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[[File:Paris Lodron G 1062 II.jpg|thumb]]
 
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'''Paris Graf von Lodron''' (* [[13. Februar]] [[1586]] auf Schloss Castelnuovo di Noarna bei Rovereto, [[Trentino]], Italien; † [[15. Dezember]] [[1653]] in [[Salzburg]]) war [[Salzburger Erzbischöfe#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]].
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[[Datei:Salzburg Toscaninihof Wappen Paris Lodron.jpg|thumb|Wappen am [[Toscaninihof]]]]
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'''Paris Graf von Lodron''' (* [[13. Februar]] [[1586]] auf Schloss Castelnuovo di Noarna bei Rovereto, [[Trentino]], Italien; † [[15. Dezember]] [[1653]] in [[Salzburg]]) war [[Fürsterzbischof]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]].
    
==Leben==
 
==Leben==
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Während seiner Amtszeit wurde auch der [[Salzburger Dom]] fertig gestellt, dessen Oratorium große Ähnlichkeiten mit einer Kapelle in Lodrons Heimat hat, die er kurz vor seinem Tod erbauen ließ.  
 
Während seiner Amtszeit wurde auch der [[Salzburger Dom]] fertig gestellt, dessen Oratorium große Ähnlichkeiten mit einer Kapelle in Lodrons Heimat hat, die er kurz vor seinem Tod erbauen ließ.  
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== Salzburgs italienischster Fürst: Auf Spurensuche in Paris Lodrons welschtiroler Heimat ==
Datei:Salzburg Toscaninihof Wappen Paris Lodron.jpg|Wappen am [[Toscaninihof]]
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Seine Familie zählte zu den mächtigsten und ältesten im Trentino, das bis 1918 als Welschtirol zur österreich-ungarischen Monarchie gehörte. Unweit von Rofreit, so hieß Rovereto in altösterreichischen Zeiten, hatte sie im Lagertal, dem heutigen Vallagarina, ihre Machtbasis. Die Burgschlösser Castellano und Castelnuovo di Noarna hoch über dem Tal und der repräsentative urbane Palazzo Lodron im Nogaredo waren jahrhundertelang in Lodronschen Händen und sind es zum Teil bis heute. Zielstrebig arbeitete die Familie des 1586 auf Schloss Castelnuovo di Noarna geborenen Paris auf eine Karriere in Salzburg hin. Sein naher Verwandter Anton Graf Lodron verzichtete 1606 zugunsten seines Neffen auf sein Kanonikat in Salzburg. Paris wurde sowohl im bayerischen Ingolstadt als auch in Rom ausgebildet.
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Er ging nicht nur als Gründer der [[Alte Universität|Universität]] [[1622]], sondern auch als Vollender des [[Salzburger Dom]]s sechs Jahre später in die Geschichte ein. Dafür setzte er vor allem auf zwei Künstler aus italienischen Gefilden, die bereits sein Vorgänger Markus Sittikus nach Salzburg geholt hatte: den Baumeister [[Santino Solari]] sowie den Maler und Stuckateur [[Donato Arsenio Mascagni|Arsenio Mascagni]]. Das Duo hinterließ seine künstlerischen Spuren auch im Lagertal. Solari baute Schloss Nogaredo im Auftrag Paris Lodrons um und erweiterte es. Ein besonderes Prunkstück Nogaredos ist die reichlich mit Stuckarbeiten von Arsenio Mascagni ausgestattete, dem Salzburger Kirchenpatron [[Rupert von Worms|Rupert]] geweihte Kapelle. Ähnlichkeiten mit den Stuckarbeiten Mascagnis im Salzburger Dom werden hier besonders deutlich.
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=== Innen-Deko des Doms führt nach Litauen ===
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Apropos Mascagni und Dom: Wer sich beim Besuch der Peter und Pauls-Kirche im litauischen Vilnius frappierend an die Salzburger Kathedrale erinnert fühlt, liegt richtig. Die Innenausstattung mit reichem Stuck durch die künstlerischen Nachfolger Pietro Perti und Giovanni Maria Galli nahm Anleihen aus Salzburg.
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===Salzburger Studierplätze für Verwaltungsnachwuchs aus dem Süden ===
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Paris Lodrons Spuren in Salzburg sind mannigfaltig. Auf seine  Heimat im Trentino weist noch das von ihm gegründete ehemalige [[Collegium Marianum]] in der Salzburger [[Bergstraße]] hin, in welchem immer drei Studienplätze für Knaben aus dem Lagertal bereitgestellt wurden. Der Fürsterzbischof richtete es 1645 zur Sicherung einer künftigen fähigen Beamtenschaft ein. Nach Abschluss der Ausbildung hatten die Zöglinge zwei Jahre gegen ein geringes Entgelt im Lodronschen Besitz zu arbeiten. Auf Paris Lodron geht auch die Gründung des [[Schneeherren-Kollegialstift]]es beim Dom zurück, dem im Lauf der Zeit auch viele Landsleute aus dem Trentino angehörten. Kein Wunder auch, dass auch die Zahl der Studierenden aus Welschtirol an der Salzburger Universität äußerst hoch war.
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"''Paris Lodron hat also nie die Verbindung mit seiner Welschtiroler Heimat verloren und ist somit ein 'Wanderer in beiden Welten' geworden, ganz abgesehen von der Tatsache, dass erst durch ihn die Familie Lodron in den Erblanden auf dem Gebiet des heutigen Österreichs besitzmäßig Fuß fasste''", bringt es der Hobbygenealoge Konrad Falko Wutscher auf den Punkt. Paris Graf Lodron wurde übrigens als einziger Salzburger Fürst von [[Ludwig I. von Bayern]] in die aus [[Untersberger Marmor]] erbaute Walhalla bei Regensburg aufgenommen.
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Das [[Land Salzburg]] hat in einer Partnerschaft die Beziehungen zur nun italienischen Region Trient in den [[1980er]] und [[1990er]] Jahren neu aufleben lassen. Die Aktivitäten richteten ihren Schwerpunkt auf den Bildungs- und Kulturaustausch.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]]
 
* [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]]
 
* {{wikipedia-de|Paris Graf von Lodron}}
 
* {{wikipedia-de|Paris Graf von Lodron}}
 
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* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom 9. März 2015  [http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=54308 Salzburgs italienischster Fürst]
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==
 
* [http://www.castelnoarna.com/it/castello/storia Castel Noarna in Rovereto, die Geburtsburg des Erzbischofs]
 
* [http://www.castelnoarna.com/it/castello/storia Castel Noarna in Rovereto, die Geburtsburg des Erzbischofs]