Kur: Unterschied zwischen den Versionen
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Eine Kur kann man sich auch jederzeit privat finanzieren und als Kurgast in seinen Urlaub seine Gesundheit gezielt stärken oder durch die Kur auf die Linderung bei z. B. bei altersbedingten Beschwerden zusätzlich einzuwirken. Der Anteil der privat zahlenden Kurgäste ist - trotz Sozialversicherung - auch heute sehr beachtlich. | Eine Kur kann man sich auch jederzeit privat finanzieren und als Kurgast in seinen Urlaub seine Gesundheit gezielt stärken oder durch die Kur auf die Linderung bei z. B. bei altersbedingten Beschwerden zusätzlich einzuwirken. Der Anteil der privat zahlenden Kurgäste ist - trotz Sozialversicherung - auch heute sehr beachtlich. | ||
Alle Anwendungen in einer Kur dürfen nur auf ''ärztliche Anordnung'' und unter „ärztlicher Aufsicht“ angewendet werden. Daher werden Kurmittel bzw. Heilmittel in der Regel in [[Kuranstalt]] oder zumindest einem Kurmittelhaus zur Anwendung gebracht, weil dort ärztliche Aufsicht und falls nötig Erste | Alle Anwendungen in einer Kur dürfen nur auf ''ärztliche Anordnung'' und unter „ärztlicher Aufsicht“ angewendet werden. Daher werden Kurmittel bzw. Heilmittel in der Regel in [[Kuranstalt]] oder zumindest einem Kurmittelhaus zur Anwendung gebracht, weil dort ärztliche Aufsicht und falls nötig Erste Hilfe gewährleistet ist. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
=== | === Die Anfänge im Land Salzburg=== | ||
[[ | Das "[[Bad Fusch|Bad in der Fusch]]" am Ende der etwa vier Kilometer langen ''Badstraße'' im [[Weichselbachtal]] war schon im [[15. Jahrhundert]] im [[Pinzgau]] für seine heilende Wirkung bekannt. Er war einst nach [[Bad Gastein]] der bekannteste Kurort Salzburgs. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kam der Kurbetrieb jedoch zum Erliegen, wodurch die Ortschaft verfiel. | ||
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[[ | [[1492]] stiftet [[Conrad Strochner]] ein '[[Armenbadspital in Wildbadgastein|Armenpad]]', ein 'Badespital' und begründet die heute noch tätige [[Stiftung Kurtherme Badehospiz Bad Gastein]] im [[Gasteinertal]]. [[1820]] erreichte die Nutzung von [[Thermalquellen]] zum Zweck der Kur in [[Bad Gastein]] erstmals Bedeutung. | ||
Die Eltern des späteren Kaisers, Erzherzog Franz Karl und Prinzessin Sophie von Bayern, waren kinderlos. Auf Anraten ihres Arztes kurten sie in Mineralsolebäder in Bad Ischl. Diese Kur war so erfolgreich, dass sich daraufhin der erste Nachwuchs einstellte, die so genannten drei Salzprinzen. Der erste Sohn war der spätere Kaiser Franz Joseph I. Er und seine Brüder wurden die Salzprinzen genannt, weil sie dem Ischler Salzwasser das Leben verdankten. Ischl wurde kaiserliche Sommerresidenz. | === Die Anfänge im Salzkammergut === | ||
[[1823]] ließ der Wiener Arzt Dr. Franz Wirer, das erste [[Sole]]<nowiki>bad</nowiki> in [[Bad Ischl]] errichten und zwei Jahre später konnte Ischl die ersten prominenten Gäste begrüßen: den Bischof von Olmütz, der ein Bruder von Kaiser [[Franz Joseph I.]] war und Kaiser [[Franz I.]] von Österreich. Die Eltern des späteren Kaisers, Erzherzog Franz Karl und Prinzessin Sophie von Bayern, waren kinderlos. Auf Anraten ihres Arztes kurten sie in Mineralsolebäder in Bad Ischl. Diese Kur war so erfolgreich, dass sich daraufhin der erste Nachwuchs einstellte, die so genannten drei Salzprinzen. Der erste Sohn war der spätere Kaiser Franz Joseph I. Er und seine Brüder wurden die Salzprinzen genannt, weil sie dem Ischler Salzwasser das Leben verdankten. Ischl wurde kaiserliche Sommerresidenz. | |||
=== | ===Die Anfänge in der Stadt Salzburg==== | ||
Am [[3. Mai]] [[1868]] wurde das „''[[Kurhaus Salzburg|Actien-Badehaus]]''“ im [[Kurpark (Salzburg)|Kurpark]] neben dem [[Schloss Mirabell]] eröffnet. | |||
Um [[1900]] gab es in der [[Stadt Salzburg]] neben den [[Salzburger Badehäuser|städtischen Badeanstalten]], die kalte und warme Bäder, so genannte ''Douchen'', ''römisch-irische Luft- und russische Dampfbäder'' sowie Kneippkuren anboten, auch die ''Wasserheilanstalten Gfrerer'' an der [[Franz-Josef-Straße]], das [[Sanatorium Breyer]] in [[Parsch]], die ''[[Torfstechen|Torf]]-Moor-Bade- und Heilanstalten Woska'' und ''Schlaf'' in [[Schallmoos]] und das [[Kuranstalt Kreuzbrückl]] in [[Maxglan]]. | |||
Die Stadthotels ''Hotel zum Goldenen Horn'' und die [[Hotel Blaue Gans|Blaue Gans]] hatten sogar einen täglichen Omnibusdienst zur Moorbadeanstalt [[Marienbad]] in [[Leopoldskroner Moos]] für ihre Gäste angeboten. Auch das [[Hôtel de l'Europe]] am [[Salzburger Hauptbahnhof]] hatte eine eigene Badeanstalt. ''Holzingers Badehaus'' in [[Mülln]] und die ''Kaltbadeanstalt Kogler'' rundeten das Kur- und Badeangebot in der Stadt Salzburg ab. | |||
==Heilquellen== | ==Heilquellen== | ||