Sportverein Austria Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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==Vereinsgeschichte== | ==Vereinsgeschichte== | ||
Der '''Sportverein Austria Salzburg''' wurde im Anschluss an die Übernahme des [[SV Austria Salzburg]] durch [[Red Bull]] von der [[Initiative Violett-Weiß]] am [[7. Oktober]] [[2005]] unter obiger Bezeichnung ins Vereinsregister eingetragen und sieht sich als moralischer und ideologischer Nachfolger des [[1933]] gegründeten Sportvereines. Juristischer und somit Rechtsnachfolger ist jedoch der [[Red Bull Salzburg|FC Red Bull Salzburg]]. Der Verein gewann [[Fußballtabellen 2006/07#2._Klasse_Nord_A|2006/07]] die [[2. Klasse Nord A]] und sicherte sich den Aufstieg in die [[1. Klasse Nord]] für die Saison [[Fußballtabellen 2007/08#1._Klasse_Nord|2007/08]]. Auch in der 1. Klasse gelang der Durchmarsch in die [[2. Landesliga Nord]]. Am [[16. Mai]] [[2009]] konnte auch hier der sofortige Aufstieg in die nächsthöhere Klasse sichergestellt werden, in der Saison 2009/10 | Der '''Sportverein Austria Salzburg''' wurde im Anschluss an die Übernahme des [[SV Austria Salzburg]] durch [[Red Bull]] von der [[Initiative Violett-Weiß]] am [[7. Oktober]] [[2005]] unter obiger Bezeichnung ins Vereinsregister eingetragen und sieht sich als moralischer und ideologischer Nachfolger des [[1933]] gegründeten Sportvereines. Juristischer und somit Rechtsnachfolger ist jedoch der [[Red Bull Salzburg|FC Red Bull Salzburg]]. Das sportliche Management übernahmen beim Neustart Gustav Kofler und Gerhard Stöger, die den Verein sportlich von Null weg aubauten. Der Verein gewann [[Fußballtabellen 2006/07#2._Klasse_Nord_A|2006/07]] die [[2. Klasse Nord A]] und sicherte sich den Aufstieg in die [[1. Klasse Nord]] für die Saison [[Fußballtabellen 2007/08#1._Klasse_Nord|2007/08]]. Auch in der 1. Klasse gelang der Durchmarsch in die [[2. Landesliga Nord]]. Am [[16. Mai]] [[2009]] konnte auch hier der sofortige Aufstieg in die nächsthöhere Klasse sichergestellt werden, in der Saison 2009/10 kickte die Austria bereits in der [[1. Landesliga]]. | ||
Undiszipliniertheiten eines kleinen Teils der Anhängerschaft waren im Herbst [[2009]] Anlass zur Gründung der Fan-Initiative [[Wir sind die Austria|"Wir sind die Austria"]]. Nach weiteren Problemen traten zwei Vorstandsmitglieder, darunter der bisherige Obmann [[Gernot Blaikner]] zurück. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am [[3. Juni]] [[2010]] [[Walter Windischbauer]] zum neuen Obmann gewählt. [[5. Juni|Zwei Tage später]] sicherte sich der Verein den vierten Meistertitel in Folge und damit den in Salzburg einmaligen Durchmarsch von der [[2. Klasse Nord A|2. Klasse Nord]] in die [[Regionalliga West]]. | Undiszipliniertheiten eines kleinen Teils der Anhängerschaft waren im Herbst [[2009]] Anlass zur Gründung der Fan-Initiative [[Wir sind die Austria|"Wir sind die Austria"]]. Nach weiteren Problemen traten zwei Vorstandsmitglieder, darunter der bisherige Obmann [[Gernot Blaikner]] zurück. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am [[3. Juni]] [[2010]] [[Walter Windischbauer]] zum neuen Obmann gewählt. [[5. Juni|Zwei Tage später]] sicherte sich der Verein den vierten Meistertitel in Folge und damit den in Salzburg einmaligen Durchmarsch von der [[2. Klasse Nord A|2. Klasse Nord]] in die [[Regionalliga West]]. | ||
