der Stadtrichter Martin Reuter den Auftrag dazu gegeben, der damit dem Wunsch seines bereits verstorbenen Onkels Hans Reuter nachkam: eine Andreaskirche zu errichten und darin eine sogenannte "ewige Messe" halten zu lassen. Martin Reuters Grabmal selber, mit Stifterbild, wurde später mittig in der Kirche aufgebaut.[1]

In der Kirche las ein angestellter Priester täglich eine Messe für die Stifter und deren Angehörige.
1588 installierte Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau darin eine Stadtkaplanei, 1610 ließ er die gotische Kirche zu einem Renaissancebau umgestalten. Fürsterzbischof Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein ordnete 1750 einen aufwändigen Umbau im barocken Stil an.
Als man 1811 die Pfarre St. Andrä gründete, wurde sie Pfarrkirche (die in der Nähe stehende St.-Sebastians-Kirche war stets Filialkirche von St. Andrä gewesen und diente, wenn notwendig, als Ersatzkirche).

Die Kirche wurde 1818 beim großen Stadtbrand stark in Mitleidenschaft gezogen und danach nur notdürftig repariert. Da sie dem zunehmenden Verkehr im Wege stand wurde das Gotteshaus 1861, den Einsprüchen der Bürger zum Trotz, im Auftrag des Magistrats abgetragen, wobei die im westlichen Bereich der Kirche gestandenen Außenmauern in den Bau des Denkstein-Hauses einbezogen wurden. Die Portale und den Kreuzaltar der alten Andräkirche mit den Statuen des Mose (Stab mit Schlange) und des Aaron verkaufte man an die Pfarre St. Georgen im Attergau, die dieselben beim Bau der Kalvarienbergkirche wiederverwendeten.[2]


Alte Ansichten

Neubau und Wiederaufbau

Der Ruf vieler Bürger nach Neubau der Kirche wurde immer lauter. 1892 begann man, ein neues St. Andrä zu errichten.[3] Nach Plänen von Josef Wessicken wurde die neue Kirche von Stadtbaumeister Jakob Ceconi im neugotischen Stil auf dem durch die Schleifung der Basteien gewonnenen Platz erbaut. 1898 wurde die neue Kirche mit ihren 61 m hohen Türmen eingeweiht.

Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg - nur die Westfassade war einigermaßen unbeschädigt geblieben - wurde die Kirche nach Plänen des bayerischen Architekten Michael Kurz wieder aufgebaut.

Umbau

Das ursprüngliche Aussehen der neugotischen Kirche ging im Zuge eines Umbaus in den Jahren 1969 bis 1972 völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten Clemens Holzmeister nach Plänen von Franz Windhager - die für den (neu)gotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und sowie die Ziergiebel und andere Verzierungen entfernte.

Die Idee, Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur Dreifaltigkeitskirche) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die Franziskanerkirche, der im Zuge der Barockisierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im Sattler-Panorama betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge einer umfassenden Rekonstruktion des Originalturmes glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Wiederherstellung war damals ironischerweise Wessicken, dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte.

Umfeld

Auf den Plätzen um die Kirche herum (wo früher die Schrannenhalle stand) findet jeden Donnerstag der Schrannenmarkt statt, den Rest der Woche werden sie von der Mirabell-Congress-Garage als Parkflächen benutzt.

Siehe auch

Bildergalerie

weitere Bilder

 Stadtpfarrkirche St. Andrä – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Fußnoten

  1. Die Grabplatte ist an der Fassade der Margarethenkapelle erhalten. Vergl.: St. Andrä - Salzburg, hg. von Herbert Berndl, Salzburg 2006 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 459), S. 2f.
  2. Siehe AtterWiki: Kalvarienbergkirche.
  3. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 149.