| | * Leider gibt es keine genauen Angaben über die Lage des alten Stammsitzes Hagenau im Hagenauer Forst. Der einzige Hinweis den ich diesbezüglich kenne, ist in einer rudimentären Karte "Gericht Mosen um 1300" eingetragen. Dort findet man den "Edelsitz Hagenau" (Hagenovve, mit Hof und Hube) und den Hagenauer Forst (Forst Hagenawe). Der Edelsitz war möglicher Weise nur eine hölzerne Feste und keine steinerne Burg. Jedenfalls wurde der Sitz nach Verwüstungen verlassen und 1348 verkauft und 1364 geschliffen. Der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen 1484 verkauft. Die Karte von der Lage des alten Stammsitzes bei Schrobenhausen ist unter folgendem link zu finden: http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 zu finden. mfG [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 18:28, 6. Apr. 2015 (CEST) | | * Leider gibt es keine genauen Angaben über die Lage des alten Stammsitzes Hagenau im Hagenauer Forst. Der einzige Hinweis den ich diesbezüglich kenne, ist in einer rudimentären Karte "Gericht Mosen um 1300" eingetragen. Dort findet man den "Edelsitz Hagenau" (Hagenovve, mit Hof und Hube) und den Hagenauer Forst (Forst Hagenawe). Der Edelsitz war möglicher Weise nur eine hölzerne Feste und keine steinerne Burg. Jedenfalls wurde der Sitz nach Verwüstungen verlassen und 1348 verkauft und 1364 geschliffen. Der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen 1484 verkauft. Die Karte von der Lage des alten Stammsitzes bei Schrobenhausen ist unter folgendem link zu finden: http://www.vgem-sob.de/index.php?id=130,319 zu finden. mfG [[Benutzer:Wolfgang|Wolfgang]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang|Diskussion]]) 18:28, 6. Apr. 2015 (CEST) |
| − | * * Vielen Dank, das ist ein guter Hinweis. Der Sitz müßte für das 14. Jahrhundert eigentlich ordentlich befestigt gewesen sein, da die anderen beiden Burgen auch auf repräsentative und militärisch gut nutzbare Gebäude hinweisen. Freilich muß das nicht notwendigerweise ausschließlich auf Steingebäude zutreffen, auch wenn eine Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Ich habe mich mit dem, was als Holzbauweise bezeichnet wird, die letzte Zeit ein bißchen beschäftigt und bin mittlerweile der Meinung, daß solche Bauwerke eigentlich treffender als Lehm-Holz-Stein-Bauwerke bezeichnet werden müßten und ihrer Art nach vermutlich deutlich älteren keltischen Bauweisen sehr ähnlich gewesen sind. Eine wichtige Rolle dürften dabei Fachwerkbautechniken gespielt haben, wie sie bei manchen Wirtschafts- und Nutzgebäuden der Staufer nachweisbar sind. Die bisherigen wissenschaftlichen Rekonstruktionsversuche von frühmittelalterlichen Burgen und kleineren hochmittelalterlichen Motten kranken jedenfalls aller Wahrscheinlichkeit nach daran, daß man in der Wissenschaft oft sehr auf Holz als alleinigen Baustoff fixiert ist. Schon der notwendige Brandschutz legt jedoch einen umfassenden Einsatz von Lehm- und dicken Lehmputzen nahe. Lehm ist bei einem passenden Dachüberstand zweifellos ein sehr geeignetes und haltbares Material. Der alte Stammsitz könnte durchaus eine solche Motte mit Wirtschaftshof gewesen sein, aber sowohl der damals notwendige repräsentative Status, als auch die Bauweise der ursprünglichen Burganlage bei Braunau am Inn, sprechen meinem Eindruck nach eher für einen Anlage mit zumindest teilweisen Steingebäuden. Was bei der Suche nach dem Standort der Burganlage irritiert, ist das Fehlen von Grabenanlagen oder von deren Überresten als leichten Geländemulden in den Flurstücken, die eigentlich in Frage kämen. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 15:05, 15. Nov. 2015 (CET) | + | ** Vielen Dank, das ist ein guter Hinweis. Der Sitz müßte für das 14. Jahrhundert eigentlich ordentlich befestigt gewesen sein, da die anderen beiden Burgen auch auf repräsentative und militärisch gut nutzbare Gebäude hinweisen. Freilich muß das nicht notwendigerweise ausschließlich auf Steingebäude zutreffen, auch wenn eine Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Ich habe mich mit dem, was als Holzbauweise bezeichnet wird, die letzte Zeit ein bißchen beschäftigt und bin mittlerweile der Meinung, daß solche Bauwerke eigentlich treffender als Lehm-Holz-Stein-Bauwerke bezeichnet werden müßten und ihrer Art nach vermutlich deutlich älteren keltischen Bauweisen sehr ähnlich gewesen sind. Eine wichtige Rolle dürften dabei Fachwerkbautechniken gespielt haben, wie sie bei manchen Wirtschafts- und Nutzgebäuden der Staufer nachweisbar sind. Die bisherigen wissenschaftlichen Rekonstruktionsversuche von frühmittelalterlichen Burgen und kleineren hochmittelalterlichen Motten kranken jedenfalls aller Wahrscheinlichkeit nach daran, daß man in der Wissenschaft oft sehr auf Holz als alleinigen Baustoff fixiert ist. Schon der notwendige Brandschutz legt jedoch einen umfassenden Einsatz von Lehm- und dicken Lehmputzen nahe. Lehm ist bei einem passenden Dachüberstand zweifellos ein sehr geeignetes und haltbares Material. Der alte Stammsitz könnte durchaus eine solche Motte mit Wirtschaftshof gewesen sein, aber sowohl der damals notwendige repräsentative Status, als auch die Bauweise der ursprünglichen Burganlage bei Braunau am Inn, sprechen meinem Eindruck nach eher für einen Anlage mit zumindest teilweisen Steingebäuden. Was bei der Suche nach dem Standort der Burganlage irritiert, ist das Fehlen von Grabenanlagen oder von deren Überresten als leichten Geländemulden in den Flurstücken, die eigentlich in Frage kämen. --[[Benutzer:Hagenau|Hagenau]] ([[Benutzer Diskussion:Hagenau|Diskussion]]) 15:05, 15. Nov. 2015 (CET) |