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Ende 2014 beschloss die Stadt Salzburg den Verein mit einer Million Euro Steuergeldern beim Ausbau der my-phone Arena zu unterstützen. Das Stadion erhält eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage und eine neue Sitzplatztribüne, um den Anforderungen der ersten Liga gerecht werden zu können. | Ende 2014 beschloss die Stadt Salzburg den Verein mit einer Million Euro Steuergeldern beim Ausbau der my-phone Arena zu unterstützen. Das Stadion erhält eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage und eine neue Sitzplatztribüne, um den Anforderungen der ersten Liga gerecht werden zu können. | ||
Trainer: In der Saison 2007/08 kam es im Frühjahr 2008 zum ersten Trainerwechsel, Gustl Kofler legte sein Traineramt zurück, Gerhard Stöger übernahm als Interimstrainer und führte die Mannschaft in die 2. Landesliga Nord. Im Sommer 2008 wurde Miroslav Bojceski als neuer Trainer präsentiert, der jedoch nach der Herbstsaison als Cheftrainer zum SV Grödig auf eigenen Wunsch wechselte. Im Jänner 2009 wurde Dietmar Emich durch Sportdirektor Gerhard Stöger zum Nachfolger auf der Trainerposition bestellt, der in seiner ersten Trainerstation gleich den Aufstieg in die 1. Landesliga erreichen konnte. Emich gelang auch in der Saison 2009/10 der Meistertitel, damit verbunden auch der Aufstieg in die Regionalliga West. | |||
In der zweiten Regionalliga-Saison (2011/12) legte Emich sein Traineramt, nach dem Heimspiel gegen die SC Altach Amateure (0:4), zurück. Für die restlichen Spiele der Herbstsaion 2011 übernahm Sportdirektor Gerhard Stöger als Interimstrainer das Traineramt und verpflichtete Thomas Hofer (USK Anif) für das Frühjahr 2012. Hofer konnte in der folgenden Saison (2012/13) den Vizemeistertitel der Regionalliga West hinter dem FC Liefering erreichen, womit er auch sein Trainerengagement beim Verein beendete. | |||
Ihm folgte für die Saison 2013/14 Miroslav Polak, der bei seiner Trainer-Rückkehr in Violett gleich den Meistertitel erreichen konnte. Der Aufstieg gelang ihm jedoch nicht, da man in der Relegation für die "Erste Liga" gegen den "FAC" (Floridsdorfer Athletic-Club)scheiterte, zusätzlich konnte man sich auf eine weitere Zusammenarbeit nicht einigen. Nach Polak verpflichtete Sportdirektor Stöger den Steirer Klaus Schmidt, der nach dem Herbstmeistertitel 2014 vom FC Wacker Innsbruck abgeworben wurde, in der Winterpause dorthin auch wechselte. | |||
Am [[2. Jänner]] [[2015]] konnte der Club mit dem ehemaligen 1. ausländischen Torschützenkönig der deutschen Bundesliga, [[Jørn Andersen]], einen prominenten Namen als neuen Cheftrainer präsentieren. Unter dem gebürtigen Norweger blieb die Austria im Frühjahr 2015 ungeschlagen und fixierte mit einem 1:0 in der vorletzten Runde gegen den FC Kitzbühel den Aufstieg in die Erste Liga. Die Lizenz bekam Austria Salzburg erst in der zweiten Instanz erteilt, da die Erfordernisse an das Stadion bzw. das Ausweichstadion anfangs noch nicht ausgereicht hatten. | |||
Nach einer sehr schwierigen (finanziell und sportlich) Herbstsaison 2015, folgte Gerald Baumgartner dem Duo Andersen/Stöger, der deren Tätigkeiten in einer "Personalunion" übernahm. | |||
==Aufstieg in den Profifußball== | ==Aufstieg in den Profifußball== | ||
