City Wall: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 19. April 2016, 12:39 Uhr
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Die City Wall (übersetzt "Stadtwand") ist ein Klettersteig am Kapuzinerberg von Akzente Salzburg für Jugendliche in der rechten Altstadt von Salzburg. Der Fels und die zugehörige obere Plattform nennt sich seit 400 Jahren allerdings Kleiner Linzer Kavalier. ER wurde zur Sicherung der rechten Altstadt und der zugehörigen Wehranlagen um 1630 von Fürsterzbischof Paris Lodron angelegt.
Allgemeines
Salzburgs erster Stadtkletterweg bietet nicht nur Aussicht über die Dächer der Stadt, sondern auch die Möglichkeit mitten in Salzburg alpines Gefühl zu entwickeln.
Entstehungsgeschichte
Akzente Salzburg hatte mit Unterstützung der damaligen Landesjugendreferentin Landeshauptmann-Stv. Gabi Burgstaller einen Klettersteig in der Stadt Salzburg erbauen lassen. Als Partner konnten die Naturfreunde Salzburg gewonnen werden und deren bester Kletterexperte. Der Dientner Richard Franzl, der auch den Königsjodler am Hochkönig erschuf, baute zusammen mit seinen Kollegen den Steig.
Die Idee zum Klettersteig kam von Wolfgang Schick, Akzente Geschäftsführer und Landesjugendreferent. Er wollte Jugendlichen, die nicht allzu mobil sind, die Möglichkeit geben, in der Stadt zu klettern. Außerdem sollte ein weiteres Freizeitangebot in der Stadt Salzburg geschaffen werden, da Jugendliche oft zu wenig Freizeitmöglichkeiten vorfinden. Das Projekt wird vom gesamten Landesjugendbeirat unterstützt.
Der Träger und Betreiber des Steiges ist Akzente Salzburg. Der Klettersteig ist abgesperrt und nicht für jedermann (Anmeldung erforderlich) zugänglich. Wer widerrechtlich über den Zaun zum Klettersteig Zugang sucht, scheidet mit dem Zeitpunkt der Übertretung aus der Haftung aus.
Anmeldung und Organisatorisches
Betreten des Steiges ist nur durch vorhergehende Anmeldung möglich: Anmeldung im Sekretariat von
- Akzente Salzburg
- Glockengasse 4c
- Telefon: 06 62- 84 92 91
- E-Mail: b.kohlweiss@akzente.net
Die Abholung des Schlüssels ist nur zu Bürozeiten möglich:
- Montag bis Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr
- Montag bis Donnerstag: 13:00 bis 17:00 Uhr
Ausnahmeregelungen sind nach vorheriger telefonischer Absprache möglich.
All jene, die den Steg begehen, unterschreiben nach der Anmeldung die Benutzervorschriften (Begehen des Steiges auf eigene Gefahr), und erlegen eine Kaution in der Höhe von € 30.-- für die Entgegennahme des Schlüssels. Nach der Klettertour wird der Schlüssel zurückgegeben und man erhält auch wieder die € 30.--!
Jugendliche von Jugendorganisationen können mit KletterpädagogInnen den Steig ergehen. An Jugendliche ohne Begleitung wird keine Klettererlaubnis abgegeben (außer es handelt sich um junge KletterpädagogInnen bzw. von den Organisationen ausgewiesene erfahrene junge Erwachsene). Die Kinder- und Jugendorganisationen melden sich im Sekretariat an, unterschreiben dort ein Revers (Vorbild Kletterturm in Hallein-Rif) und erhalten den Schlüssel zum Klettersteig ausgehändigt.
Nach Kletterschluss wird der Schlüssel an das Sekretariat zurückgegeben. Sollten die Kletterzeiten außerhalb der Bürozeiten von Akzente Salzburg liegen, wird der Schlüssel am nächstfolgenden Bürotag abgegeben.
Daten und Fakten
Der Klettersteig mit seinen rund 70 Höhenmetern ist etwa 100 Meter lang und mit Schwierigkeitsgrad D bewertet, E ist die schwierigste Stufe bei Klettersteigen. Der Steig ist im oberen Drittel überhängend, hat bei Bergwertungen den höchsten Schwierigkeitsgrad und ist somit nur für geübte Kletterer geeignet.
Fakten:
- Gestein: Gneis, Urgestein
- Linienführung: in Schlangenlinien bis zum Aussichtsplateau
- Kletterlänge ca. 130m
- Ausstiegsvariante: Kletterlänge ca. 50 m für Anfänger
- ca. 120 Felsanker 18 mm verzinkt
- ca. 40 Fußtritte Doppelbohrung 18 mm verzinkt
- ca. 30 Handgriffe 18 mm verzinkt
- er wurde in zehn Tagen Facharbeiterleistung mit drei Mann errichtet
Zwischenfälle
Am 23. Juni 2014 konnte ein 45-Jähriger Salzburger im letzten Drittel der rund 100 Meter langen Route vor Erschöpfung nicht mehr weiter. Er wurde von der Berufsfeuerwehr ein Stück abgeseilt und mit einer Drehleiter geborgen. Die Kletterpartnerin des Alpinisten verständigte per Handy die Einsatzkräfte[1].
Weblinks
Fußnoten
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 23. Juni 2014