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Stadiontechnisch begann man die Saison im Ausweichstadion in Schwanenstadt, da die eigene Heimstätte in Maxglan noch nicht den Anforderungen entsprach und sich noch in Umbau befand. Ende August untersagte die Bezirkshauptmannschaft [[Vöcklabruck]] als zuständige Behörde die als Risikospiel eingestufte Partie gegen Wacker Innsbruck, obwohl dieselbe Behörde noch im Frühjahr im Rahmen der Lizenzierung ihr Okay für eben solche Spiele gegeben hatte. Die Salzburger hätten nur für das Spiel innerhalb kürzester Zeit einen Gästesektor für 1 000 Zuschauer und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen errichten müssen. Als Kompromisslösung fand das Spiel in Schwanenstadt dann vor leeren Rängen statt. Am [[15. September]] verlor die Austria ihre Heimpremiere im ausgebauten Stadion in Maxglan gegen den Kapfenberger SV. Nachdem das Ausweichstadion in Schwanenstadt nicht mehr zur Verfügung stand begann ein wochenlanges Tauziehen um ein neues Ausweichstadion für die weiteren Risikospiele gegen LASK und Wacker Innsbruck. Da man nicht fündig wurde musste das Spiel gegen den LASK verschoben werden, bevor sich schließlich Erste-Liga Konkurrent FAC bereit erklärte, sein Stadion in Wien-Floridsdorf zur Verfügung zu stellen. | Stadiontechnisch begann man die Saison im Ausweichstadion in Schwanenstadt, da die eigene Heimstätte in Maxglan noch nicht den Anforderungen entsprach und sich noch in Umbau befand. Ende August untersagte die Bezirkshauptmannschaft [[Vöcklabruck]] als zuständige Behörde die als Risikospiel eingestufte Partie gegen Wacker Innsbruck, obwohl dieselbe Behörde noch im Frühjahr im Rahmen der Lizenzierung ihr Okay für eben solche Spiele gegeben hatte. Die Salzburger hätten nur für das Spiel innerhalb kürzester Zeit einen Gästesektor für 1 000 Zuschauer und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen errichten müssen. Als Kompromisslösung fand das Spiel in Schwanenstadt dann vor leeren Rängen statt. Am [[15. September]] verlor die Austria ihre Heimpremiere im ausgebauten Stadion in Maxglan gegen den Kapfenberger SV. Nachdem das Ausweichstadion in Schwanenstadt nicht mehr zur Verfügung stand begann ein wochenlanges Tauziehen um ein neues Ausweichstadion für die weiteren Risikospiele gegen LASK und Wacker Innsbruck. Da man nicht fündig wurde musste das Spiel gegen den LASK verschoben werden, bevor sich schließlich Erste-Liga Konkurrent FAC bereit erklärte, sein Stadion in Wien-Floridsdorf zur Verfügung zu stellen. | ||
Nach einer sportlich durchwachsenen Herbstsaison, die Austria befand sich inzwischen auf einem Abstiegsplatz, stellte sich heraus, dass der Verein auch riesige finanzielle Probleme | Nach einer sportlich durchwachsenen Herbstsaison, die Austria befand sich inzwischen auf einem Abstiegsplatz, stellte sich heraus, dass der Verein auch riesige finanzielle Probleme (1,4 Mio.) bekommen hat. Kurz vor Ende der Herbstsaison wurde der Verein wegen der langwierigen Stadionsuche von der Bundesliga mit einer Strafe von 40.000 Euro und dem Abzug von sechs Punkten belegt. Am [[30. November]] stellte die Austria am [[Landesgericht Salzburg]] den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung (Ausgleich), was gleichbedeutend mit dem Fixabstieg aus dem Profifußball mit Saisonende war. Trainer Jørn Andersen löste daraufhin mangels weiterer sportlicher Perspektiven seinen Vertrag einvernehmlich auf, ebenso Co-Trainer [[Alexander Schriebl]] und auch Sportdirektor Gerhard Stöger, der den Verein wieder sportlich in den Profifußball geführt hatte. Am [[18. Dezember]] stellte der Verein [[Gerald Baumgartner]] als neuen Sportchef und Trainer vor. | ||
=== Austria vor dem Ende? === | === Austria vor dem Ende? === | ||